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Zanov

Open Worlds

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik
Label: Zanov Music
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pierre Salkazanov Synthesizers, Electronics, Sounds

Tracklist

Disc 1
1. Electric dust field 4:11
2. Next trip 5:31
3. Magical area 5:53
4. Strange world 6:51
5. Robot valley 4:17
6. Signal from Diamond Desert 4:18
7. Vital obscurity 4:27
8. Last secret time 4:35
9. Remote impact 6:03
Gesamtlaufzeit46:06


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Mit “Open Worlds” legt Pensionär Pierre Salkanzanov sein zweites Album im neuen Jahrtausend vor, erschienen wie “Virtual Future” auf seinem eigenen Label. War der Vorgänger im Grunde die Vollendung eines schon in den späten 70er Jahren des letzten Jahrhunderts begonnenen Projekts - nach einer gut 35-jährigen, durch Salkanzanovs berufliche Tätigkeit erzwungenen Pause -, ist sein derzeit neuestes Album eine rezente Kreation. Der Geist der 70er ist aber weiterhin sehr allgegenwärtig.

Das im Vergleich zum Vorgänger dunkler gehaltene Cover deutet eine atmosphärischen Wandel an, und in der Tat ist die auf “Open Worlds” gebotene Musik düsterer und schwergewichtiger ausgefallen, als die luftig-kosmischen Klänge von “Virtual Future”. Damit hat Zanov einiges an Eigenständigkeit gewonnen, lässt sich das Schema “Jarre gekreuzt mit Schulze” auf die hier vorzufindenden Klänge nicht mehr wirklich anwenden. Einige hymnisch-jubilierenden Momente (z.B. in “Magical area”) erinnern noch an Jarre, ansonsten hat Zanov ein ganz eigenes, erstaunlich kantiges, doch sehr warm und voluminös durch die Gehörgänge gleitendes Gemenge an Elektronisounds geschaffen.

Kräftig Synthesizertöne und kernig-flächige Tastenmuster bestimmen das Klangeschehen, sonores Dröhnen, wuchtige Soundshübe, pulsierende und heulende Elektronikgespinste und getragene Synthesizermelodien, die sich dicht verwoben, ausgesprochen kraftvoll, alles in allem recht schräg und sperrig, und immer sehr mächtig voran arbeiten, meist ergänzt um allerlei kosmisches Fiepen, Zischen und Flüstern. Sehr dynamisch kommt die Musik aus den Boxen (es rockt), bisweilen geprägt von fast hektischen Sequenzermustern und nicht selten rhythmisch-perkussiven Einlagen. Spacig-kosmisches Tonschweben ist dagegen selten zu hören. Einziger Kritikpunkt: Die Musik gleitet bisweilen (in “Strange World“ z.B.) ein wenig schwerfällig voran.

Trotzdem bietet “Open Worlds” ausgesprochen gelungene, moderne, sorgfältig gestaltete, progressive Elektronik, versehen allerdings mit viel analogem Retroflair. Die CD ist im Grunde das dunklere Schwesteralbum von “Virtual Future” und sollte jedem Liebhaber klassischer, symphonisch-dichter Elektronik ausgesprochen zusagen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.6.2016
Letzte Änderung: 1.10.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Zanov

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Green Ray 12.00 1
1977 Moebius 256 301 11.00 1
1982 In Course of Time 11.00 1
2014 Virtual Future 11.00 1

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