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Vibravoid

Vibrations from the Cosmic Void

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018 (25.5.)
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Psychedelic; Spacerock; Worldmusic / Ethno
Label: Stoned Karma
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

keine Angabe

Tracklist

Disc 1
1. Vibration from the Cosmic Void Part II 2:49
2. The Modular System 4:55
3. Melodies of the Stars 12:48
4. The Intergalactic Playground 19:39
5. Frequencies of the Cosmos 2:21
6. Mirrorspace   (Bonustitel) 19:56
7. Milchstrasse 14, Köln   (Bonustitel) 6:50
Gesamtlaufzeit69:18


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Mit gleich zwei Neuveröffentlichungen beglückt die Düsseldorfer Formation Vibravoid (die im Moment offensichtlich nur ein Duo ist) Ende Mai 2018 ihre Fanschar: neben dem hier zu besprechenden neuen Studioalbum Vibrations from the Cosmic Void noch mit einer Doppel-CD, die den Mitschnitt eines Konzerts beim Rheinkraut-Festival im Februar 2018 enthält.

Nun also zum Studioalbum, das neben der CD-Ausgabe auch als Doppel-LP erhältlich sein wird. Mit dem 2017er Mushroom Mantras war ich nicht so ganz zufrieden, enthielt es doch einige mir etwas zu leichtfüßig-poppig geratene Songs; auf Vibrations from the Cosmic Void gibt es nun endlich wieder die volle krautig-psychedelische Breitseite.

Zwar geht es mit zwei recht kurzen Titeln los, in denen wird aber schon mit allerlei Gitarreneffekten ordentlich psychedelisiert. Mit dem langen Melodies of the Stars wird man dann endgültig in die Weiten des Alls katapultiert. Zu treibenden Rhythmen, elektronischem Zischen und Blubbern und wieder allerlei übereinander geschichteten Effekten der Gitarre werden sporadisch deutsche Textzeilen eingeworfen, wobei sich das Stück zwischenzeitlich in freie elektronische Klänge auflöst.

Das fast zwanzigminütige The Intergalactic Playground zeigt sich zunächst weniger spacig als indisch beeinflusst. Über einem dichten Geflecht der Tablas spielt die Sitar (oder etwas, das so klingt) zu einer Art von exotischem Tanz auf. Nach einiger Zeit setzen die Tablas aus und elektronische Klänge treten in den Vordergrund, verleihen dem Stück etwas von der „Kosmischen Musik“ der frühen 70er. Dieser Teil wird dann doch etwas zu sehr ausgewalzt, ein paar Minuten weniger hätten es auch getan.

Mit dem kurzen, psychedelisch wabernden Frequencies of the Cosmos ist das reguläre Album zu Ende. Es folgen noch zwei Bonustitel, über die man im - äußerst spartanischen - Booklet nichts näheres erfährt (ebensowenig wie eine Besetzung drinsteht). Da auf der Homepage der Band explizit von „5 brand new songs“ die Rede ist, dürfte es sich wohl um älteres Material handeln. Musikalisch setzen die beiden Stücke den Stil des Albums jedenfalls nahtlos fort. Insbesondere Mirrorspace, das wieder eine Kombination aus Kosmischer und indischer Musik bietet. Allerdings ist auch dieses Stück mit seinen fast zwanzig Minuten wieder etwas überdimensioniert, da es auf Dauer doch etwas ziellos herumwabert. Danach kommt mit Milchstrasse 14, Köln ein reines Stück elektronischer Musik mit treibenden Sequenzen und spacigen Synthies. Ein schöner Abschluss!

Wie für alle Vibravoid-Alben (für die mir bekannten zumindest) ist auch Vibrations from the Cosmic Void ein reiner Nostalgietrip in die späten 60er und frühen 70er. Wer also seine private 68er-Party veranstalten möchte, findet hier die perfekte, authentisch klingende Untermalung dazu.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.5.2018
Letzte Änderung: 10.5.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Vibravoid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 2001 10.00 1
2002 Void Vibration 12.00 1
2008 The Politics of Ecstasy 9.00 1
2009 Distortions 12.00 1
2010 Triptamine 12.00 1
2011 Minddrugs 10.00 2
2011 Burg Herzberg Festival 2011 11.00 1
2012 Gravity Zero 10.00 1
2016 Psychedelic Blueprints 10.00 1
2017 Mushroom Mantras 9.00 1
2018 Live at Rheinkraut Festival 2018 11.00 1

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