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Senogul

Senogul

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007 (Reissue 2014, FAK Records)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Folk; Jazzrock / Fusion; RetroProg; sonstiges
Label: Mylodon Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pedro A. Menchaca Guitars, E-Bow, Pandereta, Voice
Pablo Canalis Bass, Congas, Gong, Percussion, Gralla Catalana, Sanza, Moreno, Cencerrada, Percussion, Flexatone, Vibraslap, Silbato di Viento, Sounds, Voice
Eduardo G. Saluena Keyboards, Piano, Voice
Israel Sanchez Guitars, Sax, Effects
Alex Valero Drums

Gastmusiker

Alejandro Martinez Ares Accordeon
Guzman Arguello Sax, Flute
Otique Suarez Ramos Gaita
Angel Berdiales Ruidos de animales, Jaleos
Joaquin Garcia Fliscorno
Veronica Rodriguez Pineiro Flute
Rocio Fernandez Baniela Electronics, Voice
Juan Antonio Martinez Sax
Ernesto Coro Sax
Adrian Fernandez Granda Trombone
Joaquin Garcia Trumpet
Coro Melsos Choir

Tracklist

Disc 1
1. Dr. Gull I 3:05
2. Racionalidad 2:51
3. Tango Mango 12:21
4. La verbena hermetica 7:32
5. Microcosmos Blues 9:06
6. Dr. Gull II 1:15
7. Gotas de cristal en tu vaso de Iluvia 5:19
8. La Maha Vishnuda 4:44
9. Agua, fuego & porexpan 7:16
10. Travesia de las gaviotas 3:06
11. la mulata eléctrica 9:47
12. Dr. Gull III 4:13
Gesamtlaufzeit70:35


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Senogul kommen aus Gijon in Asturien. Man fand im Jahre 2002 zusammen, und betätigte sich zuerst als Coverband, die ihre Vorlagen erst bei den klassischen Progbands der 70er suchte, dann aber auch Nummern verschiedener Fusiongruppen dieses Jahrzehnts ins Programm nahm. Seit der Mitte des ersten Jahrzehnts des dritten Jahrtausends begann man dann eigenes Material zu komponieren, von dem eine Auswahl auf der Demo-CDR "Tránsitos" (2005) zu finden war. 2007 erschien schliesslich bei Mylodon Records das selbstbetitelte, hier rezensierte "richtige" Debütalbum, welches auch alle Nummern des Demos als Neuaufnahmen enthielt.

Zwei weitere Alben haben Senogul seither vorgelegt: "Concierto De Evocación Sonora Para Conjunto Instrumental" (2009) und "III" (2011). Danach ward nicht mehr viel von der Formation in veröffentlichungstechnischer Hinsicht gehört. Das lange vergriffene "Senogul" wurde 2014 von FAK Records wieder veröffentlicht. Ob es die Band noch gibt ist allerdings unklar. Die Internetpräsenz ist noch vorhanden, zeigt aber eine leere Seite (Stand April 2018). Bei Facebook ist die Band dagegen noch zu finden.

Dortselbst bezeichnet die Formation ihre Musik als "Contemporary Instrumental Music", was einerseits die recht große stilistische Breite der Musik andeutet, andererseits zum Ausdruck bringt, dass man ohne Sangeskünstler auskommt. Wie oben erwähnt waren klassischer Prog und klassischer Jazzrock der 70er die Vorbilder der Band, und das hört man der Musik auch an, auch wenn dieselbe nicht wirklich retro klingt.

Jazzrock bzw. moderner Prog sind hier zu finden, sehr farbig instrumentiert und virtuos vorgetragen. Dazu kommen folkig-hispanische Momente, von der Klassik inspirierte Einlagen (z.B. die Spinett in "Tango Mango"), leichte Neoprog-Reminiszenzen (das Tastendudeln am Ende von "La verbena hermetica" sei als Beispiel genannt), Elektronisches, freieres Klangbasteln und doch ein paar retroprogressive Abschnitte, die meist von den King-Crimson der mittleren 70er inspiriert sind (man höre z.B. den Anfang des "Microcosmos Blues"). Der Charakter der Musik bleibt dabei immer eher sommerlich, luftig und gutgelaunt, spanisch eben, ohne aber Ecken und Kanten zu vergessen.

Ausgesprochen abwechslungsreich ist man zu Gange, sind hier auch eine ganze Ladung Gastmusiker zu hören, bisweilen auch ein klanghauchender Chor (ganz kitschlos – keine Angst). E-Gitarren stehen oft im Zentrum des Klanggeschehens, filigran jazzig, kernig a la Fripp, oder elegisch jaulend, versehen mit etwas Pink-Floyd-Flair. Ausgesprochen erwähnenswert ist auch der vielseitige und verspielte Bass Pablo Canalis’, dessen warmes Blubbern vielen Stücken erst ihre Seele gibt. Allerlei Tasten- und Elektroniksounds sorgen für Klangfülle, wobei Eduardo Saluena nicht selten auch solistisch ein kerniges Piano bedient. Gastbläser sorgen für weitere Tonfärbungen, elegisch-gleitend (z.B. die Flöte in "Gotas de cristal"), oder jazzig-brassrockig-funkig (in "Agua, fuego & porexpan"). Nicht selten wird es - wie schon angedeutet auch folkig - erklingen Akustikgitarren und Kastagnetten, oder sogar ein Dudelsack (in "La verbena hermetica").

"Senogul" ist ein ausgesprochen interessantes und unterhaltsames Debüt mit retro-modernem, sehr vielseitigem Jazzprog, welches sehr viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte (wie z.B. auch die Musik der Spanischen Kollegen von Amoeba Split, October Equus oder Planeta Imaginario). Aber, zugegebenermaßen ist das Angebot an guter Musik heutzutage einfach zu groß, um noch alles zu kennen, was es wert wäre zu kennen. Wie auch immer, wer irgendwo über "Senogul" stolpert (oder die anderen beiden CDs der Band), der sollte zugreifen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.4.2018
Letzte Änderung: 2.5.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Senogul

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Concierto De Evocación Sonora Para Conjunto Instrumental 12.00 1
2011 III 12.00 1

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