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Dream Theater

Six degrees of inner turbulence

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Elektra / Warner
Durchschnittswertung: 6/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

James LaBrie vocals
Mike Portnoy drums
John Petrucci guitars
John Myung bass guitar
Jordan Rudess keyboards

Tracklist

Disc 1
1. The Glass Prison 13:40
2. Blind Faith 10:21
3. Misunderstood 9:23
4. The Great Debate 13:46
5. Disappear 6:45
Gesamtlaufzeit53:55
Disc 2
1. Six Degrees Of Inner Turbulence

1. Overture
2. About To Crash
3. War Inside My Head
4. The Test That Stumped Them All
5. Goodnight Kiss
6. Solitary Shell
7. About To Crash (Reprise)
8. Losing Time / Grand Finale

42:04
Gesamtlaufzeit42:04


Rezensionen


Von: Kai Lorenz Kruppa @ (Rezension 1 von 3)


Die Erwartungen seitens der Anhänger war immens, das Ergebnis abzusehen: Die neueste Veröffentlichung der US-Amerikaner ist eine Enttäuschung. Dream Theater haben es verpaßt, ihr neues Album nahtlos in die Reihe vergangener Veröffentlichungen zu stellen. Tendenzen dahingehend waren schon beim 1999er Album zu spüren. Kritisch wird die Lage, wenn einem bewußt wird, daß der Bruch mit ihrer musikalischen Vergangenheit mehr oder minder bewußt vollzogen wurde: Wenn man sich abends ein Pantera-Konzert 'reinzieht', um am nächsten Morgen den Druck zu verspüren, "The Glass Prison" zu schreiben, dann scheinen die Wurzeln, die Dream Theater während Ihres Musikstudiums geschlagen haben, endgültig gekappt. Unnötige, ja ärgerliche Affekthascherei ist das bittere Ergebnis!

Das neue Doppel-Album präsentiert sich auf den ersten Blick als eine Veröffentlichung, wie sie von der treuen Anhängerschaft erwartet wurde. Technisch perfekt, freilich auch reich an neuen Ideen, fehlerfrei abgemischt, tadelloser Klang. Den 'Haken' allerdings entdeckt man erst später: Alle Stücke bleiben Fragmentansammlungen, die von hochprofessionellen Musikern derart gekonnt kombiniert bzw. verpackt wurden, daß es einem schier nicht auffällt. Einen emotionalen Zugang zu ihnen findet man jedoch nicht! Natürlich lassen sich wieder Sequenzen entdecken, die einem die Luft rauben! Natürlich bleibt einem wieder die Spucke weg, wenn man merkt, daß hier die Grenzen des spielerisch Möglichen nahezu erreicht wurden. Wenn man aber das Album aus einer kritischen Distanz heraus betrachtet, erscheinen diese vereinzelten Pluspunkte wertlos! Das Album ist staubtrockene, emotionslose Hochleistungsmusik, die ihre Durchschlagskraft vornehmlich in der Omnipotenz des Technischen findet!

Absoluter Tiefpunkt der Veröffentlichung ist die sogenannte "Overture". Dabei handelt es sich um eine Anreihung simpelster Heavymetal-Passagen, die die, pardon, grunzend-langhaarigen Otto-Normal-Vertreter dieser härteren Richtung der Rockmusik nicht hätten schlechter machen können. Rage, Savatage, Running Wild & Hammerfall lassen grüßen! So viel Einfallslosigkeit tut schon weh! Tadel für Keyboarder Jordan Rudess, der, nach den Worten von Mike Portnoy, die Hauptverantwortung für dieses Instrumentalstück trägt. Überhaupt ist es völlig unverständlich, warum er, Rudess, sein immenses Potential, daß er beispielsweise auf "Feeding the wheel" zeigte, nicht bei Dream Theater einbringen kann.

Mir scheint der Titeltrack (= CD 2) eine unstrukturierte Ansammlung verschiedenartiger Ideen zu sein, die in keinen rechten Zusammenhang treten wollen. Das Stück ist damit Lichtjahre von "Change of Seasons" entfernt, in dessen "Tradition" sich "Six degrees..." wohl stellen will. Relativ lieblos reihen sich die einzelnen Stücke aneinander; eine Stimmung scheint sich dabei nicht aufbauen zu wollen (siehe oben). Manchmal hat man den Eindruck, die Titelmusik einer US-amerikanischen Lifestyle-Serie zu hören! Kurzum: "Six degrees of inner turbulence" ist ein Industrieprodukt! Das sind die Veröffentlichungen von Britney Spears übrigens auch. Eines unterscheidet sie aber noch von Dream Theater: Die Interpretin ist auch eines!

Anspieltipp(s): Blind Faith
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 31.7.2002
Letzte Änderung: 13.12.2007
Wertung: 5/15
Der vorläufige Tiefpunkt ihrer Discographie!

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 3)


Kurz und schmerzlos mein Senf zu 6doit:

"glass prison": LaBrie hat selten schlechter gesungen, der Sound ist dünn, das Schlagzeug in den Hintergrund gemischt. Musikalische Einfälle? Fehlanzeige!

"blind faith": etwas Atmosphäre zu Beginn, Gitarrengeschrumme einmal Marke "the edge" (U2), dann Marke "Burchill" (Simple Minds), LaBrie intoniert weiter grässlich vor sich hin.

"misunderstood": zuerst eine einschläfernde Ballade, dann hartes riffing und Breitwand-Sound, ein singendes Gitarrensolo, das ganz gut gelungen ist und abschliessend blubbernd-perlende Keyboardläufe. In Ansätzen ganz ordentlich.

"great debate": gefällt mir gut. Es beginnt mit abgrundtiefem Grummelbass und Sprachfetzen, dann setzen wilde drums und hartes riffing ein. LaBrie`s Stimme ist emuliert. Hektisch, temporeich, treibend, hart jagen die Musiker durch 13 kurzweilige Minuten. Erinnert mich teilweise an "the mirror/lie" (Awake).

"disappear": dünn, erinnert zu Anfang von der Melodieführung und der bassline an die Platte Disintegration von Cure. Langweilige Sülzballade.

"6doit: overture": bombastisch-hymnische Keyboards, etwas viel Pathos, beinahe queenesque Gitarrensounds, dann eine Portion Musicalstimmung Marke A.L.Webber. Das Stück ist abwechslungsreich und absolut untypisch für Dream Theater. Fanfaren, Stimmungsaufbau, Dramatik. Gut. Nahtlose Überleitung in

"about to crash": Piano, gefolgt von einem schleppenden groove, dann wieder LaBrie, gekonnt danebenliegend und nervend. Das Stück ist banalstes Machwerk. SKIP.

"war inside my head": double bass gewummer, darüber eine wimmernde Gitarre, nettes Interludium.

"the test that stumped them all": ein druckvolles Stück aus der härteren Ecke. Davon hätte man sich etwas mehr gewünscht. Da wird schweisstreibend in die Saiten gegriffen, gefrickelt und gerockt. Die Stimme ist rauh und erträglich, das Stück erinnert teilweise ein wenig an Metallica.

"goodnight kiss": lahme Ballade, berührt mich nicht.

"solitary shell": verspielt, fröhlich-beschwingt, aber: das ist ein "solsbury hill"-Klon. Schämt euch. Der Schluss ist schön proggy.

"about to crash: reprise": straight, nochmals etwas Rock und Dampf. Nichts besonderes.

"losing time/grand finale": schliesslich das bombastisch-pathetische Schlussbouquet. Leider ist die Stimme völlig blutleer, ohne Gefühl und Ausdruck, nervt in den hohen Tonlagen. AOR. Kann mich nicht packen. Die Scheibe ist durch.

Bleibt nicht viel hängen. Ein schwaches Album mit 2-3 Lichtblicken. Bisher der absolute Tiefpunkt im Schaffen des Traumtheaters.

Anspieltipp(s): great debate, overture
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.11.2003
Letzte Änderung: 6.5.2006
Wertung: 4/15
Finger weg!

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 3)


Mit dem letzten Studioalbum legten DREAM THEATER ein gutes Konzeptalbum vor, das im nachhinein betrachtet sicherlich etwas zu hohe Wertungen von mir bekam. Trotzdem war es schwer genug für die Band, diesem Album einen würdigen Nachfolger zu präsentieren.

Und ich muss sagen, beim ersten Hören war ich auch nicht gerade enttäuscht. Doch nun, nachdem das Album mindestens 20 mal gelaufen ist, macht sich sowas wie Enttäuschung breit. Ich schaffe es einfach bei lediglich einem Stück wirklich zufrieden zu sein. Und dieses Stück heißt "Misunderstood", welches sehr ungewöhnlich und harmonisch daherkommt. Und harmonisch ist genau das Wort das ich suche: Vielfach wirken die Songs arg gestückelt, besonders das Titelstück will absolut nicht zünden. Da werden zwar tolle Ideen präsentiert, aber die Übergänge, die DREAM THEATER sonst "nahtlos" hinbekamen, wirken irgendwie einfallslos. Des Weiteren fehlt mir voll der rote Faden... Nette Einzelsongs, aber als Gesamtwerk zu unreif. So, nun habe ich mal von hinten angefangen. Zur CD 1.

Zudem finde ich den Drumsound einfach nur schlecht. Die Snare klappert und die Bassdrum klingt irgendwie vollkommen platt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich vielen guten Ideen nicht so viel abgewinnen kann. Als alter Anhänger des Metals gefällt mir "The Glass Prison" trotzdem sehr gut. Viele hart riffende Gitarren und sackstarke Soli stecken drin. Neue Elemente wie Scratching probiert man zwar aus, wagt sich dabei allerdings nicht sehr weit aus dem Fenster. Enttäuschend ist die Nähe zu METALLICA. Einige Riffs klingen doch sehr nach deren "Master Of Puppets" Album. "Blind Faith" nervt mich gewaltig. Besonders der gesungene Refrain kling so alltäglich. Ausserdem kommt man irgendwie nicht an den Punkt, an dem endlich mal was Bewegendes passiert. "Misunderstood" ist dann eine Art Ballade, die wirklich unter die Haut geht. Sehr schöne Melodien, dazu zuckersüße oder hart riffende Gitarren, tolle Keyboardteppiche und vor allem eine Steigerung im Song. Bei "The Great Debate" kommt dann wieder nicht wirklich auf den Punkt. Bewegendstes sind noch die Nju-Metal Elemente. Mit "Disappear" kommt dann noch die obligatorische Ballade. Mal abgesehen von den leicht rosarot angehauchten Melodielinien beim Gesang, ein nettes Stück.

Insgesamt ist "Six Degrees..." sicherlich nicht DER Überhammer geworden, als der er angekündigt ist. Vielfach liegt das an dem Eindruck des Stückelns, vielfach knüppelt aber der Drumsound einfach auch viele tolle Momente unter - und vielleicht habe ich einfach auch immer noch eine viel zu hohe Erwartungshaltung bei dieser Band.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.11.2003
Letzte Änderung: 8.1.2004
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dream Theater

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 Majesty - the official 1986 Demo 9.00 1
1989 When Dream And Day Unite 11.00 3
1992 Another day (Single) - 1
1992 Images and Words 12.00 4
1993 Live at the Marquee 7.00 1
1994 The silent man (Single) - 1
1994 Awake 12.33 3
1994 Lie (Single) - 1
1995 A Change Of Seasons 9.50 2
1997 Falling Into Infinity 6.00 2
1997 Hollow years (Single) - 1
1998 Once In a LIVEtime 7.67 3
1999 Metropolis Pt. II - Scenes From a Memory 12.00 7
2000 Through her eyes (Single) - 1
2001 Metropolis 2000: Scenes From New York 11.00 1
2001 Live Scenes From New York 10.00 1
2003 Train of thought 9.67 6
2003 Master of Puppets (Official Bootleg) 10.00 2
2003 The Number of the Beast (Official bootleg) 8.00 2
2004 Live at Budokan 10.50 2
2004 Live at Budokan (DVD) 12.00 1
2004 When dream and day reunite (Official bootleg) 11.00 1
2005 Octavarium 10.29 7
2005 Dark Side of the Moon (Official bootleg) 9.00 2
2006 Score - 20th Anniversary World Tour 7.00 1
2006 Score - 20th Anniversary World Tour (DVD) 12.00 1
2006 Made in Japan (Official bootleg) 10.00 1
2007 Systematic Chaos 8.00 4
2008 Chaos in motion 2007-2008 10.00 1
2009 Uncovered 2003-2005 (Official bootleg) 8.00 1
2009 Black Clouds & Silver Linings 10.00 2
2011 A Dramatic Turn of Events 11.80 5
2013 Dream Theater 8.67 3
2013 Live at Luna Park 13.00 1
2016 The Astonishing 8.50 3

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