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Michael Brückner

R is for "Rocket" and S is for "Space"

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Brückner all instruments (keyboards, synthesizers, programming)

Tracklist

Disc 1
1. Into The Darkness 2:00
2. L`Etoile Inconnue 4:24
3. Farewell To The Master 6:02
4. The Root Of Ampoi 6:01
5. Now:Zero 1:28
6. The Million-Year Picnic 9:37
7. R Is For "Rocket" 6:02
8. Ether Breather 7:03
9. The Venus Hunters 5:22
10. Thirteen To Centaurus 7:43
11. S Is For "Space" 14:14
12. Jadibra' aan (hidden track) 5:36
Gesamtlaufzeit75:32


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @


R is for "Rocket" and S is for "Space" ist mein erster Kontakt mit der Musik von Michael Brückner. Das Booklet zur CD, welche zwischen 2010 und 2012 vom Künstler im Alleingang eingespielt und produziert wurde, gibt nur spärliche Informationen mit den Namen der einzelnen Titeln und dem Hinweis auf den Künstler Gerald Wirtz, der das Cover gestaltet hat. Auf Nachfragen erfährt man dann aber von Brückner weitere interessante Details zu seinem Werk.

Die Musik wurde auf einem M-AUDIO Oxygene 61 Masterkeyboard eingespielt, die Sounds von einem Waldorf Blofeld Synthesizer generiert. Hierbei kamen ausschliesslich Klänge eines einzigen Sets mit Namen Blofeld Xperience Vol.1 zum Einsatz, welches vom Sound-Designer und Musiker Jörg Schaaf programmiert wurde. Einzig für den zweiten Titel, für den Brückner einen klassischen Jarre-Sound wollte, verwendete er einen anderen Synthesizer. Brückner outet sich gleichzeitig als grosser Bewunderer der Musik Schaafs, der u.a. mit Klaus Schulze zusammengearbeitet hat, und widmet ihm dieses Album.

Eigentlich wollte Brückner nur einige Tracks mit diesem Soundset aufnehmen, um sie dann Schaaf zu schicken. Mit der Zeit entstand dann die Idee, ein ganzes Album im Stile der Vorbilder Schaafs (Schulze, Jarre, Schmoelling) zu komponieren und es dem "Schöpfer" der Klänge als Geburtstagsgeschenk zu schicken. Eine Veröffentlichung war ursprünglich nicht geplant.

Da sich wie oben erwähnt kein klassischer Jarre-Sound in "Blofeld Xperience Vol.1" fand, wurde das Projekt einige Zeit auf Eis gelegt. Als sich 2011 abzeichnete, dass Brückner sein erstes Album auf einem Label würde veröffentlichen können (100 Million Miles under the Stars) und dass dies nach bis dahin mehr als 90 Alben im Eigenvertrieb die Nummer 100 werden könnte, wenn er vorgängig noch einige Alben mit älterem Material herausgeben würde, holte er auch vorliegendes Material wieder hervor und komplettierte es. Da die Musik nach O-Ton des Künstlers "retro und klischeehaft" war, entschied er sich, das Ganze zusätzlich noch in ein nicht minder klischeehaftes Weltraum-"Design" zu verpacken. So ist jeder Titel aus einer klassischen Science-Fiction Story entliehen mit Ausnahme des "Jarre"-Titels "L`Etoile inconnue". Das Coverdesign ist im Comic-Stil der 50er Jahre gehalten und passt ebenfalls perfekt zum Gesamtpaket.

R is for "Rocket" and S is for "Space" ist das 97. Album des Künstlers (so viele hat nicht einmal Rick Wakeman veröffentlicht). Ich kenne wie gesagt keines der bisherigen Alben von Brückner, kann dieses also im musikalischen Gesamtkontext des Künstlers nicht wirklich einordnen. Meine Bezugspunkte im Feld der elektronischen Musik sind mit Jean-Michel Jarre, Mike Oldfield, Kraftwerk, Tangerine Dream und ein paar Brocken László Hortobágyi überschaubar.

Zu den Klängen. Diese sind interessant und vielseitig genug, dass eine ausreichende Abwechslung entsteht. Die Qualität der Aufnahme ist sehr gut, der Sound klar, sehr sauber, die Synthibässe gehen tief in den Keller und sind nie matschig.

Die Kompositionen empfinde ich als eine beinahe endlose Klangkollage. Ich könnte ein Tonband davon anfertigen, es in einer Endlosschleife abspielen und könnte kaum sagen, welches das Erste und welches das Letzte Stück ist. Ich könnte an irgendeinem Punkt einsteigen und die Musik würde ihre Wirkung entfalten. Sie nimmt einen auf eine Reise in die unendlichen Weiten des Raumes mit, wirkt endlos, mitunter auch ziellos. Sie ist häufiger entspannend als spannend, wirkt mitunter beinahe hypnotisierend und niemals störend. Das hört sich jetzt vielleicht etwas negativ an, ist es aber nicht und ist auch nicht so gemeint. Im Gegenteil: in völliger Dunkelheit genossen entfaltet die Musik eine tolle Wirkung. Als Hörer fühle ich mich dabei physisch wohl. Bitte mehr davon!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.4.2017
Letzte Änderung: 2.4.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Michael Brückner

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Incarnation Generator 9.00 1
2002 The Outsider 11.00 1
2003 Breakfast On Yuggoth 11.00 1
2006 trips and ticks 6.00 1
2011 Endless Mind Portal 9.00 1
2012 100 Million Miles under the Stars 11.00 1
2013 Naura 7.00 1
2013 Kings of the Earth 9.00 1
2013 In letzter Konsequenz 9.00 1
2014 Thirteen Rites of Passage 11.00 1
2014 Two Letters from Crimea - Live at St.Peter, Frankfurt, April 2014 11.00 1
2014 Ombra Revisited 11.00 1
2016 Hikari 11.00 1
2016 Muzikhala 9.00 1
2016 The Giant Illusion 10.00 1
2016 trois briques 11.00 1
2017 Movies Moving In My Head 9.00 1
2017 All The Pieces Fit Forever 9.00 1
2017 Drones 10.00 1
2017 Mousic 5.00 1
2017 Trees Of Olivandá 11.00 1

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