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Armed Cloud

Master Device & Slave Machines

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Metal; Progmetal
Label: Freya Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Daan Dekker Vocals
Wouter van der Veen Guitars,backing Vocals on 3 & 5
Remco van der Veen Keyboards,Backing Vocals om 3,5 & 8
Boris Suvee Bass
Rico Noijen Drums

Tracklist

Disc 1
1. Save yourself 4.48
2. The Crack 4.54
3. Withered White 4.19
4. Mobocracy 4.23
5. Mirror Mirage 4.19
6. Warhead 8.15
7. The Cycle 5.07
8. King Lear 5.51
9. Dancing Spirit 10.10
10. Ascension 4.46
Gesamtlaufzeit56:52


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Schon der Anblick von den Bandfotos im CD-Heft, die die Musiker mit etwas posieren zeigt, was wie eine Standardkette für Grillrost aussieht, zeigt die unterschiedlichen Charaktere innerhalb der Band. Der Fotograf meinte vermutlich: „hier hat jeder seine Kette, jetzt bitte posieren!“ Zwei der Musiker posieren ziemlich gleichgültig und unbeteiligt mit der zwanglos umgehängten Kette, zwei versuchen konzentriertes Selbstbewusstsein zu vermitteln und einer zeigt eine wilde Grimasse, wie es sich für einen wahrhaften Metal-Musiker wohl gehört.

Des Weiteren gibt es die Fotos der Musiker zu sehen, die sie als leicht beschädigte Cyborg-Wesen, oder vergleichbare ungemütliche Zeitgenossen (oder Genossen aus der Zukunft) zeigen. Diese Abbildungen zusammen mit dem Artwork und den Songtexten deuten auf ein Konzeptalbum über die düstere Zukunft (der Menschheit) hin.

Nicht ganz ohne Grund weisen die eben geschilderten Fotos auf die Tatsache hin, dass die Ästhetik von Armed Cloud eher auf das typische Metal-Publikum zu schielen scheint. Wie sie selber schreiben, halten sich die Musiker zuallererst für eine Metal-Truppe, die allerdings viele andere Genres, von Prog, über Grunge bis hin zum Pop in ihrer Musik verwendet. (Endlich mal zur Abwechslung jemand, der nicht unbedingt als „Progmetal“ eingestuft sein will, selbst wenn das zutrifft. Meistens ist es nämlich genau andersherum).

Es sind hier also keine rüpelhaften Machos, sondern versierte Musiker am Werk, die sich auch mal sehr kreative Arrangements einfallen lassen können, wie zum Beispiel die gefühlvoll zwischen der Akustischen und der Elektrischen aufgeteilten Gitarrenbeiträge in dem zehnminütigen „Dancing Spirit“.

An „Withered White“ beeindrucken mich die ungewöhnlichen Harmonien zu ungewöhnlichen Tempi. Diese haben wir dem Keyboarder Remco van der Veen zu verdanken. Ebenso wie das vor allem rhythmisch sehr interessante „Mobocracy“. Als Belohnung darf er auch mal ein kurzes Synthesizer-Solo beisteuern. Die Stücke werden nämlich, (fast) gerecht verteilt, zur Hälfte von Wouter und Remco van der Veen geschrieben.

Außerdem sind die Parts, die die (immer gut hörbare!) Bassgitarre und das (technisch erstklassig gespielte) Schlagzeug in vielen der Stücke beizusteuern haben sehr anspruchsvoll und komplex. Dem stehen die Beiträge des Gitarristen im Nichts nach. Deshalb steht für mich fest, Armed Cloud ist eine Progmetal-Kapelle, in deren Musik die Einflüsse von Dream Theater, Symphony X und Queensryche aufeinandertreffen. Eine Prise von Iron Maiden (wie in dem vergleichsweise konventionellen „King Lear“), oder Rainbow könnte man vielleicht auch heraushören. Der manchmal etwas exaltierte Gesang von Daan Dekker wird denjenigen eventuell missfallen, die immer über die ausdruckstarken und selbstbewussten Sänger meckern müssen.

Nach meiner bescheidenen Meinung schreiben die Brüder van der Veen überwiegend hörenswerte und interessant aufgebaute Stücke, zumindest im Rahmen des Progmetal-Genres. Also erscheint es mir zweitrangig, dass die beiden sich angeblich für den „Prog“ erst an der ungefähr dritten Stelle interessieren sollen.

Kurzum: „Master Device & Slave Machines“ von Armed Cloud gehört für mich in jede gut sortierte Progmetal-Sammlung, falls man nichts gegen ein wenig Geschrei seitens des Sängers einzuwenden hat und auf die eher traditionelle Art des Progmetal steht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.2.2018
Letzte Änderung: 16.2.2018
Wertung: 10/15

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