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Michael Brückner

Movies Moving In My Head

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (Aufnahmen von 2000)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Moderne Electronica
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Brückner alles

Tracklist

Disc 1
1. Aeolis 1:25
2. Birk 0:57
3. Conflix 1:36
4. Double Faced 0:59
5. Elekktricit 1:40
6. Forlorn 1:35
7. Generous 0:57
8. Hulkees 4:09
9. Indira 0:58
10. Jugglers in Entabellé 1:35
11. Klagelied 0:52
12. Loki Loki 1:05
13. Outside 1:45
14. Queedsh 0:54
15. Soaring 1:36
16. Energy Flows 1:28
17. Jaspis 1:04
18. Oily Shifters 1:12
19. Rotation 1:11
20. Salmiakgeist 0:59
21. Visit At Night 1:35
22. Glass Bells 1:36
23. Bright Active 1:53
24. Warm And Safe 2:26
25. Night Talking 2:03
26. Weshwrop Input 0:43
27. The Calling 2:15
28. Doors Into Summer 1:36
29. Liars 1:34
30. A Gentle Thought 2:32
31. Do You Buy All This? 2:04
32. Inway Hebbeth Thee 1:12
33. Bombayspeel 1:37
34. Prozession 1:45
35. Aide-Mémoire 1:05
36. Kalimagnesia 1:36
37. Engsht 1:25
38. Boil Traffic 0:56
39. Doe-Doe Task and Whe-She-Well-He 1:05
40. Roosa 2:36
41. Fed Back 0:54
42. Childhood 1:00
43. One For Jon 1:35
44. The Dust Of Centuries 1:33
45. Leaving 1:35
Gesamtlaufzeit68:08
Disc 2
1. Movies Moving In My Head   (2017 Continuous Mix) 59:16
Gesamtlaufzeit59:16


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


"Movies Moving In My Head" ist der Auftakt zur sonst noch aus "Mousic" und "Drones" bestehenden Trilogie, und wie in den beiden anderen Fällen auch hat Michael Brückner hier in diesen Aufnahmen aus dem Jahr 2000 ebenfalls das Konzept verfolgt, viele kleine mithilfe einer Mac-Software namens "Metasynth" erzeugte Klanggebilde aneinander zu fügen. Das ist der grobe Rahmen, der auch schon auf diesen Seiten zu den beiden anderen Alben ausgebreitet worden ist - ob noch weitere Motivationen hinter der Musik auf "Movies Moving In My Head" stecken, geht aus Brückners weitschweifigen Erklärungen zur Entstehung der Aufnahmen leider nicht hervor. Andererseits ist "Movies Moving In My Head" doch schon ein ziemlich suggestiver Titel, sodass an einigen Stellen tatsächlich (konkrete, nicht bloß imaginäre) Filme in Erinnerung ruft.

So gibt es in "Outside" ein erst zirpendes, später zunehmendes Stimmengewirr, das Assoziationen an die Soundeffekte aus "Die Vögel" weckt, und auch "Visit At Night" ist recht aussagekräftig: Zu dröhnend-bedrängenden Sounds kommen klackernde Effekte, die an ein sehr nervöses Xylofon oder an - diesen Effekt kennt man wohl aus Filmen - Geschirr im Schrank bei einem Erdbeben, einem vorbeifahrenden Zug oder einem sich nähernden UFO erinnern. Ja, das würde sehr zu Filmen wie "Unheimliche Begegnung der Dritten Art" passen. "Doors Into Summer" pflegt dann wiederum ein anderes Genre, indem pfeifende bis quietschende Ambient-Klänge die legendäre Eröffnungsszene aus "Spiel mir das Lied vom Tod" klanglich nachahmen - also den wehenden Wind, das quietschende Windrad, das tröpfelnde Wasser und so weiter. Da passt es eigentlich nur ins Bild, dass das eröffnende "Aeolis" einen kurzen Augenblick lang tatsächlich nach der futuristischen Synth-Fanfare klingt, mit der früher immer das THX-Logo eingeblendet wurde.

Filmische Atmosphäre verbreitet Brückner also in einigen Stücken immer wieder mal. Auch sonst gibt es hier die von den anderen beiden Alben der Trilogie bekannte Abfolge aus Ambient-Stücken und tatsächlicher Musik. Zu letzterer gehören hier beispielsweise das von einem Herzschlag-Rhythmus geprägte "Conflix", direkt im Anschluss "Double Faced" mit Lounge-artiger Basslinie und Synth-Akkorden, das auf einer elektronischen Banjo-Imitation im 3/4-Takt basierende und deshalb skurril-humoristische "Hulkees" sowie das erst Dance-lastige, dann von einer Sequenz geprägte "Jaspis". Mehrmals (und zwar in "Klagelied", "Warm And Safe", "Aide-Mémoire" und "Leaving") kommt auch das Klavier ins Spiel und lieferd entweder introspektive Melodielinien oder nette Arpeggio-Motive, andere Stücke sind hingegen wesentlich minimalistischer ausgefallen. Hier sticht "Roosa" mit seinem netten Offbeat-Bassrhyhtmus, sägenden Sounds im Hintergrund und ein paar flirrenden Motiven hervor, zu dem nach einer guten Minute simple, aber wirkungsvolle Akkorde auf dem Synthesizer hinzukommen.

In einzelnen Stücken kann die Musik auf "Movies Moving In My Head" also wieder vollauf überzeugen. Für das ganze Album gilt das aber leider weniger. Das liegt einerseits an den einzelnen Stücken, die in schlechteren Fällen recht karg und klanglich eindimensional ausgefallen sind (so beispielsweise "Birk" mit seinen undefinierbaren Freiform-Sounds, "Queedsh", das lediglich zwischen Glasresonanz und singender Säge pulsiert, oder die Percussion-Nummer "Bombay Speel") und/oder ohne erkennbare Entwicklung (die es in den genannten besseren Stücken selbst bei Spielzeiten unter zwei Minuten definitiv gibt) daherkommen und damit lediglich wie kurze Skizzen wirken. Letzteres ist auf "Movies Moving In My Head" auch deshalb problematisch, weil es hier meistens wiederum am Zusammenhang zwischen den einzelnen Nummern fehlt. Das war später auf "Drones", wo die Stücke in einer sinnhaftigeren Reihenfolge hintereinander standen und gelegentlich noch überblendet wurden, sehr viel besser und schlüssiger gelöst worden. "Movies Moving In My Head" ist dagegen lediglich eine teils anstrengende, teils lohnenswerte Zusammenstellung diverser Skizzen und kurzer Stücke, die wohl eher über den biografischen als über den thematischen Rahmen zusammenhängen.

Der abschließende Hinweis an dieser Stelle gilt dann noch einmal dem "2017 Continuous Mix" des Materials, der auch bei dieser Veröffentlichung als separate CD enthalten ist. Hier werden - der Titel spricht es natürlich aus - die einzelnen Stücke natürlich zusammengeschnitten und gemischt, sodass sich dann ein doch sehr flüssiger, homogener Eindruck ergibt, aus dem einige der spannenderen Einfälle prägnant hervorragen. Die Grenzen zwischen den jeweiligen Stücken verwischen hier natürlich, aber zum Anhören als Gesamtwerk funktioniert dieser Mix dann doch ganz gut. Bliebe also das Fazit, wie man am besten mit "Movies Moving In My Head" umgehen kann: Den Mix hören, dann die einzelnen Originale, seine Favoriten heraussuchen - und bei seinem Lieblingsfilm vielleicht mal den Ton stummschalten und Brückner drüberlegen. Das dürfte funktionieren!

Anspieltipp(s): siehe letzter Absatz
Vergleichbar mit: frühen synthetischen Filmsoundtracks - in den besseren Momenten
Veröffentlicht am: 23.6.2017
Letzte Änderung: 23.6.2017
Wertung: 9/15
Das Original kommt auf 8 Punkte, der Mix auf 10

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Michael Brückner

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Incarnation Generator 9.00 1
2002 The Outsider 11.00 1
2003 Breakfast On Yuggoth 11.00 1
2006 trips and ticks 6.00 1
2011 Endless Mind Portal 9.00 1
2012 R is for "Rocket" and S is for "Space" 10.00 1
2012 100 Million Miles under the Stars 11.00 1
2013 Naura 7.00 1
2013 Kings of the Earth 9.00 1
2013 In letzter Konsequenz 9.00 1
2014 Thirteen Rites of Passage 11.00 1
2014 Two Letters from Crimea - Live at St.Peter, Frankfurt, April 2014 11.00 1
2014 Ombra Revisited 11.00 1
2016 Hikari 11.00 1
2016 Muzikhala 9.00 1
2016 The Giant Illusion 10.00 1
2016 trois briques 11.00 1
2017 All The Pieces Fit Forever 9.00 1
2017 Drones 10.00 1
2017 Mousic 5.00 1
2017 Trees Of Olivandá 11.00 1

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