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Motorpsycho

Behind The Sun

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Psychedelic
Label: Stickman Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bent Sæther vocals, bass, 12- & 6-string acoustic and electric guitars, mellotron, percussion
Hans Magnus Ryan vocals, electric and acoustic guitars
Kenneth Kapstad drums

Gastmusiker

Reine Fiske electric and acoustic guitars, mellotron
Thomas Henriksen piano on „The Magic & The Wonder“
Ole Henrik Moe saw on „Cloudwalker“, viola on „Ghost“ and „Kvæstor“
Kari Rønnekleiv violin on „Ghost“ and „Kvæstor“

Tracklist

Disc 1
1. Cloudwalker (A Darker Blue) 6:05
2. Ghost 6:37
3. On A Plate 4:08
4. The Promise 4:40
5. Kvæstor (incl. Where Greyhounds Dare) 7:09
6. Hell, Part 4-6: Traitor / The Tapestry / Swiss Cheese Mountain 12:2
7. Entropy 7:22
8. The Magic & The Wonder (A Love Theme) 4:40
9. Hell, Part 7: Victim Of Rock 7:35
Gesamtlaufzeit60:18


Rezensionen


Von: Markus Peltner @


„Behind The Sun“ ist bereits das siebzehnte Studioalbum der norwegischen Rock Band Motorpsycho, die sich im Jahr 1989 in Trondheim, Norwegen gegründet hat. Mit Bent Sæther und Hans Magnus Ryan sind noch zwei der drei Gründungsmitglieder in der Band aktiv und legen mit „Behind The Sun“ ein Album vor, welches stilistisch ganz nah am Vorgänger angesiedelt ist. Das Album wurde am 7. März 2014 veröffentlicht, weniger als ein Jahr nach dem Vorgänger „Still Life With Eggplant“. Die Scheibe wurde in zwei unterschiedlichen Versionen veröffentlicht. Als Doppel-LP und einfache CD. Die LP-Ausgabe enthält dabei auf der ersten Plattenseite zu Beginn zwei knapp vierminütige Instrumentaltitel, die parallel angeordnet sind und somit zufällig angespielt werden, je nachdem welche Rille die Nadel erwischt. Auf der CD-Ausgabe des Albums fehlen diese beiden Nummern.

Hinweise, dass die beiden Platten „Still Life With Eggplant“ und „Behind The Sun“ ein musikalisches sowie stilistisches Pärchen bilden, gibt es einige. So ist das Lied „Hell“ mit den Teilen 1-3 auf „Still Life With Eggplant“ vertreten und auf „Behind The Sun“ folgen die Teile 4-7. Schließlich bekommen Motorpsycho erneut durch Reine Fiske Unterstützung, der bereits auf dem Vorgängeralbum an zahlreichen Titeln beteiligt war. Auf „Behind The Sun“ hört man ihn – bis auf bei „The Promise“ – auf jedem Lied an der Gitarre oder dem Mellotron. „Behind The Sun“ unterscheidet sich stilistisch nicht allzu sehr vom Vorgänger, wirkt jedoch gleich beim ersten Mal des Hörens etwas eingängiger, als noch „Still Life With Eggplant“. Dies passiert allerdings ein wenig zu Lasten der musikalischen Bandbreite der Scheibe, die etwas glatter und weniger kantig und rauer wirkt. Dieser leicht jazzige Einschlag mancher Titel, der auf „Still Life With Eggplant“ mitunter zu hören war, ist auf „Behind The Sun“ nicht mehr so gegenwärtig.

Die meisten musikalischen Zutaten, die „Still Life With Eggplant“ ausmachten, gibt es jedoch eben auch wieder auf „Behind The Sun“. Dieses Spiel mit den Stimmungen, mit Angespanntheit, Fokussierung und Entspannung. Freie, rockende und treibende Passagen, stehen einmal mehr sanften, mitunter sogar sphärischen Abschnitten gegenüber. All das wird von den Musikern auf eine perfekte Art und Weise miteinander verbunden und harmonisiert auch dieses Mal perfekt miteinander.

Höhepunkte des Albums sind für mich die wunderschöne, sanfte und dunkle Nummer „Ghost“, die beim sonstigen Lied-Katalog der Band fast schon aus dem Rahmen fällt. Alles klingt weich und harmonisch, fast ein wenig verwunschen und geht sofort ins Ohr. Das machen auch die Parts vier bis sechs des Liedes „Hell“. Jedoch auf eine völlig andere Art und Weise. Dieses Mal ist es wieder diese Variation mit den Emotionen und Atmosphären, welche fasziniert und sich im Ohr festsetzt. Freilich ist das alles kein richtiger Progressive Rock, sehr viel eher eine Fusion von Psychedelic mit Alternative Rock. Dies allerdings absolut überzeugend und mitreißend miteinander verwoben. Und schließlich sei hier auch noch das andere Extrem in der Musik von Motorpsycho erwähnt, welches in Form des letzten „Hell-Teils“, Part 7, seinen Ausdruck findet. In diesem Lied wird Part 2 des Liedes, der sich auf dem Vorgängeralbum befindet, wieder aufgegriffen und exzessiv und kompromisslos auf die Spitze getrieben. Jetzt knallt die Nummer brachial aus den Boxen, der Gesang verschwimmt, klingt schräger, womit letztendlich auch dem psychedelischen Faktor erneut Rechnung getragen wurde.

Fazit: „Behind The Sun“ ist vielleicht nicht ganz so gelungen wie noch der Vorgänger „Still Life With Eggplant“, da Motorpsycho hier ein klein wenig braver klingen, sieht man mal vom letzten Titel ab. Trotzdem ist auch dieses Album ein sehr überzeugendes Album geworden, welches Fans der Band jede Menge Freude bereiten wird. Die Ingredienzien eines Motorpsycho-Albums sind alle vorhanden. Rockig und psychedelisch und packend klingt auch „Behind The Sun“.

Anspieltipp(s): Ghost, Hell Part 4-6
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.2.2018
Letzte Änderung: 7.2.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Motorpsycho

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 Trust Us 11.00 1
1999 Let them eat cake 11.00 1
2000 Roadwork vol 2: The MotorSourceMassacre 11.00 1
2008 Little Lucid Moments 11.00 1
2010 Heavy Metal Fruit 12.00 1
2013 Still Life With Eggplant 12.00 1
2016 Here Be Monsters 12.00 1
2017 The Tower 11.67 3

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