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Asia

Aura

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream
Label: Recognition Records
Durchschnittswertung: 5.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Geoff Downes keyboards
John Payne vocals, bass, guitar

Gastmusiker

Michael Sturgis drums (1,5,7,9,11)
Guthrie Govan guitar (1,2,3,5,6,7,9,10)
Luis Jardim percussion (1,3,4,5,6,9,11)
Chris Slade drums (2,12,13,14)
Vinny Colaiuta drums (3,4,10)
Tony Levin bass (3)
Steve Howe guitar (4,8)
Ian Crichton guitar (4,8,12,13,14)
Pat Thrall guitar (8)
Elliott Randall guitar (9,11)
Simon Phillips drums (6,8)
Gary Liederman bass
David Grant's Gospel Choir vocals (1,3)

Tracklist

Disc 1
1. Awake 6:08
2. Wherever You Are 5:14
3. Ready To Go Home 4:50
4. The Last Time 4:56
5. Forgive Me 5:26
6. Kings Of The Day 6:51
7. On The Coldest Day In Hell 6:25
8. Free 8:51
9. You're The Stranger 6:05
10. The Longest Night 5:28
11. Aura 4:14
12. Under The Gun   (Bonustrack) 4:48
13. Come Make My Day   (Bonustrack) 5:01
14. Hands Of Time   (Bonustrack) 5:23
Gesamtlaufzeit79:40


Rezensionen


Von: Oliver Mensing (Rezension 1 von 4)


Lange, sehr lange habe ich auf dieses Album gewartet. Der letzte reguläre Output 'Arena' liegt nun schon ganze fünf Jahre zurück. Dazwischen hielt sich die Band mit diversen Live- und best of-Veröffentlichungen über Wasser (die mehr oder weniger überflüssig waren).

Zunächst fällt das gelungene Roger Dean-Cover auf und macht Appetit auf den Inhalt. Die Musiker-Gästeliste liest sich wie das 'who is who' der anspruchsvollen Rockmusik: u.a. geben sich Steve Howe (Yes), Ian Crichton (Saga), Tony Levin (King Crimson) und Simon Phillips (Mike Oldfield, Toto) die Ehre. Das Asia-Grundgerüst bilden nach wie vor Gründungsmitglied Geoff Downes (Keyboards) und John Payne (Vocals, Guitar, Bass).

Ich muss gestehen, ich mag die Nach-Wetton-Phase. Payne hat eine wundervolle Stimme (auch live) und der gesamte Asia-Sound ist irgendwie griffiger als früher. Am ehesten lässt sich der seit Aqua (1992) eingeschlagene Weg als Bombast-Pop-Rock bezeichnen. Hier wird nicht gefrickelt oder kompliziert verschachtelter Kopf-Prog geboten, sondern feinste melodische und songdienliche Kost präsentiert. Teilweise sehr seicht und mainstreamig, aber noch immer anspruchsvoll genug um nicht in reine Popgefielde abzudriften.

Satte Keyboardpassagen und hymnisch getragene Refrains ziehen sich durch das Album wie ein roter Faden und lassen Erinnerungen an das fantastische Aria-Album wach werden. Ich glaube, wer mit Aria Spaß hatte, wird auch von Aura nicht enttäuscht sein.

Das mir vorliegende Digipack enthält gegenüber der herkömmlichen CD drei! Bonus Tracks und schraubt das Album auf eine Gesamtspielzeit von 79:58 Minuten. Respekt! Das Warten hat sich gelohnt, welcome back...

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.7.2002
Letzte Änderung: 30.7.2002
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 2 von 4)


Trotz der relativ positiven Erfahrung mit "Arena" habe ich lange gezögert meine Asia-Diskografie mit dem 2001er Output "Aura" zu komplettieren, letztlich habe ich für wenige Euro bei Ebay zugeschlagen, glücklicherweise...

Eigentlich bietet "Aura" gute Voraussetzungen: Ein sehr schönes Roger Dean-Cover lässt die alten Zeiten wieder aufleben. Das gelungene Digipak-Cover mit eingeklebtem Booklet tut sein übriges. Und dann die Besetzungsliste! Bitte an diesem Punkt mal aufmerksam die Liste der beteiligten Musiker lesen... na, schon feucht im Mundraum?

Erster verdächtiger Moment: Ein Teil der Songs sind Fremdkompositionen, davon wiederum ein Teil vom Songwriter-Duo Gouldman (ex-10 cc) / Gold, spätestens seit "Wax" keine wirklich gute Adresse mehr für anspruchsvollen Rock.

Na dann mal los: "Awake" beginnt ganz annehmbar mit flotten Drums, es entwickelt sich ein typischer Asia-Bombast-Rocksong. Nicht schlecht! "Wherever You Are" beginnt im gleichen Stil (sehr schöner Piano-Spot von Geoff Downes), fällt aber stark ab und produziert eine Art melodischen Gleichklang mit ekligem Zuckerguss, der fortan leider alle Titel beherrschen soll.

Wie schreibt Kollege Oliver so schön? "Die Musiker-Gästeliste liest sich wie das 'who is who' der anspruchsvollen Rockmusik", ja, aber spielen tun sie wie die "Liga der gesichtslosen Studiomusiker-Gewerkschaft". Gegen diese Auftritte haben "Toto" ja richtig Charakter... Es ist sehr schade, dass Musiker wie Steve Howe, Ian Crichton, Tony Levin oder Vinny Colaiuta anscheinend einfach ihre musikalische Identität an der Studiotür abgegeben haben und ziemlich belanglose Mucke abliefern. Glücklicherweise ist im Booklet genau aufgelistet, wer in welchem Titel spielt, sonst wäre es wohl unmöglich das herauszufinden. Und wenigstens kann man die Musik einigermassen "nebenbei" laufen lassen ohne gestört oder genervt zu werden.

Es dauert bis zum achten Track, "Free", bis man mal wieder aus der Lethargie gerissen wird. Plötzlich singt John Payne engagiert, der Song groovt, Geoff Downes drückt endlich mal die richtigen Tasten und dann die Gitarrenparts: Cool, endlich mal Leben, wenn Ian Crichton, Steve Howe und Pat Thrall versuchen sich gegenseitig die Bälle zu zuspielen.

Leider nur ein Strohfeuer... die folgenden Titel plätschern wieder nur aus den Boxen. Da helfen auch gelegentlich gelungene Gitarrenparts (interessanterweise bietet gerade der mir bis dato unbekannte Guthrie Govan die besten Einlagen, und das bei dieser prominenten Konkurrenz) oder nette Percussion-Einfälle nichts.

Die Bonus-Tracks setzen leider das bisher gebotene nahtlos fort. Das geht soweit, dass einen kleinere interessante Einlagen, wie ein gelungenes Gitarrensolo von Ian Crichton am Ende von "Come Make My Day" oder der orgellastige Einstieg in "Hands Of Time" förmlich hochreissen. Auf einer anderen CD hätte man sowas wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen. "Hands Of Time" entwickelt sich dann sogar noch mit relativ heftigen Gitarrenparts und coolem Gesang von John Payne zu einem versöhnlichen Album-Abschluss. Hier gibts nochmal Asia-typischen Bombast-Rock.

Tja, bei dieser Materialschlacht nur drei einigermassen gute Songs, leider enttäuschend. Trotzdem ist dieses Album wahrscheinlich der beste Output der Downes / Payne-Ära (das habe ich auch schon beim Vorgänger "Arena" konstatiert... vielleicht doch ein kleiner Aufwärtstrend?). Und wie oben schon bemerkt: Als Hintergrund-Musik bei Parties oder zum Autofahren ist das Album sogar richtig gut ;-) Die Hoffnung stirbt zuletzt: Für Juli / August 2004 ist tatsächlich ein neues Studioalbum angekündigt... und vielleicht bekommen die Jungs ja da wieder die Kurve?

Anspieltipp(s): Awake, Free, Hands of Time (allerdings sollte man der Rest komplett auslassen)
Vergleichbar mit: Toto, Boston, Foreigner
Veröffentlicht am: 29.2.2004
Letzte Änderung: 25.8.2004
Wertung: 7/15
Mit einem Fan-Bonus-Punkt

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 4)


Was für eine Verschwendung von Potenzial! Da hat man nun die Crème der Studio-Musiker bis hin zu Crimson- und Zappa-Leuten versammelt und produziert gründlichst an den Möglichkeiten vorbei. Was hätte da für eine erfrischende Perle des AOR draus werden können. Hätte... werden können...

Leider sind die Songs voll geleckter Schlagerhaftigkeit mit zu oft wiedergekäuten Melodien und abgeschmackten Rhythmen. Die Arrangements gähnen vor fahrstuhlhafter Harmlosigkeit, garniert mit vollständig blutleeren Instrumentalpassagen. Der belanglose musikalische Leerlauf ließe sich in der Tat nebenbei gut ertragen, wären da nicht eben diese Melodien, wie frisch aus der Hitparade 19hundertschnee. Wenn man’s erträgt, kann man aber gelegentlich über so viel Naivität schmunzeln. Die passabelsten, äh, am ehesten passablen, ich meine, die Titel, die, äh, ach vergesst es einfach...

Asia laufen hier voll in die Mainstream-Falle: Gerade mainstreamorientierte Rockmusik gerät rasch in die Gefahr, sich in zahnlosen Klischees und tausendmal so ähnlich gehörten Melodien und Arrangements zu verlieren. Guter Mainstream kommt dann heraus, wenn Melodien und Arrangements ein paar einigermaßen lebendige Ideen mit zumindest ein klein wenig Biss aufweisen, wie es Asia auf dem Nachfolgealbum Silent Nation endlich wieder gelungen ist. Aura aber ist die Karikatur eines AOR-Albums, voll überstrapazierter Totohaftigkeit.

Anspieltipp(s): Free (klingt doch vergleichsweise frisch) The longest Night (sülzt zwar schlimm, aber der Refrain hat was)
Vergleichbar mit: (Toto plus Electric Light Orchestra) hoch drei
Veröffentlicht am: 7.12.2004
Letzte Änderung: 23.5.2007
Wertung: 3/15
1 Sonderpunkt für das fast durchgängig gleichbleibende Niveau der Songs, das der Scheibe ihre spezielle "Aura" verleiht

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Die Qualität der Besetzungsliste verhält sich auf diesem, ich nehme es vorweg, grottenschlechten Album umgekehrt proportional zur Qualität der gebotenen Musik. Hätte ich nicht schon bei früheren outputs der Band die Note 1 vergeben, jetzt wäre sie allemal fällig. Doch ASIA decken mit den meisten ihrer Alben gekonnt den Bereich von schlecht bis grottensauschlecht ab.

Ich stimme völlig mit Christians Rezension überein. Aura ist ein musikalischer Offenbarungseid, kompositorischer Magerquark und schlicht eine Zumutung für des Hörers Ohren.

Wenn man Asia wegen ihres Bombastes geliebt hat, so ist er hier nur noch marginal zu finden, die Alben der frühen Bandphase waren da allemal bombastischer, speziell Astra. Einzige Ausnahme macht hier "free", welches aus dem Einheitsbrei noch etwas herausragt, doch das rettet die Scheibe auch nicht.

Die Kompositionen sind eindimensional, arm an Abwechslung, arm an Spannung. Cracks wie Phillips oder Colaiuta sind völlig verschwendet. Das hätte jeder drittklassige Studiomusiker auch spielen können.

"Teilweise sehr seicht und mainstreamig, aber noch immer anspruchsvoll genug um nicht in reine Popgefielde abzudriften." (Ende Zitat). Verzeihung, aber die Platte ist von A bis Z völlig seicht und absolut anspruchslos. Und Asia ist nicht erst mit Aura völlig in Popgefilde abgedriftet.

Fazit: Aura ist das schlechteste Album, das Asia abgeliefert haben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.12.2004
Letzte Änderung: 9.12.2004
Wertung: 1/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Asia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Asia 7.40 5
1983 Alpha 3.75 4
1985 Astra 4.00 3
1986 Aurora 2.00 2
1990 [Classic Rock Legends] (DVD) 5.00 2
1990 Then & Now 2.00 3
1991 Live Mockba 09-XI-90 8.33 3
1992 Aqua 4.50 5
1994 Aria 4.75 4
1996 Arena 7.00 4
1997 Anthology 2.00 1
1999 Axioms - 1
2001 Enso Kai - Live At The Budokan Tokyo 1983 9.00 1
2002 Alive in Hallowed Halls 7.00 1
2003 Live in Buffalo 8.00 1
2004 Live in Massachussettes ?83 7.00 1
2004 Silent Nation 6.00 4
2005 Gold - 1
2005 Archiva 1 & 2 5.50 2
2005 Long Way From Home (Single) 7.00 1
2007 Fantasia. Live in Tokyo 9.00 2
2007 Fantasia. Live in Tokyo (DVD) 9.00 1
2008 Phoenix 2.67 4
2010 Omega 4.67 3
2010 Spirit of the Night - Live in Cambridge 09 9.00 1
2012 XXX 5.33 3

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