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Ümit

The Spirit of Ümit

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; Spacerock
Label: Bellerophon
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jochen Oberlack Gitarre, Keyboards
Von Irme Bass
Peter Sherman Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Ummagumma 10:20
2. Tesla 9:22
3. Cobra Verde 8:00
4. Tiefensee 7:56
5. Mark of Cain 9:04
Gesamtlaufzeit44:42


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Über Ümit sind nicht viele Informationen zu bekommen, schon eine Besetzungsangabe etwa ist nicht ohne weiteres zu finden. Es handelt sich jedenfalls um ein Trio um den Gitarristen Jochen Oberlack (u.a. auch als "Der Petunienmann von Metaluna Vier" auf diesen Seiten vertreten), und auf der Bandcamp-Seite ihres Labels sind neben diesem hier noch drei weitere Alben zu finden, allesamt EPs. The Spirit of Ümit, erschienen im November 2015, scheint also die erste richtige CD des vermutlichen Trios zu sein.

Musikalisch bewegen Ümit sich hier in spacerockigen Klangwelten. Im Vordergrund steht die Gitarre mit endlosen, gleißenden Soli, deren oft schneidende Schärfe andererseits auch für eine gewisse Erdverbundenheit sorgt. Dazu kommen allerlei elektronische Klänge, die den spacigen Charakter der Musik unterstreichen und die sich - neben atmosphärischer Untermalung - auch mal in den Vordergrund schieben können und den Klangcharakter dann kurzzeitig mehr in Richtung elektronischer Musik verschieben. Bass und Schlagzeug ergänzen die Musik souverän, aber eher unspektakulär.

Das ergibt zusammen ein paar schöne musikalische Trips, bei denen jedoch nie die Gefahr besteht, sich zu sehr in den weiten des Alls zu verlieren. Lediglich Cobra Verde ist mir in Teilen etwas zu luftig-leicht geraten. Ansonsten ist dieses Album Liebhabern spacerockiger Klänge zu empfehlen. Reinhörmöglichkeit auf Bandcamp.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.7.2016
Letzte Änderung: 8.7.2016
Wertung: 10/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 2)


Ümit! Richtig, Ümit! Ich habe keine Ahnung, wieso Ümit! Aber, wieso eigentlich nicht? Ümit! - mit Ausrufezeichen!

Nach 3 EPs (The Wake Of Ümit! The Curse Of Ümit! Und The Rise Of Ümit!) veröffentlichte man 2015 nun das erste volle Album „The Spirit Of Ümit!“. Die Informationen auf der CD und auch im Netz sind sehr spärlich. Um so besser, wenn man wenigstens zur Promo ein paar spärliche Infos einsammeln kann. Ümit! Ist ein Trio, welches aus Jochen (vermutlich Gitarre/Keyboard?), Von Irme am Bass und dem Waliser Peter Sherman an den Drums besteht. Weitere Informationen gibt es nicht. Trotz dieser merkwürdigen Verkaufsstrategie (vielleicht ist es auch so mysteriös, dass es einfach gut ist) landete Ümit! mit der Erstauflage des Albums einen Achtungserfolg. Diese Auflage ist nämlich bereits ausverkauft und man belegte Anfang Juli 2016 Platz 13 der niederländischen iTunes Rock Charts. Wie hoch die Erstauflage war oder wie viele Downloads man bei iTunes benötigt, um dieses Ziel zu erreichen, darüber liegen keine Zahlen vor.

Genug des Gefasels über unwichtige Statistiken. Was zählt, ist letztlich die Musik. Und Ümit! fangen da gleich mal mit „Ummagumma“ an. Dem aufmerksamen Hörer wird nun die Nähe zu Pink Floyds Albumtitel von 1969 nicht verborgen bleiben. Doch Ummagumma ist nicht Pink Floyd. Man kann Ümit! auch maximal ansatzweise aufgrund verwendeter Gitarrensounds in deren Nähe rücken, aber schon gar nicht in deren psychedelische Frühphase. Nein, Ümit! machen da ganz andere Musik. Musik, die instrumental ist und aus vielen getragenen Momenten besteht. Melodisch bemüht man sich, einen gewissen Schönklang zu erzeugen. Die Produktion ist sanft und betont dadurch die geradlinigen Elemente in der Musik. Keyboards sind nicht selten als Flächen im Hintergrund, das Schlagzeug wirkt etwas hölzern und deplatziert vor diesem versuchten Schönklang. Eine zarte poprockige E-Gitarre plingt die Melodien. Man ergänzt dies durch Elemente aus verschiedenen Kulturen. Bei „Cobra Verde“ sind Panflöten-ähnliche Klänge zu hören. Kennt man ja aus verschiedenen Fußgängerzonen.

Und das war es dann auch schon, was alles passiert. Die überlangen Kompositionen können wenig Zauber entfachen. Einzig die Gitarrenarbeit besticht immer wieder durch schöne floydige Klänge. Rhythmisch ist das unspektakulär, um nicht die Vokabel einfallslos zu benutzen. Vor allem das Schlagzeug betrachte ich als großen Kritikpunkt. Das unvariable Spiel wirkt sehr ideenlos und ist auch im Gesamtsound eher in die Nähe einer Garagenband zu rücken. Warme Gitarren und holpriges Schlagzeug – leider nicht meine erste Wahl. Ümit! sind sicherlich einen Versuch wert, wenn man Musik sucht zum Chillen und Abschalten. Insgesamt ist mir das Dargebotene aber deutlich zu unspektakulär und eintönig.

Nachtrag: Lotte von Bellerophon Records beantwortete die offenen Fragen noch nachträglich: 1. Auflage - 500 Stück - davon gingen 450 in den Verkauf. Die sind weg, und wir mastern das Album aktuell neu für den Vinyl Release. 2. I-Tunes Charts - das ist im Peak so bei 70 downloads - am Tag, versteht sich. (von Nation zu Nation unterschiedlich, überdies) Das weitaus meiste geht aber über Streamingdienste, wenngleich zu weniger attraktiven Konditionen. Das ist dann aber auch fünfstellig in der Anzahl. Worldwide.
Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.7.2016
Letzte Änderung: 31.7.2016
Wertung: 6/15
Die Gitarrenarbeit verdient mehr Punkte

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ümit

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2018 The Testament of Ümit 9.00 1

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