Kowtow
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
8/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Nick Barrett |
vocals,guitars |
| Pete Gee |
bass |
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| Fudge Smith |
drums |
| Clive Nolan |
keyboards |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Saved by you
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4:01
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| 2. |
The Mask
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4:00
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| 3. |
Time for a change
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3:59
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| 4. |
I walk the rope
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4:49
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| 5. |
2 AM
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4:16
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| 6. |
Total recall
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7:05
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| 7. |
The haunting
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10:43
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| 8. |
Solid Heart
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4:23
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| 9. |
Kowtow
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8:51
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| Gesamtlaufzeit | 52:07 |
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Rezensionen

"Kowtow" hat einige Mankos: es klingt grauenhaft, hat ein Low-Budget-Cover (original in schwarz/weiß, später als CD mit roter Schrift) und wurde von einer Band aufgenommen, die nicht so richtig wusste, wohin die Reise gehen soll. Die EMI, die mit dem Gedanken spielte, die Band unter Vertrag zu nehmen, verlor schon Monate zuvor das Interesse.
Nach dem Prog-Revival mit seiner Vielzahl an ausufernden Kompositionen zu Beginn der 80er ging der Trend in der britischen Prog-Szene zu Ende des Jahrzehnts hin zu kürzeren, eingängigeren Stücken und auch Pendragon orientierten sich in diese Richtung. Neue Songs wie "Eye for an Eye", "Saved by You" und "Solid Heart" folgten auf die Single "Red Shoes". Die "Kowtow"-LP trennte dann konsequenterweise die Pop-Songs auf Seite 1 von den längeren Stücken auf der zweiten Seite. Die running-order für die CD wurde später leicht verändert: "Solid Heart" rutschte nach hinten und das zunächst nicht auf "Kowtow" enthaltene "Saved by You" eröffnet die CD quasi als Bonus-Track.
"Saved by You" ist ein interessantes Stück. Dies liegt weniger am Song selbst, als vielmehr an seiner Geschichte. Vertrieben wurde "Saved by You" von Bellaphon Records Germany. Deren Sitz befand sich in den 80ern in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofes und man darf mir glauben, dass mir 1991 fast die Augen raus fielen, als ich an den Schaufenstern von Bellaphon vorbeilief und die gesamte Auslage mit Pendragon-Singles (CD-Singles, damals eine verdammt coole Sache!) dekoriert war! Was zur Hölle hatten die denn vor? Nick Barrett und Anhang produzierten zudem ein Promo-Video zu dem Song, in welchem Nick eine fantastische Schönheit durch den Marquee-Club und Soho verfolgt. Ich hatte die Ehre, den Song direkt nach den Aufnahmen in einem Rohmix zu hören und zu diesem Zeitpunkt war er noch ein echter Rocker mit sehr dominanter Gitarre, die später im finalen Mix etwas zurückgefahren wurde. So wurde "Saved by You" ein netter 80er Jahre Pop/Rock-Song ohne Tiefgang.
Aber zurück zum eigentlichen Album. Wenn man sich durch die kürzeren Stücke hört, dann klingt das alles irgendwie ganz nett, aber keineswegs restlos fesselnd. Marillion, IQ oder neue Bands wie Galahad und Aragon hatten da die Nase vorn. "2 AM" ragt allerdings deutlich aus der Reihe der kurzen Stücke hervor. Obwohl "2 AM" sehr rührend ist und das Saxophon auch eher ungewöhnlich für Pendragon klingt, ist der Song keineswegs kitschig, doch leidet er (wie das gesamte Album) an seinem mäßigen Sound. Zur gleichen Zeit war der neue Keyboarder Clive Nolan auch mit seiner Band The Cast (ein Shadowland-Vorläufer) aktiv. Der später so gefürchtete Nolan-Sound existierte damals noch nicht und The Cast produzierten 1A Pop/Rock mit einem wirklich starken Sänger namens Simon. Als naiver Teenie fragte ich mich, warum Nolan nicht die kurzen Songs für Pendragon schreibt, da jene aus seiner Feder (auf Skeletons in the Cupboard ist z.B. "Walk on Water" zu hören, leider von Nolan gesungen) jene auf "Kowtow" locker in den Schatten stellten.
Anders Seite 2 bzw. die drei längeren Stücke des Albums. "Total Recall" hätte zu einer echten Perle des 80er Neo-Prog werden können - wäre es nur halbwegs ordentlich produziert worden! Das Schlagzeug (ich war nie ein großer Fan des Schlagzeugspiels von Fudge) klingt böse, der Sound insgesamt ist dünn. Der balladeske Song selbst (eine Gee-Komposition) ist wundervoll und vielleicht das Highlight des Albums. Diesen Titel könnte sich aber auch "The Haunting" schnappen, das es locker mit dem Klassiker "The Black Knight" aufnehmen kann. Was diese beiden Longtracks stark voneinander unterscheidet sind Barretts Lyrics. Klar, der schwarze Ritter trabte noch prog-typisch durch mittelalterliche Sümpfe, während Barrett sich für "The Haunting" deutlich von Fish und dessen "Beziehungs"-Texte auf "Fugazi" hat inspirieren lassen. Und auch beim abschließenden Titelstück kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass "Fugazi" Pate stand. Selbstverständlich reicht "Kowtow" nicht an die Dramatik des Marillionsongs heran und auch wenn es über Jahre ein Live-Favorit der Band bleiben sollte, ist es nicht wirklich ein Prachtstück im Werk der Band.
Das uninspirierte Cover rundet den sehr durchwachsenen Eindruck des Albums ab. Mieser Sound, einige gute, einige durchschnittliche Stücke machen "Kowtow" zu einem unglücklichen Album aus der Saure-Gurken-Zeit des Progressive Rock. Da war deutlich mehr drin!
| Anspieltipp(s): |
Total Recall |
| Vergleichbar mit: |
Marillion, IQ |
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| Veröffentlicht am: |
26.12.2010 |
| Letzte Änderung: |
5.4.2013 |
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