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Asia

Arena

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996 (2005 bei Inside Out wiederveröffentlicht)
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 7/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Geoff Downes keyboards
John Payne vocals, bass, guitar
Elliott Randall guitar, acoustic guitar
Aziz Ibrahim guitar
Michael Sturgis drums

Gastmusiker

Tomoyasu Hotei lead guitar (on "Into The Arena")
Luis Jardim percussion

Tracklist

Disc 1
1. Into The Arena 2:59
2. Arena 5:16
3. Heaven 5:17
4. Two Sides Of The Moon 5:22
5. The Day Before The War 9:08
6. Never 5:32
7. Falling 4:57
8. Words 5:18
9. U Bring Me Down 7:07
10. Tell Me Why 5:14
11. Turn It Around 4:28
12. Bella Nova 3:10
13. That season   (Bonus Track I/O Release) 4.51
14. Two sides of the moon (acoustic)   (Bonus Track I/O Release) 4.49
Gesamtlaufzeit73:28


Rezensionen


Von: Oliver Mensing (Rezension 1 von 4)


Als ich seinerzeit den Silberling in meinen Player legte, habe ich nach den ersten Gitarrenklängen auf Stop gedrückt und mir nochmal den CD-Aufdruck angeschaut: Habe ich etwa irrtümlich eine Santana-Scheibe erwischt? Fehlpressung?

Nein, denn schon Track Nr. 2 (obwohl sehr relaxt) hört sich unverkennbar nach Asia an. Puh! Nochmal Schwein gehabt! Aber mal im ernst, 'Into The Arena' klingt verdächtig nach Santana-Gitarre. Verantwortlich hierfür ist der Gastauftritt des japanischen Gitarristen Hotei Tomayasu. Bei den restlichen Stücken teilen sich neben John Payne (auch Bass) noch Aziz Ibrahim und Elliott Randall die Gitarrenarbeit. Für den Rhythmus sorgen Michael Sturgis (Drums) und Luis Jardim (Percussion). Musikalisch geht es nicht mehr ganz so heavy wie auf Aria zu und insbesondere die ersten vier Tracks verbreiten eine sehr lockere Stimmung.

Mit dem Neunminuten-Stück 'The Day Before The War' folgt einer der besten und progressivsten Asia-Titel überhaupt. Nach einem fast schon brachialen Anfang entwickelt sich ein kurzweiliger fein gestrickter Song mit wundervoller Gesangslinie und interessanten Keyboard- und Gitarrenparts. Das hat was! Leider gibt es dann mit 'Never' einen richtigen Aussetzer. Der Refrain ist fürchterlich nervig!

Auch 'Falling', 'Words', 'U Bring Me Down' und 'Tell Me Why' erreichen nicht das Niveau der ersten fünf Tracks und machen den anfänglichen Gesamteindruck zunichte. 'Turn It Around' und das instrumentale 'Bella Nova' sorgen dann jedoch noch für einen versöhnlichen Abschluß.

Es bleibt also festzustellen, dass -insgesamt betrachtet- Arena der bisher schlechteste Output der Nach-Wetton-Phase ist. Es gibt einige gute und ein geniales Stück sowie eine Reihe für Asia-Verhältnisse unglaublich schwache Leistungen.

Anspieltipp(s): The Day Before The War
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.7.2002
Letzte Änderung: 29.8.2002
Wertung: 12/15
Tracks 1 bis 5, 11 und 12 eine klare Note 12; über die Tracks 6 bis 10 legen wir den Mantel des Schweigens

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 4)


Aber hallo. Zwei Jahre später: ein neues Asia-Werk erblickt das Licht der Welt und alleine die ersten beiden Stücke sind interessanter als der Vorgänger Aria. "Into the arena" ist von Oliver sehr treffend mit Santana verglichen worden. "Arena" wartet mit verschlepptem Schlagzeuggroove, toller Basslinie, die das Klangbild dominiert, und einem stimmigen Gitarrensolo auf. Eine der stärksten Kompositionen seit Asia. "Heaven" kopiert dreist Pink Floydeske Gitarrentupfer und ist in der Folge ein gutes eingängiges Poprock-oeuvre. Stilistisch werde ich allerdings wieder an das schwache Aria erinnert. Grossartig weiterentwickelt oder verändert haben sich Asia in diesen 2 Jahren nicht. War aber wohl auch nicht zu erwarten.

"Two sides of the moon" ist der erste SKIP-Kandidat. Lieblos und uninspiriert wird vor sich hin geschrummelt und gegrummelt. Alles schon mal dagewesen. "Never" steht dem in nichts nach und wird auch geSKIPt. Ebenso "falling". "Words" packt wieder die Schmalztöpfe aus und ringt mir ein Gähnen ab. Auch das gab`s früher schon mal. Stück für Stück verschenken Asia jetzt den Anfangsbonus und reiten das Album in seichte Gewässer, wo es unspektakulär versenkt wird. "U bring me down" hat zwar wenigstens noch ein wenig Atmosphäre zu bieten und "tell me why" ist so übertrieben melodramatisch, dass es beinahe schon wieder gut ist, doch mit dem banalen "turn it around" geht es im alten Trott weiter. Das Ende macht das seelenlose Tralala-Instrumental "bella nova".

Ich habe das stärkste Stück der Platte, "the day before the war" unterschlagen. Es verdient als einziges das Attribut "Prog" und das Prädikat "wertvoll". Zerrende Keyboardakkorde, tiefes doublebass-Gewummere und hartes Riffing eröffnen dieses dichte, stimmungsvolle Stück. Gefühlvoll und mit witzigem Männerchor (klingt beinahe wie ein gregorianischer Chor) geht es weiter, es folgt ein 6/8-Takt, eine zarte Akustikgitarre, tragende Synthiteppiche unterlegen das Ganze. Beendet wird das Stück mit einer hypnotisierend-monotonen Keyboardmelodie und fettem Synthibass worüber eine E-Gitarre weinend soliert. Das Schlagzeug wird immer intensiver, streut wilde breaks ein bis das Stück schliesslich ausgeblendet wird.

Wohl die progressivsten 2 Minuten, die Asia je gemacht haben.

Arena hat drei starke Titel zu bieten, ist bis auf "the day before the war" kein Prog und als Poprock-Album ordentlich.

Anspieltipp(s): the day before the war, arena
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.9.2003
Letzte Änderung: 22.9.2003
Wertung: 3/15
Kaum Prog! Als Poprock-Album gewertet gibt`s eine 5.

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Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 3 von 4)


Nach den beiden Tiefschlägen "Aqua" und "Aria" veröffentlichten Asia 1996 mit "Arena" ein Album, dass die geschundene Fan-Seele wieder ein bisschen beruhigen sollte.

Das Duo Downes und Payne wird hier u.a. von Elliott Randall, bekannt als erster Gitarrist von "Steely Dan", unterstützt. Inzwischen hat man sich auch an die Stimme von John Payne gewöhnt, der nicht schlecht singt, aber halt kein John Wetton ist.

Wie die beiden Kollegen schon beschrieben haben, geht's musikalisch interessant los. Den "Santana"-Effekt kann ich durchaus bestätigen. Auch die Pink Floyd-"Hommage" zu Beginn von "Heaven" ist schon deutlich hörbar, auch wenn der Titel sonst Asia-Sound pur ist. "Two Sides..." schwenkt dann noch ein Stückchen mehr auf die AOR-Schiene, bleibt aber knapp auf der "guten" Seite.

Dann kommt mit "The Day Before The War" der bereits in den anderen Rezis beschriebene AHA-Effekt. Das proggigste Stück Asia ever! Jetzt könnte ich wieder die Floskel schreiben: Alleine dafür lohnt sich der Kauf der CD... na ja, nicht ganz aber fast ;-)

Okay, den Rest des Albums kann man dann leider nicht mehr wirklich empfehlen. "Never" ist einfache AOR-Mucke, die aber wenigstens gegen Ende noch ganz nette Gitarrenarbeit bietet. "Words"... skip. Dann kommt mit "U Bring Me Down" immerhin ein schöner, atmosphärischer Song mit netter Keys-Arbeit und Breitwand-Gitarren. In "Tell Me Why" gibt's dann noch interessante orientalische Gitarreneinsprengseln und Downes bearbeitet anscheinend eine Hammond, was nicht schlecht klingt. "Turn It Around" und "Bella Noca"... schweigen.

Fazit: Bisher das beste Asia-Album der Payne / Downes-Ära, aber das will nicht viel besagen... für Melodic-Rock-Anhänger aber schon eine Überlegung wert.

Anspieltipp(s): Arena
Vergleichbar mit: Foreigner, Boston, Head East
Veröffentlicht am: 28.2.2004
Letzte Änderung: 7.7.2004
Wertung: 6/15
Der "Progfaktor" ist natürlich ziemlich gering

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Von: Georg Heep (Rezension 4 von 4)


Eigentlich versprechen so deutlich voneinander abweichende Benotungen ein ungewöhnliches Album: Kein Konsens-Mittelklassewagen, sondern irgendetwas extravagantes mit sieben Rädern ? für den einen das "Nonplusultra" für den anderen einfach nur unnötiger Krampf. Wenn sich dann noch der Name des positiv bewertenden (früheren) BBS-Redakteurs im Booklet der 2005 wiederveröffentlichten CD als "Re-Release coordinator" findet, kann das die Sache sogar noch eine Spur interessanter machen.

Ist aber nicht.

Zumindest nicht für den Prog-suchenden Musikliebhaber, für den diese Seiten gedacht sind. Ich weiß ehrlich gesagt nicht so genau, was ASIA auf ihren Platten direkt vor und nach "Arena" gemacht haben (der Text im Booklet lässt vermuten, dass das Album etwas aus der Reihe fällt - liest man sich aber auf den BBS in die Thematik ein, kommt man zu einem ganz anderen Schluss), zumindest auf "Arena" steht die Band jedoch für lupenreinen, meist kuschelig-entspannten, in ganz seltenen Fällen ("The day before the war") leicht angedunkelten AOR. John Payne mit seiner tollen Stimme und ausnahmslos eingängige Lieder ohne Kanten, aber dafür mit um so mehr Platz zum "fallen lassen" prägen das Album. Musik also, bei der vor allem solche Herzen (mal wieder) etwas schneller schlagen dürfen, die mit dem Alter und der Erfahrung mehrerer Jahrzehnte dann doch etwas zur Ruhe gekommen sind.

Stellt man "Arena" auf diese Weise in den richtigen Zusammenhang, gibt es eigentlich nicht viel zu meckern. Einige Stücke sind sogar richtig gelungen, so der Titeltrack mit seinem leichtfüßigen Refrain (auch wenn ich in dieser Plüsch-Arena höchstens "Knuddelhase" gegen die "Nackengehörnte Bettwurst" kämpfen sehe), der Ohrwurm "Two Sides of the moon" und vor allem "The day before the war" mit seiner düster-epischen Schlagseite. Dazwischen verharrt zwar so einiges im Durchschnitt und ist zumindest für meinen Geschmack viel zu keyboardlastig komponiert, aber langweilig wird es eigentlich zu keiner Zeit. Dafür sorgen schon so "lustige" Einfälle wie die Santana Einleitung, die Supertramp Entgleisung zu Beginn von "Falling" oder das "U bring me down" einleitende fern-östliche Gitarren Solo, das auf das Konto von Aziz Ibrahim (Simply Red) geht.

Ist die Musik auf Arena damit dann doch besagter Mittelklassewagen, kann man mit ihr - ein grundsätzliches Faible für nicht nur adult, sondern auch keyboard orientated Rock vorausgesetzt - zwar ohne größere Probleme seinen Frieden schließen. Dafür sorgen dann aber die Linernotes der Wiederveröffentlichung für den einen oder anderen genervten Stirnrunzler. Wird hier doch offensichtlich mit den höheren Weihen einer Prog-Veröffentlichung kokettiert, ohne dieses Versprechen dann einlösen zu können. Da ist die Rede von "doing a few more progressive tracks", von einer Vielzahl an eingebauten musikalischen Stilen (nicht nur Intros!), von acht Minuten langen Liedern (nicht nur ein einziges!), die nichts fürs Radio wären und vor allem von dem Vorhaben, weg vom AOR Sound hin zu einem mehr eklektischen Stil zu gelangen. Nun gut, nimmt man das ernst, müsste man die Benotung von Jörg und Thomas eigentlich noch unterbieten. Ich halte es jedoch eher für angebracht, auf eine BBS-Benotung ganz zu verzichten, da man auf dieser CD einfach keinen Prog findet, auch nichts irgendwie halbgar angeproggtes, sondern einfach etwas ganz anderes. Als AOR-Album würde ich "Arena" im oberen Mittelmaß sehen, etwas härtere Gitarren hätten es noch höher geschoben.

Für die Wiederveröffentlichtung wurde der Klang des Albums einem leichten Remastering unterzogen ("some extra punch at the bottom") und die Tracklist um zwei Bonustracks erweitert, wobei sich "That season" nahtlos in das sonstige Geschehen einreiht und die akustische Version von "Two sides of the moon" das Original sogar übertrifft, vor allem weil man das schmunzelige Reggae-Outro durch ein Hammond-Solo ersetzte.

Bleibt nur eine Frage: Wo ist der im Booklet erwähnte "Track 15" geblieben?

Anspieltipp(s): Arena, The day before the war
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.8.2005
Letzte Änderung: 1.3.2012
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Asia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Asia 7.40 5
1983 Alpha 3.75 4
1985 Astra 4.00 3
1986 Aurora 2.00 2
1990 [Classic Rock Legends] (DVD) 5.00 2
1990 Then & Now 2.00 3
1991 Live Mockba 09-XI-90 8.33 3
1992 Aqua 4.50 5
1994 Aria 4.75 4
1997 Anthology 2.00 1
1999 Axioms - 1
2001 Aura 5.75 4
2001 Enso Kai - Live At The Budokan Tokyo 1983 9.00 1
2002 Alive in Hallowed Halls 7.00 1
2003 Live in Buffalo 8.00 1
2004 Live in Massachussettes ?83 7.00 1
2004 Silent Nation 6.00 4
2005 Gold - 1
2005 Archiva 1 & 2 5.50 2
2005 Long Way From Home (Single) 7.00 1
2007 Fantasia. Live in Tokyo 9.00 2
2007 Fantasia. Live in Tokyo (DVD) 9.00 1
2008 Phoenix 2.67 4
2010 Omega 4.67 3
2010 Spirit of the Night - Live in Cambridge 09 9.00 1
2012 XXX 5.33 3

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