Discovery
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Informationen
Allgemeine Angaben
| Erscheinungsjahr: |
1984 |
| Besonderheiten/Stil: |
ArtPop |
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| Label: |
Virgin |
| Durchschnittswertung: |
6.75/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Mike Oldfield |
Gitarre, Keyboards |
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Gastmusiker
| Simon Phillips |
Schlagzeug |
| Maggie Reilley |
Gesang |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
To France
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4:39
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| 2. |
Poison Arrows
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3:57
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| 3. |
Crystal Gazing
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3:02
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| 4. |
Tricks Of The Light
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3:52
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| 5. |
Discovery
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4:35
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| 6. |
Talk About Your Life
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4:24
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| 7. |
Saved By A Bell
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4:39
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| 8. |
The Lake
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12:10
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| Gesamtlaufzeit | 41:18 |
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Rezensionen

Wenn man sich mit dem Gedanken anfreundet, daß der Oldfield der 80er nichts mehr mit dem Oldfield der 70er zu tun hat, kann die Hörerin/der Hörer mit diesem 1984 erschienenen Werk durchaus was anfangen. Bis auf das instrumentale The Lake (wohl ein Zugeständnis an alle Ur-Oldfield-Fans) handelt es sich bei Discovery um ein reines Pop-Rock-Album mit Ohrwurm-Charakter. Unterstützt wird der Multi-Instrumentalist Oldfield von der Sängerin Maggie Reilly, dem Sänger Barry Palmer und wie bei Crises vom Schlagzeuger Simon Phillips (Toto).
Los geht es mit dem hittechnisch sehr erfolgreichen und von Maggie Reilly gesungenen To France. Ähnlich wie Moonlight Shadow vom Crises-Album sorgen Songs wie dieser für ein breites Publikumsinteresse und somit zu weltweit kommerziellen Erfolgen. Damit einher geht das Phänomen, das wir schon von anderen Bands bzw. Musikern kennen: Die Originalität bleibt auf der Strecke! Sämtliche Vocal-Songs folgen einem Strophe-Refrain-Rhythmus und eignen sich hervorragend als Hintergrundmusik für das wöchentliche Reinemachen im Haushalt oder ähnlichen Vergnügungen. Zum intensiven Zuhören und Genießen ist die Scheibe nicht sonderlich geeignet. Lediglich der Titel-Track Discovery läßt durch ein interessantes Gitarrensolo aufhorchen. Das bereits erwähnte instrumentale The Lake passt irgendwie nicht zum Rest der Platte und kann den verwöhnten Oldfield-Liebhaber nicht so recht begeistern. Eine Benotung fällt mir sichtlich schwer. Ich denke es gibt spätestens seit Crises zwei Arten von Oldfield-Fans: Den Liebhaber einfach strukturierter Pop-Rock-Songs und den Liebhaber episch angelegter und anspruchsvoller Instrumental-Tracks like Hergest Ridge! Da ich mich zu den letzteren zähle, kann ich gerade noch eine 8 vertreten!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.8.2002 |
| Letzte Änderung: |
29.8.2002 |
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Von: Jörg Graf @ (Rezension 2 von 4)

Oh Gott, wie gräßlich. Normalerweise fällt Gesang für mich nicht sonderlich ins Gewicht. Wenn andere einen Sänger kritisieren, zucke ich meist nur mit den Achseln. Aber Barry Palmer... Irgendwie klingt die Stimme viel zu verkrampft und die Töne trifft er auch nicht richtig. Nun gut, es wird zumindest behauptet, er hatte damals Probleme mit seiner Stimme. Aber letztlich geht es ja um das Ergebnis an sich. Nehmen wir z.B. das Titelstück 'Discovery' - das wirkt an sich schon wie l(i)ebloser Abklatsch von 'Shadow on the wall'. Und Barry Palmer grölt genau so los wie Roger Chapman, wobei ihm leider sowohl die Kraft als auch die Stimmhöhe und die Treffsicherheit fehlen. Bei 'Poison Arrows' lassen sich seine Grenzen noch deutlicher vernehmen. Während er sich zum Songeinstieg in tieferer Stimmlage noch ganz annehmbar anhört, kommt er beim Bridge/Refrain in Schwierigkeiten, sobald er höher singt. Sobald er mehr Power auf die Stimme geben will, klingt er nur noch krampfhaft gepresst und unsicher.
Die meisten Tracks sind gelebte Langeweile. Ein paar gute Ideen, aber lahm ausgeführt, einige Titel schleppen sich dahin, andere wirken im Bezug auf exakte Spielweise wie dahingeschissen. Am ehesten erinnern sie mich allein schon von der Melodieführung her an profil- und einfallslose Musik zu Kinderhörspielen. Nicht, daß Oldfield nicht schon immer einen Hang zu kinderhaften Melodien hatte, aber in diesem Popgewand wirkt das richtig scheußlich.
Ebenso die Mischung beim Instrumentalstück: ein bisschen seichte Atmosphäre, belanglose Melodien und beinahe übergangloses Aneinanderreihen von Kompositionen. Während das Intro noch ein wenig aufhorchen lässt, schwinden beim nachfolgenden banalen Rock'n'Roll-Teil jegliche Hoffnungen auf einen gelungenen Longtrack. Mir ist es jedenfalls schleierhaft, wie man diesen mit seinen früheren Streichen auf eine Ebene stellen kann.
Ein weiterer Schlag ins Gesicht ist der Sound von Simon Phillips 'Tama Drums' (warum muss die Marke eigentlich so hervorgehoben werden ?). Gerade die tieferen Toms röhren unangenehm in den ohnehin schon gewagten Klangbrei hinein.
Wenigstens die Tracks mit Maggie Reilly retten die Mißlage ein wenig. "To France" ist einfach schön, und "Talk about your life" als Reprise auch sehr interessant. "Crystal Gazing" kann aber leider schon nicht mehr ganz mithalten und genausowenig vermag sie "Tricks of the light" zu retten.
Bis dato die schwächste Platte. Aber es sollte noch schlimmer kommen...
| Anspieltipp(s): |
To France, Talk about your life |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.8.2003 |
| Letzte Änderung: |
26.1.2012 |
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Es gibt, lieber Oliver, noch den dritten Typus von Oldfield-Liebhaber: nämlich den, der beides mag. Dazu gehöre ich. Discovery war mein zweites Oldfield-Album, das ich kennenlernte (nach Tubular Bells). Damals kannte ich den Begriff Prog noch gar nicht. Es gefiel mir einfach als Album ohne jedwelches Etikett.
Discovery hat sicherlich einen sehr geringen Progfaktor und mit Ausnahme von "The lake" finden sich einfache, aber trotzdem aus der Masse der 80er-Popmusik herausragende Titel.
"To France" verzaubert mit engelsgleichem Gesang, aufgelockert durch schöne Gitarrensoli, "poison arrows" setzt die Stimmung mit Palmers Gesang, zugegeben nicht sehr speziell, fort. Das Stück rockt und lässt Dampf ab, wieder gibt`s ein Gitarrensolo.
"Crystal gazing" gefällt mir nicht besonders: "tralala crystal gazing, tralala dideldu crystal gazing", SKIP. Auch "tricks of the light" gehört geSKIPt. Ebenso "talk about your life".
Der Titeltrack fährt wieder auf der rockig-härteren Schiene.
Mit "saved by a bell" wird`s nochmal dramatisch-bombastisch-eindringlich, wobei Palmer wieder an die Grenzen seines Organs stösst. Da gefiel mir Roger Chapman, dessen Gesangsstil der gute Palmer wie mir scheint zu kopieren versucht, deutlich besser.
Abschliessend folgt der longtrack "the lake". Vielleicht die beste Prog-Single, die Oldfield komponiert hat, quasi sein "awaken" (Going For The One).
Der Anfang ist pure Spannung, der pumpende Synthibass, die kesselnden, krachenden Toms, darüber Gitarre und Keyboards. Faszinierend. Die folgende "Western-Gitarre" leitet über in ein ruhiges Zwischenspiel, in welchem verschiedenste Synthiklänge und Gitarrenlinien einen Cocoon um den Hörer spinnen. Ab 5:30 brechen immer wieder dichte Sound-Wellen über einem zusammen, ab 7:00 zieht das Tempo an. Jetzt gibt es 2 Minuten lang bombastisch auf die Ohren, göttlich das Gitarrenspiel des Meisters, aber wem sag ich das.
Nach einer kurzen Verschnaufpause folgt das Finale, eingeleitet von donnernden Toms. Der See mündet in einen Fluss, der als silbernes Band am Horizont verschwindet. Die Musik fliesst davon...
Fazit: ein Popalbum mit einer Perle für die "Hall-of-Fame" des Progrock.
| Anspieltipp(s): |
To France, The lake |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.8.2003 |
| Letzte Änderung: |
24.8.2003 |
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"Discovery" war Oldfields erstes reines Pop-Album (naja, bis auf "The Lake"), und wenn es auch nicht an seine großen Klassiker heranreicht, muss ich Oldfield doch zugestehen, dass seine Pop-Versuche hier deutlich besser ausgefallen sind als die vieler seiner Prog-Kollegen. Songs wie "To France", "Poison Arrows" oder "Saved By A Bell" zeigen, dass eingängige Musik keinesfalls niveaulos sein muss, und mit "The Lake" gibt es auch etwas für den Fan der alten Oldfield-Sachen.
Insgesamt finde ich "Discovery" ausgewogener als den etwas zerfahrenen Vorgänger "Crises".
| Anspieltipp(s): |
To France, Saved By A Bell |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
28.6.2004 |
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