Knightmoves to Wedge
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
|
| Durchschnittswertung: |
8/15 (3 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Alan Reed |
Vocals |
| Graeme Murray |
Bass, GTR, Voice |
| Ronnie Brown |
Keys, Backing Vocals |
|
| Niall Mathewson |
GTR, E-Bow |
| Derek Forman |
Drums |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Stranger
|
3.49
|
| 2. |
Executioner
|
5.20
|
| 3. |
Throwing Stones At The Wind
|
5.08
|
| 4. |
Win Or Lose
|
4.27
|
| 5. |
Imagination
|
4.39
|
| 6. |
Ratracing
|
8.07
|
| 7. |
Sanctuary
|
9.34
|
| 8. |
Just A Memory
|
5.25
|
| 9. |
Dance Through The Fire
|
4.43
|
| 10. |
Nightmare
|
4.17
|
| Gesamtlaufzeit | 55:29 |
|
|
Rezensionen

Ich habe ich so meine Mühe mit dieser Scheibe: zu einfach, zu glatt, zu chartorientiert kommt "the wedge" daher. Mit netten Songs zwar, aber ohne an mir zu kratzen oder mich gar zu begeistern. Pallas klingen hier gelegentlich wie abgespeckte ASIA, mal ein wenig nach Boston mit schlankerer, nicht ganz so hoher Gitarrenwand, selten nach Pallas, wie man sie zuvor kannte. Es wird hauptsächlich straighter 4/4-Rock gespielt, mit einigen Spielereien gewürzt, aber ohne wirklichen Anspruch. Die Produktion ist aufgedonnert und oft gibt es die mehrstimmige Gesangsbreitseite auf die Ohren: ich sage bloss AOR. Im übrigen singt Alan Reed ganz ordentlich, Euan Lawson hatte für mich aber doch die ausdrucksstärkere Stimme.
Aus dem blassen Einerlei stechen "rat racing", "sanctuary" und "nightmare" heraus, weil sie in Ansätzen das bieten, was Pallas auf "the sentinel" auszeichnete: atmosphärisch dichter, mit einer Portion Komplexität, Pathos und Bombast gewürzter, und vor allem abwechslungsreicher Prog.
| Anspieltipp(s): |
rat racing |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
15.2.2004 |
| Letzte Änderung: |
29.6.2011 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

LP Nummer Zwei, die ich von der Band damals kaufte. Die CD-Neuausgabe mit den eingefügten Songs ist für meine Ohren allerdings stimmiger als beim Vorgänger.
Ich muß sagen, mir gefällt diese Scheibe einfach, der Sänger klingt besser als Lowson, nicht so operettenhaft, und die Produktion ist deutlich moderner (so hätte ich mir manchmal YES 90125 gewünscht). Obwohl die Tracks eingängige Rocknummern sind, passiert doch ne Menge Wunderliches im Sound. Insgesamt paßt hier einfach alles harmonischer zusammen, die japanischen Keyboards stören nicht mehr, weil sich die Band von den Vorbildern gelöst hat. YES-Epen klingen einfach nicht mit diesen Sounds (was diese Band selbst auch erfahren mußte bei "TORMATO").
"Win or loose" ist wirklich eine schöne Ballade, "Ratracing", "Sanctuary" oder "Dance through the fire" erinnern noch an die alte Band, allerdings im modernen Soundgewand; "Just a memory" ist eine weitere sehr percussiv angelegte und schöne Ballade und "Nightmare" trotz allem Bombastes bedrohlich und mit genug Wechseln im Tempo.
IMHO die bessere, weil in die 80er passendere Platte, soundmäßig deutlich besser als "THE SENTINEL". Und danach begann das lange lange Warten ;-))
| Anspieltipp(s): |
Ratracing, Nightmare, Win or loose |
| Vergleichbar mit: |
YES WEST (nur deutlich besser) |
|
| Veröffentlicht am: |
15.2.2004 |
| Letzte Änderung: |
22.12.2005 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Von: Gün Schote @ (Rezension 3 von 3)

Die Veröffentlichung von "The Wedge" hat es dem Pallas-Fan Mitte der 80er nicht leicht gemacht: die neue LP war das Gegenteil von allem, was man am Major-Debüt The Sentinel zuvor lieben lernte. Das Cover war schlicht, ein breiter weißer Rand umgab einen steinigen Grund, in den ein gläserner Keil eindrang. Jede Mystik aus den Lyrics war mit Euan Lowson verschwunden und dem entsprechend war die Musik auch voll und ganz in den 80er Jahren angekommen. Glattpolierter Neo-Prog fand sich auf dem Album wieder. Dabei war der Beginn mit dem neuen Sänger Alan Reed noch so viel versprechend:
The Knightmoves: Diese EP zierte ein schwarz/graues Schachbrettcover auf dem im Maxiformat der silberne Sentinel zu sehen war. Mit "Strangers" und "Nightmare" fanden sich dort zwei starke Songs, die Power hatten und einen interessanten Neubeginn der Schotten darstellte. Den Vogel schoss dann aber "Sanctuary" ab, mit seinem orientalischen Beginn und der Steigerung zu einem neo-progressiven Meisterstück. Mehr davon und alles wäre in Ordnung gewesen.
Doch obwohl The Wedge grundsätzlich in die gleiche Kerbe schlug wie die EP waren die Songs einfach musikalisch schwächer und dabei noch moderner produziert, was nun wirklich jede Atmosphäre zunichte machte. "The Executioner (Bernie Goetz A Gun)", einer der besseren Songs, klang wie Magnum, ?Throwing Stones at the Wind? sollte an neuere Genesis-Stücke anknüpfen, was ziemlich misslang. "Just a Memory" und "Win or Losse" sind Balladen der eher unnötigen Art, "Imagination" auch nur Durchschnitt. Einziger wirklicher Lichtblick war und ist "Ratracing", dass nicht ganz an "Sanctuary" heranreicht, aber trotzdem ein starker Prog-Track mit verschiedenen Parts ist.
Die LP stand damals in allen größeren Plattenläden und für die EMI schien Pallas für einige Monate die Band der Stunde zu sein. Auf HR3 (und sicher auch anderen Sendern) wurde "Win or Lose" einige Tage lang immer wieder zu besten Sendezeiten gespielt (wie auch IQs "Promises")! Allein das kaufende Publikum zog nicht mit.
Ein orientierungsloses Album, das durch die drei Tracks der EP gerettet wird.
| Anspieltipp(s): |
Nightmare |
| Vergleichbar mit: |
Magnum, Marillion |
|
| Veröffentlicht am: |
31.1.2010 |
| Letzte Änderung: |
28.2.2013 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pallas
Zum Seitenanfang
|