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Goad

Landor

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Black Widow Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Maurillo Rossi Vocals,Bass,Nylon and Electric Guitar,Keyboards
Alessandro Bruno Slide,Classical & Electric Guitars,Mandolin,Sax,Flute,Oboe,Violin
Paolo Carniani Drums
Enrico Ponte Drums

Gastmusiker

Freddy Delirio Sound Engineer, Additional Piano

Tracklist

Disc 1
1. Written on the First Leaf of my Album 1.50
2. On Music 5.06
3. To one Grave 3.00
4. Bolero 2.42
5. Goodbye, Adieu 3.56
6. Life's Best 6.07
7. Where are Sighs 11.53
8. Decline of Life 4.49
9. An Old Philosopher 2.37
10. The Rocks of Life 1.44
11. Defiance 4.56
12. Brevities 0.47
13. Evocation 1.15
Gesamtlaufzeit50:42
Disc 2
1. I'll Celebrate You / Fairy Land / Dream Within A Dream   (Landor (Bonus CD) - Tribute To Edgar Allan Poe - Live At "Parterre" Florence, July 1995) 13.52
2. The Sleeper 5.32
3. The One In Paradise 6.04
4. Dream Land 7.02
5. Alone / The Haunted Palace / The City In The Sea 13.29
6. I'll Celebrate You / Alone (The End) 4.25
Gesamtlaufzeit50:24


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Die Kenner der italienischen Prog-Szene wissen es bereits: die Ende der 70er von Gianni und Maurilio Rossi gegründete Gruppe Goad hat sich textlich auf die Klassiker der englischsprachigen Literatur spezialisiert, deren Auszüge gesanglich in der Originalsprache vorgetragen werden. (Dann wäre es eigentlich konsequent, wenn die offiziellen Internet-Texte zur Band neben der italienischen auch in der englischen Sprache vorhanden wären).

Stilistisch ist die Musik zumindest auf dem 2018 neuen Album „Landor“ nicht ganz einfach einzuordnen. Man liest hier und da, dass die Gruppe gleichermaßen von King Crimson, Genesis, Van der Graaf und Led Zeppelin beeinflusst sei. Von der angeblich auf den anderen Goad-Alben vorhandenen Hard Rock-Energie, oder vom Blues Rock-Flair konnte ich auf „Landor“ bisher nichts finden.

Dafür kommt die „Reibeisenstimme“ von Maurillo Rossi voll zur Geltung, die bisher nicht bei allen Rezensenten auf leidenschaftliche Gegenbliebe gestoßen ist. Vielmehr wirkt das Gebotene auf mich als eine dem rauen Sprechgesang untergeordnete Aneinanderreihung von schwer verdaulichen Gesangsthemen, die in schleppenden Tempi und in eher düsteren Stimmungen von einer durch die atmosphärischen Tasteninstrumente dominierten Retro-/Neoprog-Combo begleitet wird.

„Landor“ ist, wie es der Titel bereits verrät, textlich den Werken des englischen Dichters und Schriftstellers Walter Savage Landor gewidmet. Landor soll öfter durch exzentrisches Verhalten aufgefallen sein. Das sehe ich in der Gestaltung der Stücke einigermaßen gelungen widergespiegelt. Die Ausschnitte aus den Texten von Landor werden von Goad nicht etwa zerlegt und den herkömmlichen Songstrukturen angepasst, sondern direkt im Original wiedergegeben. Daraus resultiert die sperrig wirkende Natur der Stücke, die den melodisch orientierten unter den Musikfreunden einiges an Toleranz abverlangen werden.

Vielleicht würden so die frühen Genesis agieren können, nachdem sie beschlossen, ab sofort etwas schräger und finsterer zu musizieren. Also testeten sie nach diesem Szenario einen neuen unkonventionellen Sänger, der zu den Texten eines englischen Dichters nach neuen musikalischen Einfällen suchen wollte. Die Mellotron-Streicher und die Stimmungen von „Bolero“ können verstärkt an die frühen King Crimson erinnern, bis wieder die gesangliche Prog-Entsprechung von Rod Stewart in Gestalt von Maurillo Rossi erklingt. Ob man seine Stimme mag, oder nicht, schräg und ungewöhnlich klingen weite Teile von „Landor“ sehr wohl und das ist es doch, wonach viele im Prog suchen, schätze ich. Die Geigen- und Mandolinen-Beiträge von Alessandro Bruno bringen mitunter einige folkige Akzente mit ein, während sein Flötenspiel einiges an Leichtigkeit vermittelt, die in der schwermütigen Welt von Goad fast wie ein Fremdkörper wirkt.

Der Haupt-CD von „Landor“ hat man eine sog. Bonus CD beigelegt. Darauf ist ein Konzert von klangtechnisch eher wackeliger, aber immer noch akzeptabler Qualität zu hören, das im Juli des Jahres 1995 in Florenz stattfand. Damals haben Goad vorwiegend die musikalische Leichtigkeit zwischen dem Neoprog und den eingestreuten Folk- und Symphonic Retroprog-Einflüssen versprüht, als sie fast alle Stücke aus ihrem ersten Album „Tribute to Edgar Allan Poe“ spielten. Überraschend melodisch das Ganze, verglichen mit „Landor“. Die Stimme von Maurillo Rossi wirkte zudem bedeutend jugendlicher, kraftvoller und energetischer.

„Landor“ könnte man nach meiner Ansicht wie schon angedeutet als eine düstere, leicht schräge Version der frühen Genesis mit gelegentlichen Anflügen der frühen King Crimson charakterisieren. Die Songstrukturen sind bei Goad hier sehr eigen und nicht unbedingt eingängig wirkend, weil sie sich eben direkt nach den Texten von Walter Savage Landor zu richten scheinen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.8.2018
Letzte Änderung: 15.8.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Goad

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 The Wood 9.00 1
2007 In the house of the dark shining dreams 5.00 1
2011 Masquerade 9.00 1

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