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Close to the Edge. How Yes's Masterpiece defined Prog Rock (20.11.2017)
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Glass Hammer

Valkyrie

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Neoprog; New Artrock; RetroProg
Label: Arion / Sound Resources
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Susie Bogdanowicz lead and backing vocals
Fred Schendel keyboards, lead and backing vocals
Steve Babb bass, bass pedals, keyboards, lead and backing vocals
Kamran Alan Shikoh electric and acoustic guitars
Aaron Raulston drums

Tracklist

Disc 1
1. The Fields We Know 7:37
2. Golden Days 6:20
3. No Man's Land 14:20
4. Nexus Girl 2:58
5. Valkyrie 5:55
6. Fog Of War 8:27
7. Dead And Gone 9:59
8. Eucatastrophe 3:27
9. Rapturo 6:04
Gesamtlaufzeit65:07


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Glass Hammer sind ihrem 17. oder 18. Studioalbum zurück (so ganz genau sind da die Quellen nicht, manche meinen auch, es wäre erst das 16.). Auf „Valkyrie“ verzichten Glass Hammer auf einen 'externen' Sänger, Steve Babb und Fred Schendel übernehmen wieder deutlich mehr Gesangsparts und natürlich die langjährige Bandbegleiterin Susie Bogdanowicz. Vielleicht ein Zeichen der Rückbesinnung auf alte Stärken?

Und in der Tat, „Valkyrie“ weckt deutlich Erinnerungen an die stärkste Phase von Glass Hammer, an die Zeiten von „Chronometree“ und „Lex Rex“. Dem Yes-Klontum hatten sie ja schon in den vorigen Alben mehr und mehr abgeschworen, jetzt agieren Glass Hammer wieder als Verehrer des klassischen sinfonischen Progs der 70er, den sie mit ihren Mitteln in die Jetztzeit holen.

Fred Schendel lässt die Tasten wirbeln und die Synthies flirren und sirren, Orgeln röhren, Babbs Bass scharrt und rumpelt, Gitarrist Shikoh spielt gefällige Soli und Drummer Raulston legt ein solides Rhythmusfundament. Gerade wenn Schendel und Babb im Chor singen, dann klingt das sehr gut, aber auch ihre Soloparts passen. Erklärtes Ziel war es auch Susie Bogdanowicz zu featuren, weil das angeblich die Fans immer wieder fordern (äh, warum auch immer, der Rezensent ist kein so großer Freund von ihr) und sie macht ihre Sache auch gut (wenn ich auch ihre Stimme nach wie vor ein bisschen dünn finde, aber sei's drum).

Sinfonischer, euphorischer Wohlklang, fragile, nachdenkliche Momente, lyrischer Wohlklang und sanft zupackende Momente, die Mischung passt auf diesem Album. Für Glass Hammer-Verhältnisse rockt es zwischendurch ganz ordentlich. Auch wenn Glass Hammer – wie immer – vielleicht einen Ticken zu gefällig, zu schön klingen, vor allem angesichts des Themas des Albums. Hier geht es nämlich um einen Soldaten, der nach seiner Rückkehr aus dem Krieg, die Schrecken desselbigen verarbeiten muss und dabei mit seinem Mädel um Verständnis und den Neuaufbau der Beziehung ringt.

Fans und Freunde von Glass Hammer bekommen ein weiteres gutes Album vorgelegt. Wer bisher schon nicht viel mit Glass Hammer anfangen konnte, wird auch von „Valkyrie“ nicht bekehrt und wendet sich besser anderen Werken zu. Ansonsten gilt: Schönes Ding!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.9.2016
Letzte Änderung: 29.9.2016
Wertung: 11/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Entgegen ihrer Gewohnheit hat die Band die Basistracks diesmal in einem Take live aufgenommen. Nur Gesang und einige Overdubs wurden noch zugefügt. Beim Mix und Mastering wurde dann darauf geachtet diesen räumlichen und warmen Klang zu konservieren, was gelungen ist, da die Aufnahme angenehm Retro klingt. Mir fehlt aber ein bisschen die Klarheit der früheren Alben, obwohl diese kühler wirkte.

Kein Jon Anderson-Imitator mehr am Mikro, denn Babb und Schendel teilen sich die Vocals mit Susie Bogdanovicz. Das bringt die Band raus aus der Klonecke Yes, hat aber den Nachteil, dass der Gesang unspektakulärer ist. Keiner der beiden Männer ist ein außergewöhnlicher Vokalist. Bogdanovicz ist eine gute Sängerin, allerdings ebenfalls nicht spektakulär. Auch sind die Kompositionen noch einmal eigenständiger als sie es bereits auf dem Vorgänger „The Breaking of the World“ waren. Sie entfernen sich somit definitiv wieder von ihren Helden. Dennoch bleibt die Musik zur Freude der Fans unverkennbar Glass Hammer.

Das Bassspiel von Babb ist wie immer sehr gut. Bereits im ätherischen THE FIELDS WE KNOW beweist er seine Virtuosität in einem von vielen guten Ideen durchsetzten Song. Schneller Gesang zu Beginn von GOLDEN DAYS, bevor der Song in besten Prog abdreht. Die Band improvisiert und lässt jeden einzelnen Musiker glänzen. Mit dem Longtrack NO MAN'S LAND bauen sie dann ein Rockmonster auf, lassen dieses zu Jazzrock mutieren um anschließend bedrohlich dunkle Soundmuster mit Emerson, Lake & Palmer Motiven abzufeuern.

Das kurze, elektronische NEXUS GIRL zeigt eine neue Seite der Band, derweil das Titelstück VALKYRIE balladesk und hymnisch mit einem dichten Keyboardteppich erklingt. Ein richtiger ProgRocker ist FOG OF WAR das mit seiner wechselnden Frau/Mann Stimme punkten kann, einem gut eingesetzten Mellotron und einem feurigen Bass.

Das gediegen-klassische DEAD AND GONE ist Susi Bogdanovicz auf den Leib geschrieben. Wenn dann die Kirchenorgel zusätzlich wie weiland bei Keith Emerson spielt, ist das kitschig........und trotzdem schön. Ein paar schrille Wendungen in der zweiten Hälfte überraschen dann aber und lassen den Song zu einem echten Highlight werden. Auch in EUCATRASTROPHE wird der schöne Gesang von Susi B. erst mit A-Gitarre begleitet bis alle anderen Instrumente jäh einsteigen und wild und hemmungslos ihre Riffs raus hauen.

Mit einem interessanten Klaviermotiv fängt der Schlusssong RAPTURO an, bevor erst die Drum, dann ein Mellotron plus Synthie und eine verzerrte Gitarre einen dicken Samtvorhang über alles legen. Sehr pompös.

Das Album ist gut, kommt aber nicht ganz gegen seinen Vorgänger an. Kompositorisch ist die Band wegen ihrer Variabilität zwar phasenweise besser als früher, doch die Vocals sind leider nur Durchschnitt. Bogdanovicz ist ja noch akzeptabel, aber bei den Männern fehlt mir das Charisma.

Dass die Band mit den Vorgängern am Mikro als Yes-Klon gehandelt wurde war mir eigentlich immer egal. Die Stimmen dieser Sänger waren nun mal Jon Anderson ähnlich, hatten aber die gewisse Ausstrahlung. Das fehlt mir jetzt, ist aber trotzdem kein Grund das Album nicht zu mögen. Die neue Eigenständigkeit hat ja schließlich auch seine schönen Seiten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Prog aus den 70'ern mit modernen Mitteln
Veröffentlicht am: 17.11.2016
Letzte Änderung: 6.11.2017
Wertung: 10/15
Glass Hammer werden selbständig

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Glass Hammer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Journey of the Dunadan 5.00 2
1995 Perelandra 7.67 3
1997 Live And Revived 5.50 2
1998 On To Evermore - The Story Of Ariana And The Sculptor 8.33 3
2000 Chronometree 12.00 4
2001 The Middle Earth Album - 3
2002 Lex Rex 11.67 3
2004 Lex Live (DVD) 7.00 1
2004 Live at NEARfest 11.75 4
2004 Shadowlands 9.75 4
2005 The Inconsolable Secret 8.50 4
2006 Live At Belmont (DVD) 7.00 2
2007 The Compilations 1996 - 2004 10.50 2
2007 Culture of Ascent 8.80 5
2008 Live At The Tivoli (DVD) 8.00 1
2009 Three Cheers For The Broken Hearted 4.00 2
2010 IF 8.33 6
2011 Cor Cordium 7.67 3
2012 Perilous 10.50 2
2014 Ode To Echo 11.00 2
2015 The Breaking Of The World 11.50 2
2015 Double Live 10.00 1
2017 Untold Tales 12.00 1

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