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Michael Brückner

Muzikhala

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Brückner electronics, synthesizers, keyboards, re-dedicated objects

Gastmusiker

Mathias Brüssel guitar, slide guitar, additional keyboards and drum programming on Muzikhala Parts 1 - 3

Tracklist

Disc 1
1. Mozikhala - Part 1 (The Aeronaut) 77:57
Gesamtlaufzeit77:57
Disc 2
1. Bem Betél 12:11
2. Reanimation (Zoom In) 15:00
3. Muzikhala - Part 2 (The City Planners) 22:07
4. The Vishnoor Incident 13:07
5. Drowning 15:11
Gesamtlaufzeit77:36
Disc 3
1. Muzikhala - Part 3 (The Rift) 76:00
Gesamtlaufzeit76:00


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Fans von Michael Brückner brauchen viel Zeit, wenn sie das Schaffen des aus Heidelberg stammenden Musikers verfolgen wollen, bringt dieser doch gerne Mehrfachboxen heraus, bei denen jede CD auch noch bis zur maximalen Spielzeit gefüllt ist. So ist das auch bei dem im Mai 2016 veröffentlichten Muzikhala, das als Dreifachalbum erschienen ist.

Muzikhala ist ein Wort aus dem Chichewa, einer Sprache, die vor allem in Malawi und Sambia gesprochen wird, und das laut Wikipedia von immerhin 13 Millionen Menschen. Es bedeutet so viel wie Gelassenheit oder Abgeklärtheit. Und natürlich klingt es - zufällig - nach dem Wort „Musik“.

Drei randvolle CDs bilden also die musikalische Umsetzung der Abgeklärtheit, und zwei davon füllen ihre Spielzeit mit gerade einmal einem Stück. Die erste CD enthält gleich das 78-minütige Muzikhala - Part 1 (The Aeronaut), einen typischen Ambient-Track. Sanft schwebende Klangbögen wogen hin und her, nur ganz allmählich und vorsichtig treten andere Klänge dazu. Ein paar impressionistisch anmutende Klangtupfer eines Klaviers, ein bisschen Geplinge. Nach gut einer halben Stunde setzen perkussive Klänge ein, die einen leicht afrikanischen Charakter haben. Im weiteren Verlauf kommen auch asiatisch anmutende Klänge dazu. Das Ganze ist zumindest phasenweise nicht ohne eine gewisse Schroffheit, bringt also keineswegs nur sanfte Berieselung, dennoch stellt sich die ketzerische Frage, ob man das unbedingt auf fast 80 Minuten ausdehnen muss. Vor allem die wieder komplett rhythmusfreien und recht statischen letzten 20 Minuten ziehen sich doch ganz schön in die Länge.

Auch die dritte CD wird von einem einzigen Titel eingenommen, dem dritten Teil von Muzikhala mit dem Untertitel The Rift. Dieser zeigt sich düsterer und schroffer als der erste Teil, phasenweise auch etwas bewegter. Nach knapp einer halben Stunde setzt vorübergehend ein Sequenzerpattern ein, das die Musik noch einmal etwas antreibt. Aber es zeigt sich hier das gleiche Problem wie beim ersten Teil: das Stück ist einfach völlig überdimensioniert, biete für die Laufzeit von wieder fast 80 Minuten zu wenig Entwicklung. Über weite Strecken tut sich schlichtweg zu wenig.

Interessanter sind die Stücke der zweiten CD. Bem Betél hat schöne Ethno-Percussion, Reanimation ist dann wieder ein reines Ambient-Stück, das aber durch seine eher schroffen Sounds und natürlich sein mit einer Viertelstunde Laufzeit geradezu kompaktes Format nicht so zäh wirkt.

Der zweite Teil von Muzikhala steht hier im Mittelpunkt, ist mit knapp über 20 Minuten auch das längste Stück der zweiten CD. Nach Ambient-artigem Auftakt setzt vorübergehend ein maschinenhaft stampfender Rhythmus ein, der sich schließlich mit allerlei Geschepper vereint und dem Stück etwas fabrikmäßiges verleiht. So klingt das faszinierend! Der Ausklang ist dann wieder ganz in Ambient-Manier gehalten, phasenweise mit einem sanften Sequenzerpattern versehen.

Nach dem bewegteren The Vishnoor Incident zeigt sich Drowning wieder getragener mit schwebenden Klangflächen und allenfalls von dezenten Sequenzerpatterns begleitet. Auch hier zeigt sich wieder: wenn man das nicht zu sehr auswalzt, kann das durchaus faszinierend klingen.

Insgesamt ist Muzikhala eine etwas durchwachsene Angelegenheit. Die musikalischen Ideen sind schon in Ordnung, manchmal aber einfach zu sehr in die Länge gezogen, speziell auf CD 1 und 3. Die zweite CD gefällt mir da deutlich besser. Erhältlich ist Muzikhala über Bandcamp, Link siehe oben. Dort finden sich auch interessante Hintergrundinformationen zur Entstehung der Musik.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.10.2016
Letzte Änderung: 3.10.2016
Wertung: 9/15
CD 2 zieht den Schnitt hoch

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Michael Brückner

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Incarnation Generator 9.00 1
2002 The Outsider 11.00 1
2003 Breakfast On Yuggoth 11.00 1
2006 trips and ticks 6.00 1
2011 Endless Mind Portal 9.00 1
2012 R is for "Rocket" and S is for "Space" 10.00 1
2012 100 Million Miles under the Stars 11.00 1
2013 Naura 7.00 1
2013 Kings of the Earth 9.00 1
2013 In letzter Konsequenz 9.00 1
2014 Thirteen Rites of Passage 11.00 1
2014 Two Letters from Crimea - Live at St.Peter, Frankfurt, April 2014 11.00 1
2014 Ombra Revisited 11.00 1
2016 Hikari 11.00 1
2016 The Giant Illusion 10.00 1
2016 trois briques 11.00 1
2017 Movies Moving In My Head 9.00 1
2017 All The Pieces Fit Forever 9.00 1
2017 Drones 10.00 1
2017 Mousic 5.00 1
2017 Trees Of Olivandá 11.00 1

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