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Unimother 27

Acidoxodica

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; Konzeptalbum; Psychedelic; Worldmusic / Ethno
Label: Pineal Gland
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Piero Ranalli bass, guitars, synthesizers
Mr. Fist percussions

Tracklist

Disc 1
1. ossesso 10:45
2. opporti a me non è mai troppo 5:38
3. allunare era nulla 6:35
4. a valle tra masse essa martellava 7:21
5. é corta e atroce 3:25
6. arte tetra 7:13
7. eterni attici di città in rete 7:03
Gesamtlaufzeit48:00


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Dem rein instrumentalen Album zugrunde liegt ein Traum: Ich laufe durch eine Stadt und egal, wohin ich gehe, welche Straße ich auch nehme, immer sehe ich das Gleiche. Es ist ein dreidimensionales Palindrom, dem ich nur entfliehen kann, indem ich erwache.

Das ganze Album wird von Piero Ranalli nach dieser Vision durchkonstruiert. Der Titel des Albums, der auch an Grateful Dead erinnert; das Artwork und die Musik in ihren repetitiven, hypnotischen Zügen. Ein besonderes Bonbon sind auch die italienischen Titel der Stücke, die allesamt Palindrome darstellen. „opporti a me non e mai troppo“ etwa lässt sich als „widerstehe mir nie zu viel“ übersetzen. Und so weiter. Es steckt da schon eine schöne Knobelarbeit hinter.

Musikalisch unterscheidet sich „Acidoxodica“ auf den ersten Blick gar nicht mal so entschieden von seinem Vorgänger „Fiore Spietato“. Die Musik wird meist von einer hochpsychedelisierten E-Gitarre dominiert, die endlose Schleifen fährt. Ergänzt durch gelegentlichen Synthieeinsatz. Vor allem bei "arte tetra" höre ich auch einen leicht jazzigen Bezug zu den Crimsons der frühen 80er bzw. den ProjecKts. Den entscheidenden Unterschied zum Vorgänger markiert allerdings Ranellis Kompagnon Mr. Fist, der diesmal keine drums mit rums anschlägt, sondern durchgängig komplex-perkussiv, wie gewohnt mit höchster Präzision arbeitet. Dies verleiht dem Album im Ganzen einen Psychedelic-Ethno-Einschlag und trägt ungemein zum entspannten, trancigen Eindruck der Musik bei.

„Acidoxodica“ übt eine suggestive Faszination auf den psychedelisierten Hörer aus. Irgendwo zwischen den Bazaaren des Orients, den spacigen Welten der frühen Pink Floyd, der verschrobenen Disziplin von King Crimson und berauschenden E-Gitarrensoli mit viel Vintage-Appeal ist den beiden Unimothers ein originelles und in sich höchst stimmiges Album gelungen.

Anspieltipp(s): ossesso, arte tetra
Vergleichbar mit: ausufernder Psychedelic der frühen 70er Jahre
Veröffentlicht am: 8.3.2018
Letzte Änderung: 8.3.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Unimother 27

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Grin 11.00 1
2015 Frozen Information 10.00 1
2017 Fiore Spietato 11.00 1

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