SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
24.9.2018
Orchestra of the Upper Atmosphere - Θ4
23.9.2018
Expo '70 - animism
Scherzoo - 04
Riverside - Wasteland
Crippled Black Phoenix - Great Escape
The Alan Parsons Project - On Air
22.9.2018
Lumerians - Call Of The Void
VAK - Budo
Time Collider - Travel Conspiracy
21.9.2018
Regal Worm - Pig Views
Tri Atma - Tri Atma
Jean Michel Jarre - Planet Jarre
42DE - Fall of the Moon
20.9.2018
Yes Featuring Jon Anderson, Trevor Rabin, Rick Wakeman - Live at the Apollo
Aaron Brooks - Homunculus
19.9.2018
Svin - Virgin Cuts
Marcello Giombini - Computer Disco
UFO över Lappland - UFO över Lappland
ARCHIV
STATISTIK
24911 Rezensionen zu 17078 Alben von 6653 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Marillion

Market Square Heroes

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982 (Vinyl)
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: EMI
Durchschnittswertung: 9/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Fish Vocals
Steve Rothery Guitar
Mark Kelly Keyboards
Pete Trewavas Bass
Mick Pointer Drums

Tracklist

Disc 1
1. Market Square Heroes 3.45
2. Three Boats Down From The Candy 4.33
3. Grendel 17.40
Gesamtlaufzeit25:58


Rezensionen


Von: Henning Mangold @ (Rezension 1 von 3)


Egal, was später darüber gesagt wurde - egal auch, ob noch jemand "Grendel" hören kann und aus welchen Gründen dieser Titel sehr schnell von den Setlists der Bandauftritte verbannt wurde: diese EP ist für mich immer eine Offenbarung gewesen. Genesis hin oder her: es war ein Neuanfang innerhalb der mittlerweile sehr verzagt gewordenen damaligen Progszene gewesen; eine so konsequente Rückorientierung mit so kunstvollen 'sophisticated'-Texten hatte man lange nicht mehr gehört.

Das Besondere war eben die Atmosphäre des Ganzen, und kaum einem aus meinem Bekanntenkreis ist damals aufgefallen, dass z.B. Mick Pointer gar nicht so gut war, und es kam auch noch niemandem der Verdacht, wie überdrüssig man in Zukunft solcher Keyboard-Sounds werden könnte - vielmehr traute sich kaum einer, von einer Zukunft dieses Stils überhaupt auch nur zu träumen - fast alles war einem recht. Das Wunder war da - und zwar für lange Zeit nur zum Genießen ohne voreilige Skepsis.

Hauptsächlicher Grund zum Schwärmen waren vor allem die Stimme und - eng damit verbunden - die Texte: hier hat Fish wahre Meisterwerke geliefert, die er nach einer Weile selbst nicht mehr so hinbekommen sollte, denn später wurde zwar sein Schreibbedürfnis immer größer, während der Ideenvorrat jedoch abnahm. Aber hier: "Don't crawl to me with sentiment; my laughter drowns your cries": schlimme, böse Gedanken wurden hier zum Teil aufs Papier gebracht, aber im nächsten Moment schon konnte die Aggressivität in Verletzlichkeit umschlagen "An alien in an alien world seeks solace in his dreams" und in skurrile Romantizismen: "Screams are his music; lightning his guide". So etwas knüpft an manche Täter/Opfer-Phantasien des frühen Peter Hammill an ("Killer; Wolf; Man-erg") und freilich an Genesis, zum Beispiel an die 'Musical-box'-Story. Es würde mich auch nicht wundern, wenn einige Vertreter der späteren Darkwave-Bewegung, zum Beispiel Fields Of The Nephilim, daraus Inspirationen gewonnen hätten - wie man musikalisch und textlich die dunklen Charakterzüge des Menschen ausspricht, die schon in kunstvolle Worte und ungewöhnliche Klänge eingekleidet werden müssen, um überhaupt ungestraft geäußert werden zu dürfen.

Und der Titeltrack? Ich muss zugeben, dass ich den noch niemals als Mitklatsch-Rock verstanden habe; im Gegenteil: dieses demagogische "We march!!" geht mir noch immer unter die Haut, wann immer ich es höre...

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.6.2004
Letzte Änderung: 3.10.2013
Wertung: 13/15

Zum Seitenanfang

Von: Michael Weinel @ (Rezension 2 von 3)


Die beiden kurzen Songs auf Seite 1 der EP sind nett, "Three Boats..." allerdings einen ganzen Tick besser als das doch eher belanglose "Market Square Heroes".

Das seitenfüllende "Grendel" wiederum ist der klassische Streitfall. Was soll man von diesem "Supper's Ready für Arme" halten? Damals, als ich die Platte stolz nach Hause trug und sie zum ersten Mal hörte, fand ich das Stück gar nicht so übel. Die Jahre vergingen, und als ich das Werk neulich nochmal hörte, überkam mir doch eher das große Gähnen - einfach zu sehr vorhersehbar und konstruiert.

Unter'm Strich eher aus musik-/prog-historischer Relevanz und wegen dem Sammlerwert lohnend.

Anspieltipp(s): Three Boats Down From The Candy
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.7.2004
Letzte Änderung: 3.8.2011
Wertung: 7/15
Ein Schatz für Prog-Vinyl-Sammler, leider wenig mehr...

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Man könnte sich im Übrigen auch darüber streiten, ob diese Scheibe überhaupt als Album durchgeht oder einfach bloss eine Maxi-Single ist. Aber egal...

"Market Square Heroes" ist eine fröhliche, simple und von ihrer Produktion her etwas dünne Mitklatsch-Nummer, die mir aber unterdessen ans Herz gewachsen ist. Quasi: Wie alles begann...;-).

"Three boats..." hat schon deutlich mehr Atmosphäre und "Düsternis" zu bieten, Fish singt inbrünstig, Rothery spielt sein erstes Solo, zwar noch nicht mit sooo viel feeling wie später, aber doch schon beeindruckend und sehr eigen.

Und dann "Grendel". Ich finde, dass dieser Longtrack bei meinem Vorrezensenten etwas zu schlecht wegkommt. An "supper`s ready" hat mich dieses Stück eigentlich noch nie erinnert. Ist für mich klar das stärkste Stück dieser "Maxi-EP". Abwechslungsreich, mal zart, mal kraftvoll, sehr ausdrucksstark gesungen, mal druckvoll und bombastisch, mal rockig und mal frickelig. Es gibt bedrohlichen Sprechgesang, magistrale Orgelstufen und Keyboardsounds jeder couleur. Und vorhersehbar oder konstruiert fand ich "Grendel" auch noch nie. Meiner Meinung nach nimmt dieses Werk im Schaffen von Marillion von seiner Art her einen ziemlich einzigartigen Platz ein.

Fazit: Grendel sollte man kennen,........ und die anderen beiden Stücke auch ;-)

Anspieltipp(s): Grendel
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.8.2004
Letzte Änderung: 22.1.2015
Wertung: 7/15
Grendel 10

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Marillion

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1983 Script for a jester's tear 10.80 5
1984 Fugazi 11.25 4
1984 Real To Reel 11.00 2
1985 Misplaced Childhood 10.33 6
1986 Brief encounter 7.00 1
1987 Clutching at Straws 9.00 4
1988 The Thieving Magpie 11.67 3
1988 B-Sides Themselves 7.00 3
1989 Seasons End 11.00 3
1989 Live From Loreley (DVD) 9.50 2
1991 Holidays in Eden 5.00 5
1992 Live At The Borderline 8.00 1
1993 Live In Caracas 6.00 1
1994 Brave 11.00 3
1995 Afraid of sunlight 10.00 3
1995 Brave - The Film (DVD) 11.00 2
1996 Made Again 9.00 1
1997 Best of both worlds - 1
1997 This Strange Engine 10.25 4
1998 Tales From The Engine Room 4.50 5
1998 Radiation 2.33 4
1999 Marillion.com 7.00 3
2000 The singles '82-88' 10.00 3
2001 Anoraknophobia 11.25 4
2002 Brave Live 2002 8.00 1
2002 Singles Box Vol.2 '89-'95 9.00 1
2002 Anorak In The UK Live 12.00 1
2002 Anorak In The UK Live (2CD Set) 10.00 1
2003 Best of - 1
2003 Recital Of The Script (DVD) - 1
2004 Marbles on the road (DVD) 12.33 3
2004 Marbles ("condensed version") 6.00 1
2004 Marbles 8.00 4
2005 Marbles Live 10.00 2
2007 Somewhere Else 8.67 3
2008 Happiness is the Road - Essence 8.50 2
2008 Happiness is the Road - The Hard Shoulder 6.50 2
2008 Early Stages - The Official Bootleg Box Set 1982 - 1987 12.00 1
2009 Less Is More 8.00 1
2010 Size Matters 10.00 1
2010 the official bootleg box set vol 2 - 1
2012 Sounds That Can't Be Made 9.50 2
2016 F*** Everyone And Run (F E A R) 11.33 3
2017 Marbles In The Park 12.00 1
2017 Living in F E A R - 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum