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Mother Turtle

Zea Mice

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; Folk; Independent / Alternative; Jazzrock / Fusion; New Artrock; Psychedelic; RetroProg; Spacerock
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Kostas Konstantinidis Gitarre
George Theodoropoulos Keyboards
Alexander Kiourntziadis Violine
Babis Prodromidis Saxofon
George Filopelou Bass
George Baltas Schlagzeug

Gastmusiker

Elpida Papakosma Gesang ("Kukuruzu", "Vermins")
Aristotelis Mavropoulos Erzählung ("Zeitenlik")
Apostolis Georgiadis Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Kukuruzu   (Part 1) 6:44
2. #CornHub   (Part 1) 8:06
3. Sea Mice   (Part 2) 6:53
4. Zeitenlik   (Part 2) 1:21
5. Vermins   (Part 2) 6:40
6. Fourward   (Part 2) 1:57
7. Vermins(Reprise)   (Part 3) 1:11
8. Nostos   (Part 3) 16:38
Gesamtlaufzeit49:30


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


So kann der Eindruck täuschen: Die auf der Facebook-Seite von Mother Turtle benannten und auf der Band-Seite hier wiedergegebenen Bands, die das griechische Sextett zu seinen Einflüssen zählt, sind allesamt populäre und mehrheitsfähige Namen, und zwar quer durch die Jahrzehnte. Jetzt wäre die Vermutung naheliegend, dass sich Mother Turtle auf ihrem Drittalbum "Zea Mice" ebenfalls beim Publikum anbiedern möchten, aber mit diesem Gedanken wird das, was auf diesem Album zu hören ist, mehr oder weniger verfehlt.

Klar: Für einzelne der Namen lassen sich auf "Zea Mice" sogar handfeste Indizien finden. So gibt es in der Mitte des abschließenden Longtracks "Nostos" eine einen polyphonen Abschnitt, in dem die Violine Arpeggio-lastige Läufe spielt - ein klarer Punkt für Kansas und "Miracles Out Of Nowhere". "Vermins" wiederum kramt um 4:40 herum ein paar Crimso-Versatzstücke hervor (solche kratzig-markanten Riffs aus der Bruford-Phase), und Porcupine Tree bzw. ähnlich gelagerte Bands wie Riverside lassen sich am Anfang des Openers "Kukuruzu" erahnen: Massive, aber geradlinige Rhythmik und viel Atmosphäre. Auch für Entspannung in Gestalt von Lounge-Jazz-artigen Passagen und floydige ist immer wieder mal Platz, was ja ebenfalls zu letzterem passen würde.

Allerdings, das Gros der Musik auf "Zea Mice" geht eigentlich in eine ganz andere Richtung, was besagtes "Kukuruzu" schon nach wenigen Minuten klar macht: Allerlei Keyboardstimmen und abgedreht verzerrte der Gitarren erzeugen zusammen mit Schlagzeug-Groove und prägnanten Bassriffs eine psychedelische Spacerock-Atmosphäre, wozu lustige Soloeinsätze an Saxofon und Violine passen. Bezeichnend hierfür ist "Vermins", das anfangs an eine Mischung aus Hawkwind ("Opa-Loka") und Zombi ("Through Time") erinnert. Das ist aber nicht alles, denn obschon dieser Stil den Rahmen bildet, machen auf "Zea Mice" andere Sachen aus einer unterhaltsamen eine phasenweise beeindruckende Angelegenheit. Gerade "#CornHub" stellt sich mit Einschüben aus Fusion-Rhythmik, Flamenco-Gitarren, luftiger Elektronik à la Röyksopp und Retro-Synthies beinahe als Alternative-Version von An Endless Sporadic dar. "Sea Mice" wiederum fügt einige bedrohliche Industrial-Soundeffekte ein, und "Zeitenlik" und "Fourward" bemühen Horrorfilm-kompatible Klavierläufe, in letzterem sogar noch in Kombination mit afrikanischer Percussion (vgl. Fabio Frizzi - "Zombi 2").

Soweit überzeugt "Zea Mice" also, jedoch (und damit hätte ich noch jeden Absatz hier mit einer Doppelpunkt-Feststellung eingeleitet): Die Mischung zündet nicht immer gleich gut. "Sea Mice" stagniert in seiner Entwicklung phasenweise, und "Vermins" hat kurz vor dem Crimso-Part einen etwas nervigen Part mit einem hektischen Gitarrenmotiv, und am Anfang von "Nostos" zehren reibende Ostinato-Motive minutenlang ebenso am Gemütszustand des Hörers. Und obschon dieser Longtrack einen relativ netten Verlauf nimmt, endet er eher eigentümlich, denn im letzten Viertel gibt's praktisch nur noch Jazz, mit dem das Stück dann einfach abbricht. Auch nicht wirklich toll ist der Sound des Albums. Mother Turtle haben es mit der Dynamikkompression vielerorts schlicht übertrieben, und der knallige bis schwindelerregende Sound walzt das Potenzial vieler klanglicher Nuancen leider platt. "Zea Mice" hätte also ein richtig gutes Album werden können, die angesprochenen Mängel verhindern allerdings, dass das Stück über die unten stehende Punktzahl hinauskommt. So einfach ist das!

Anspieltipp(s): #CornHub, Vermins
Vergleichbar mit: An Endless Sporadic, Zombi, Hidria Spacefolk
Veröffentlicht am: 22.6.2018
Letzte Änderung: 22.6.2018
Wertung: 11/15
Bitte auf die Kompression verzichten!

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 II 11.00 1

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