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Shadowfax

Esperanto

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1992
Besonderheiten/Stil: Worldmusic / Ethno
Label: EarthBeat!
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Chuck Greenberg lyricon, synthesizers, soprano sax, flutes, bass clarinet
Stu Nevitt drums, percussion
Phil Maggini bass, additional keyboards
Armen Chakmakian grand piano, synthesizers

Gastmusiker

L Shankar vocals, douple violin on 6
Emil Richards percussion, marimba on 1, 3, 5, 6
Cash McCall guitar on 9
Ramon Yslas congas on 2, 3, 8

Tracklist

Disc 1
1. The Return Of The Nairobi Trio   (Greenberg) 5:12
2. Neither Here Nor There   (Chakmakian, Greenberg) 5:31
3. Foundwind   (Maggini) 5:02
4. Moonskater   (Greenberg, Chakmakian) 4:19
5. Tropico Blue   (Greenberg) 3:54
6. Tanah Lot   (Maggini) 5:07
7. Duet For Shar   (Maggini) 5:44
8. Include Me Out   (Nevitt) 4:46
9. Blue In The Face   (Nevitt) 5:28
Gesamtlaufzeit45:03


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @


Esperanto. Die universelle Sprache, die entwickelt wurde, um kulturelle Grenzen zu überwinden und die Kommunikation unter den Menschen aus unterschiedlichsten Ländern zu erleichtern. Der Titel ist eigentlich recht passend für das, was Shadowfax seit Too far to whisper machen, nämlich eine Mischung aus New Age, Jazz und World Music. Die Band hat verschiedene Stile gemischt und Instrumente aus anderen Musikkulturen verwendet. Mit ihrem letzten Album Folksongs For A Nuclear Village gewann man damit gar einen Grammy und hatte in unterschiedlichen Charts Achtungserfolge. Auch Esperanto wurde wiederum für den Grammy nominiert, musste dann aber Enya den Vortritt lassen.

Musik an sich ist ja schon ein Esperanto, welches die Menschen sich auf einer emotionalen Ebene verständigen und verstehen lässt. Bei diesem Album allerdings habe ich so meine Schwierigkeiten, will der Funke nicht richtig überspringen. Eigentlich gibt es nur ein Stück, das letzte, bei dem ich voll mitschwinge. Doch von vorne...

Auch auf Esperanto fährt die Band um Frontman Greenberg wieder ein ganzes Arsenal an Rhythmus-, Saiten- und Blasinstrumenten aus aller Welt auf, ergänzt durch die Instrumente der "klassischen" Rockband. Und auch der Signature-Sound in Form des Lyricons ist wieder mit von der Partie.

Gleich zu Anfang spielt Greenberg eine schöne Saxophon-Melodei über einem hypnotischen Trommel- und Marimbafundament, die Komposition ist allerdings etwas variationsarm. Im zweiten Titel grummelt ein schöner Bass durch die Gegend, nach einleitendem 4/4- folgt ein schön verschleppter 7/8-Takt, die Melodie wird von einem irgendwie leicht "überblasenen" Synthesizer gespielt, im Mittelteil gibts ein Percussion-Solo, das Stück als Ganzes rockt. Ist gut gelungen.

Ab hier wird es dann irgendwie uninspirierter, statischer, schleichen sich Längen in die Stücke ein, kurz: es wird langweiliger. Dabei sind vor allem die Kompositionen von Bassist Maggini von doch recht seichter Güteklasse. Daran ändert auch ein kurzes angejazztes Pianointerludium in Foundwind oder eine 1001-Nacht-Attitüde in Tanah Lot nichts. Entspannend ist das Ganze, keine Frage, aber eben auch nicht gerade spannend.

In Moonskater (Lyricon) und in Tropico Blue (Saxophon) beweist Greenberg seine Musikalität und Virtuosität, allein: die Stücke sind ansonsten nicht memorabel. Duet For Shar ist ein von warm singendem Bass und Piano geprägtes NewAge-Stück, welches den Stil der früheren Alben zurückbringt. Gefällt mir gut. Include Me Out kombiniert diesen warmen Bass mit dem Saxophon und groovigen Beats. Ebenfalls gelungen.

Zum Schluss folgt dann der beste Titel des Albums, der stilistisch eigentlich nicht richtig drauf passt. Bis hierhin war alles entspannt, lyrisch, im Midtempo-Bereich gehalten, jetzt wird es richtig beschwingt, fröhlich, flott.

Ein flotter Samba-Groove beginnt, darüber legt sich ein herrlich grummelnder, geschäftiger Bass, die Gitarre spielt zurückhaltende Akkorde mit südamerikanischem Flair. Und dann setzt Greenberg mit einer wunderschönen Flötenmelodie ein. Wie ein Vogel, der den ersten Sonnenstrahl des Morgens spürt und den nahenden Frühling besingt. Auch das Piano tupft passende Akkorde und kurze Melodien dazwischen. Das Stück feiert das Leben.

Insgesamt hat Esperanto seine Licht- und Schattenseiten. Das Album beginnt gut und endet stark. Vor allem die Kompositionen von Greenberg und Schlagzeuger Nevitt überzeugen. Dazwischen finden sich aber auch einige Längen, so dass das Album als Ganzes eher zu den schwächeren der Band gehört. Blue In The Face ist aber ein Titel, der Spass macht. Der Frühling kann kommen.

Anspieltipp(s): Blue In The Face, Include Me Out, The Return Of The Nairobi Trio
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.2.2018
Letzte Änderung: 12.2.2018
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Shadowfax

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Watercourse way 12.33 3
1982 Shadowfax 5.00 1
1983 Shadowdance 8.00 1
1984 The dreams of children 9.00 2
1986 Too far to whisper 11.00 1
1988 Folksongs For A Nuclear Village 10.00 1
1990 The odd get even 12.00 1
1995 Shadowfax live 5.00 1

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