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Anubis

Different Stories

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: New Artrock; RetroProg
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Robert James Moulding vocals, acoustic guitar, percussion
Dean Bennison acoustic & slide guitars, clarinet, vocals, mixing
Douglas Skene acoustic & jazz guitars, vocals
David Eaton piano, organs, keyboards, acoustic guitars, laúd, strings, melodica, vocals
Anthony Stewart bass, vocals
Steve Eaton drums, percussion, vocals

Gastmusiker

Martyn Cook tenor sax on (7)

Tracklist

Disc 1
1. The Passing Bell 13:20
2. The Deepest Wound 4:28
3. Fool´s Gold 6:34
4. Dead Trees 7:21
5. Leaving Here Tonight 3:51
6. Hitchhiking to Byzanium 9:02
7. The Holy Innocent 9:45
8. Technicolour Afterlife 6:24
Gesamtlaufzeit60:45


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


„Different Stories“ besteht aus bereits veröffentlichten Titeln der australischen Softprogger, die hier als akustische Cover aufgenommen wurden. Ein Vergleich der Originale mit den umarrangierten Versionen ist, ähnlich wie z.B. bei „Hindsight“ (Anathema) in jedem Fall ein interessantes Experiment, zumal man die Stücke nicht auf Anhieb erkennt.

Die ausgewählten Songs entstammen bis auf das bislang unveröffentlichte Technicolour Afterlife allen vier Studioalben, jeweils zwei Stücke von „230503“, „A Tower of Silence“, „Hitchhiking to Byzanium“, eins von „The Second Hand“. Technicolour Afterlife war eigentlich als Titeltrack des Debutalbums vorgesehen, das 2009 als „230503“ auf den Markt kam.

Die Idee, „unplugged“ zu produzieren, ist gegenüber einem Lifealbum wohl die bessere (und ungewöhnlichere) Alternative, vor allem klanglich, denn es gibt mehr zum Genau-Hinhören, wohingegen Live-Versionen häufig den Studioaufnahmen zu ähnlich sind. So etwas hätte ich mir mal von Saga gewünscht, die Ihre Zielgruppe mit immer neuen Liveaufnahmen überschwemmten; mit Songs, die wie ein Ei dem anderen gleichen.

„Different Stories“ bietet dahingehend also einen Mehrwert. Motiv der Band war, durch den Absatz der 2018er Europatournee eine Finanzhilfe zu gewähren. Man hat hier also so etwas wie „The Best Of“ als Akustikversion vorliegen, Stücke, die den Musikern viel bedeuten, so dass eine andere Herangehensweise lohnenswert erschien. Stilistisch unterscheiden sie sich natürlich deutlich von den Originalen, schon durch das die Synthesizerparts spielende Piano, ein deutlich zurückhaltendes Schlagzeug und das Fehlen modifizierter E-Gitarren (Chorus, Flanger, Distortion und andere Spielzeuge). Ersatzweise wählten die Anubier Instrumente, deren Verwendung sie sich „nicht hätten träumen lassen“ - wie Cembalo, Melodica (The Passing Bell) oder Kastenhalslaute (The Deepest Wound, The Holy Innocent) - und verbannten Mellotron und Synthesizer vorübergehend „in den Küchenschrank“. The Holy Innocent wird von einem markigen Tenorsaxofonsolo (special guest Martyn Cook) aufgewertet. Ganz wollten sich das Sextett aber nicht von der Elektrik verabschieden, daher werden E-Bass und eine E-Gitarre (Jazz-Guitar, als Leadinstrument) mit Basisklang eingesetzt, die Hammond B3 (ohne Overdrive) soll den Sound etwas dichter machen. Der bekannte Bombast, v.a. von „A Tower of Silence“, war so natürlich nicht hinzubekommen. The Passing Bell und The Holy Innocent wurden nicht nur deutlich eingekürzt, der Fokus wurde bei allen Tracks auf sorgfältiges Arrangement und ausgefeilte Vokalsätze gelegt, die Virtuosität der Künstler wird deutlich. Der Neuling, Technicolor Afterlife, eine verträumte Ballade mit schönen Harmonien und einem Hammondsolo, passt nahtlos in diese Auswahl. Im Ergebnis kommen die romantisch bis melancholischen, stellenweise an die frühen Genesis erinnernden Songs zwar nicht so druckvoll und dynamisch rüber wie das Referenzmaterial, wirken aber dafür weniger distanziert, persönlicher, intimer.

Anspieltipp(s): The Passing Bell, The Holy Innocent, Technicolour Afterlife
Vergleichbar mit: Hindsight
Veröffentlicht am: 14.8.2018
Letzte Änderung: 14.8.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Anubis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 230503 9.00 1
2011 A Tower of Silence 8.00 3
2014 Hitchhiking to Byzantium 9.50 2
2017 The Second Hand 10.00 1

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