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Aksak Maboul

Ex-Futur Album

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: ArtPop; RIO / Avant
Label: Crammed Discs
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Véronique Vincent Vocals
Marc Hollander Keyboards, Synthesizers, Melodica, Sax, Bass, Clarinet, Drum Machine, Glockenspiel, Percussion, Backing Vocals, Sounds
Vincent Kenis Keyboards, Guitars, Bass, Synthesizer

Gastmusiker

Blaine L. Reininger Violin
Jeannot Gillis Violin
John Walker Rhythm Programming
Alig Fodder Guitar, Keyboards, Bass, Drums, Drum Machine
Michel Berckmans Oboe, Bassoon
Yvon Vromman Ramassette, Bass
Gerald Fenerberg Guitar, Drums
Jean-Francois Jones Jacob Drums
Jean-Francois Jones Jacob, Catherine Jauniaux, Michel Moers Backing Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Chez les Aborigenes 4:15
2. Afflux de luxe 5:34
3. Je pleure tout le temps 4:11
4. Veronika Winken 4:29
5. Reveillons-nous 6:58
6. I'm always crying 4:21
7. My kind of doll 3:21
8. Luxurious dub 3:33
9. Le troisième personnage 4:45
10. The aboriginal variation 8:25
11. Réveillons-nous (live) 3:35
12. Mit den Eingeborenen (live) 8:57
13. I'm always remixing 4:20
Gesamtlaufzeit66:44


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Etwas verspätet erschien 2014 das dritte Album von Aksak Maboul, das allerdings schon im ersten Katalog von Crammed Discs aus dem Jahre 1981 angekündigte worden war. Hat eben ein wenig gedauert. Nach dem Erscheinen von “Un peu de l'âme des bandits” ging die Band erstmal in reduzierter Besetzung auf Tour, um sich dann im Grunde aufzulösen. Marc Hollander und Vincent Kenis (Mitbegründer der Formation, aber auf “Un Peu de l'Ame des Bandits“ nicht zu hören) schlossen sich den Resten der schon Mitte des Jahrzehnts entstandenen belgischen Band Les Tueurs de la Lune de Miel an, die bald darauf die englische Version ihres Namens bevorzugte und als The Honeymoon Killers tätig waren. Zudem fand man in Veronique Vincent eine neue Sängerin. Man erarbeitet neues Material (siehe den Bonustrack der CD-Version von “Un Peu de l'Ame des Bandits“) und gab Konzerte.

Gleichzeitig hatten Hollander und Kenis Aksak Maboul aber offenbar noch nicht zu den Akten gelegt. Mit Vincent und allerlei musikalischen Gästen arbeitete man nebenher (hauptsächlich war man mit den Honeymoon Killers am touren und nahm auch dort ein Album auf) an Nummern für ein drittes Album (welches - wie schon erwähnt - auch offiziell angekündigt wurde). Bis 1983 bastelte man an dem Material, aber letztendlich landete das Ganze - im Gegensatz zum Album der Honeymoon Killers - in der Schublade.

Von dort kramte man es offenbar vor einigen Jahren hervor und Hollander entschied die Aufnahmen doch noch zu veröffentlichen. So erschien das Album 2014 unter dem passenden Titel “Ex-Futur Album“ bei seinem Label Crammed Discs auf CD. Der auf dem Cover zu findende komplette Interpretennamen lautet “Veronique Vincent & Aksak Maboul“ dem noch etwas kleiner geschrieben “with The Honeymoon Killers“ nachfolgt. Man hätte hier also auch eine neue Band anlegen können, doch der Einfachheit halber sei die Scheibe unter dem Bandnamen Aksak Maboul rezensiert. Das Album kommt als hübsches Mini-LP-Faltteil, versehen mit einem dickem Beiheft, in dem die Texte, allerlei biographische Informationen und diverse künstlerisch bearbeitet Ablichtungen zu finden sind.

Verschoben die Honeymoon Killers den komplexen und stilistisch breit gefächerten RIO-Avantprog von Aksak Maboul (der zumindest auf “Un Peu de l'Ame des Bandits“ zu hören ist - dort schreibt sich die Band übrigens Aqsak Maboul) in punkige New-Wave-Gefilde, wird die Musik hier im Vergleich zum Vorgängeralbum deutlich vereinfacht und in instrumentaler Hinsicht reduziert. Zudem kommt nun noch ein guter Schuss Pop dazu, bisweilen auch Weltmusikalisches und folkige Kaffeehausreminiszenzen. Meist sind hier nur Hollander und Kenis zu hören (vornehmlich, aber nicht ausschließlich, an Tasteninstrumenten). Dazu kommt natürlich der sanfte Gesang der Vincent und meist eine Drum Machine. Das Ergebnis ist ein alles in allem sehr farbiger, seltsamer und gegen den Strich gebürsteter ArtPop, RIO-Pop, oder Wave-RIO-Pop.

Diese Musik ist natürlich nicht so abgedreht und schräg, nicht so aufwändig instrumentiert wie die auf “Un Peu de l'Ame des Bandits“ zu hörenden Klänge. Trotzdem kommen doch allerlei weitere musikalische Gäste mit klangverzierenden Einlagen zum Einsatz (darunter z.B. Michel Berckmans und Blaine L. Reininger) und sorgen auch die instrumentalen Hauptprotagonisten dafür, dass es nie langweilig wird. Allerlei elektronisches Blubbern, Wummern und Klappern geistert durch die Nummern, dazu erklingen schräge E-Gitarreneinlagen, sonores Basswummern, klangvolles Geklimper, kernige Keyboardmuster und seltener Sax, Klarinette, Melodica und Violine. Über allem schwebt aber die wunderbare, sich selten exaltierende Stimme Veronique Vincents.

Zwei klangliche gute Live-Aufnahmen (vermutlich von Konzerten der Honeymoon Killers) und eine andere Version von “I’m always dreaming“, die alle drei als Bonustracks bezeichnet werden, schließen das Album ab.

Wer bizarre Pop-Songs mit Avant-Flair und elektronischem Charakter schätzt, die klar in der franko-belgischen RIO-Tradition stehen, der sollte das “Ex-Futur Album“ nicht verpassen. Das Ganze ist etwas eigen, aber auch sehr unterhaltsam.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.8.2016
Letzte Änderung: 14.8.2016
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Aksak Maboul

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1977 Onze danses pour combattre la migraine 9.00 1
1980 Un peu de l'âme des bandits 13.50 2
2016 16 Visions of Ex-Futur 12.00 1

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