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Enchant

Juggling 9 or dropping 10

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label:
Durchschnittswertung: 7.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Douglas A. Ott guitars
Ted Leonard vocals
Paul Craddick drums
Michael "Benignus" Geimer keyboards
Ed Platt bass

Tracklist

Disc 1
1. Paint the Picture 7:03
2. Rough Draft 6:14
3. What to say 4:20
4. Bite my Tongue 5:41
5. Colors fade 5:25
6. Juggling Knives 5:02
7. Black Eyes & Broken Glass 4:33
8. Elyse 5:47
9. Shell of a Man 6:01
10. Broken Wave 5:22
11. Traces 7:19
12. Know that 1:27
Gesamtlaufzeit64:14


Rezensionen


Von: Oliver Mensing (Rezension 1 von 3)


Eine feine Weiterentwicklung des Vorgängers 'Break' unter Berücksichtigung der eigenen Wurzeln. So würde ich mal das neue Werk der amerikanischen Prog-Softmetal-Heroes bezeichnen.

Ein Album, das mit jedem Hördurchgang neue Qualitäten entfaltet. Keine Musik für mal eben zwischendurch, sondern ein echtes Hörerlebnis für den anspruchsvollen Genießer. Es ist schon erstaunlich, welchen durchgehend hohen Standard diese Musiker auf all ihren Alben bieten. Und, besonders positiv, die Klang- und Aufnahmequalität nimmt von Album zu Album zu. Klangen ihre ersten drei Alben noch sehr roh und das Schlagzeug zu sehr in den Vordergrund gemischt, so haben wir seit 'Break' eine deutliche Verbesserung, die auf dem aktuellen Output noch eine Steigerung erfährt und eine geschlossene Bandleistung mit gleichberechtigten Musikern/Instrumenten liefert.

Auch Sänger Ted Leonard strebt nicht (wie früher) mit seiner wohlklingenden Stimme stimmbandreizende Höhenrekorde an. Trotzdem ist der Wiedererkennungswert einer der besten Sänger im Prog-Zirkus sehr hoch (unbedingt live ansehen/anhören!).

Musikalisch wird die/der HörerIn mit einer Vielzahl schöner Melodien und Songideen verwöhnt. Mal sanft, mal schrammelig kommen die Gitarren daher und auch die Keys wissen zu gefallen. Ich denke, für jeden Musikliebhaber was dabei.

Direkt der Opener 'Paint the Picture' brennt sich in das Ohr. Es folgt eine Prog.perle nach der anderen und es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Insbesondere die Refrains sind immer wieder pulsierend schön!

Einziger Schwachpunkt ist das Akustik-Gitarren-Intro von 'Black Eyes...'. Dieses erinnert doch sehr stark an den Gitarrenpart des Stücks 'Pure' vom Zweitling 'Wounded'. Gott sei dank entwickelt der Song sich dann doch recht schnell zur Eigenständigkeit. 'Elyse' bietet jede Menge Klangfülle. Sattes Intro, nette Keyeffekte und eine starke Songstruktur. 'Shell of a Man' ist einer dieser Songs, der in Ansätzen an Dream Theater erinnert. Enchant haben ja auch nie ein Geheimnis aus ihrer Vorliebe zu dieser Band gemacht. Nicht falsch verstehen, der Song ist kein DT-Klon (dafür ist er nicht hart genug). Das Album findet einen krönenden Abschluß mit der gelungenen Akustik-Ballade 'Know That'. Leider mit 1:27 Laufzeit viel zu kurz.

Enchant anno 2000 machen richtig Spaß! Ich freue mich auf die Tour! Eine 12 auf dem Sprung zur 13!

Anspieltipp(s): alles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.8.2002
Letzte Änderung: 29.8.2002
Wertung: 12/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 3)


Enchant, die Fünfte! Was mit "A Blueprint Of The World" als "Neo-Prog" begann ist heute ein eigener Stil. Die Herren um Doug Ott haben sich eine eigene Nische geschaffen und so wird ihr Sound von vielen auch nicht mehr als Progressive, sondern als Mainstream angesehen.

Das wird sich auch auf dem neuesten Output der Amis nicht ändern. Typisch Enchant könnte man es nenne, wobei da im Vorfeld des Albums sicherlich einige Hürden zu nehmen waren. Wenn ich mir so anschaue, aus wem sich die Band zusammensetzt, so verliert man voll den Überblick. Der einst ausgestiegene Ed Platt bedient wieder den Bass auf einigen Stücken, wird als Bandmitglied geführt. Keyboarder "Benignus" fungiert nur noch stellenweise, taucht aber in den Live Fotos der Band auf und wird dort auch mit Namen geführt. Boah, ist das kompliziert.

Aber was zählt ist halt die Musik. Alle Alben der Band haben einen hohen Anspruch, konnten mich jedoch nie soweit faszinieren, dass ich von echten Highlights sprechen würde. Das kann auch "Juggling 9 ... " nicht ändern. Es fehlt mir einfach der letzte Kick. Da ist zwar genügend Energie, der Gesang von Ted Leonhard zählt dazu wohl zu den Besten seines Genres, doch die richtige Euphorie bricht eben nicht aus. Vielleicht ist das auch gut so, denn Enchant verirren sich immer wieder zwischendurch in meinem CD Player und sind vom Langzeitunterhaltungswert kaum zu toppen. Das ist doch was.

Alle Songs besitzen ein hohes Niveau, es flacht so gut wie kein Song wirklich ab. Mit "Paint The Picture" hat man, wie auf den Alben zuvor auch, mal wieder einen super Opener am Start. Bei "Rough Draft" überzeugen Härte und Melodie. Beeindruckend finde ich, dass man verstärkt die Akkustikgitarre einsetzt als Begleitung zu den Songs. Das kann bei "What To Say" die tollen Refrains noch aufmuntern. "Bite My Tongue" fehlt etwas der Biss. Der Titel kommt etwas belanglos daher. "Colors Fade" ist irgendwie geil, irgendwie aber auch etwas kitschig. Mit "Juggling Knives" wird Drummer Paul Craddick zum Multitalent und zaubert einen geilen Groove auf dem Bass. Ein tolles Stück. "Black Eyes ..." kann wieder nicht hundertprozentig überzeugen. Auch "Elyse" könnte mehr Struktur aufweisen. "Shell Of A Man" tendiert zwischen Gefühl und Härte, mit interessanten Instrumentierungen. Bei "Broken Wave" wird es dann sehr gefühlvoll. Ein sehr schönes Stück, welches besonders durch seine Ruhe lebt. Gar jazzig beginnt "Traces" und entwickelt sich zu einem Highlight des Albums. Das kurze und sehr ruhige "Know That" bietet danach einen ruhigen Abschluß des Albums.

Enchant bleiben auch auf "Juggling 9 Or Dropping 10" sie selbst. Leider gelingt ihnen auch diesmal nicht der Schritt über ihren eigenen Schatten. Somit schaffen sie es mal wieder, ein gutes Album vorzulegen, welches jedoch den ganz großen Wurf missen läßt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.8.2002
Letzte Änderung: 8.1.2004
Wertung: 5/15

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Von: Franco Cappelletti (Rezension 3 von 3)


Ich bin bekennender Anhänger dieser Band, die es schafft, seit 10 Jahren beständig ordentliche Alben herauszubringen, mit einer Ausnahme: dieses Album...

Auch hier finden wir natürlich die bekannten Trademarks dieser Band vor, als da wären: ordentliche Produktion, sauberer Mainstream-Progrock und tadellose Leistungen der Instrumentalisten; nur hat es dieses Album leider nie geschafft, sich in meinen Gehörgängen festzufräsen, alles plätschert so dahin, verschwimmt in einem Einheitsbrei...

Zum Glück ist es Enchant mit den Folgealben (vor allem mit der ?Tug of War?) gelungen, wieder einmal Ohrwürmer und Gefühl, sprich Wiedererkennungswert, in ihre Songs zu bringen. So sei der Neueinsteiger m.E. gerade vor diesem Album gewarnt; ich finde z.B. die ?Tug of War? oder auch die ?Wounded? um Klassen besser,

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.5.2004
Letzte Änderung: 17.5.2004
Wertung: 6/15
für mich das schwächste Album einer guten Band

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Enchant

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 A Blueprint Of The World 7.33 3
1996 Wounded 7.00 1
1997 Time Lost 10.50 2
1998 Break 10.00 1
2002 Blink of an eye 7.00 3
2003 Tug Of War 9.20 5
2004 Live at last 8.00 2

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