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Steve Walsh

Glossolalia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: HardRock; Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream; Progmetal; RetroProg
Label:
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Steve Walsh Vocals, Keyboards
Trent Gardner Keyboards, Trombone
Virgil Donati Drums
Page Waldrop Steel and Acoustic Guitar
Jim Roberts Hammond Organ
Mike Slamer Guitar
Billy Greer Bass

Gastmusiker

Wayne Gardner, David Manion, Steve Brownlow

Tracklist

Disc 1
1. Glossolalia 5.20
2. Serious Wreckage 6.01
3. Heart Attack 4.18
4. Kansas 9.00
5. Nothing 3.08
6. Haunted Man 5.35
7. Smackin' The Clown 10.05
8. That's What Love's All About 5.05
9. Mascara Tears 7.05
10. Rebecca 5.15
Gesamtlaufzeit60:52


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @


Glossolalia ist das zweite von drei Soloalben (eine 2-Track EP 2007 werte ich nicht als Album), die es bisher vom Kansas Sänger Steve Walsh gibt. Zwischen den drei Alben liegen mal eben 25 Jahre (1980, 2000, 2005) und entsprechend unterschiedlich fallen die Ergebnisse aus. Es ist nicht so einfach, einen derart großen Namen losgelöst von seiner Stammband zu betrachten, mit der er große Erfolge feierte. Ich will mich auch gar nicht erst daran versuchen, obwohl: Glossolalia klingt nicht zwangsweise wie Kansas, ist kein Kansas Abklatsch und erhebt meines Erachtens nach auch den Anspruch, bewusst anders sein zu wollen – auch wenn am Ende eben doch die Parallelen schon allein aufgrund des Gesangsstils und der Art zu komponieren da sind. Fakt ist aber, dass Steve Walshs hier vorliegendes zweites Album definitiv das Highlight seiner Soloalben darstellt.

Glossolalia ist groß. Spätestens mit dem einleitenden Riffgewitter nach einem kurzen Intro wird klar, hier werden keine Gefangenen gemacht. Wer das Album bei einer bekannten Videoplattform einhört, findet dort zahlreiche lobende Kommentare zu der Musik. Einen davon möchte ich exemplarisch als Beschreibung für die Musik aufgreifen: „Peter Gabriel meets Tool.... great job....so underrated and somewhere in europe not so known.” (User: MrGaableenz). Das trifft es ganz ausgezeichnet, besonders aber eben für den eröffnenden Titeltrack. Vor allem die harten, sehr trocken produzierten Gitarren und der wuchtig, ratternde Bass sorgen für dieses Tool Feeling, orchestrale, getragene Synthesizerpassagen und Sprechgesang haben so einen Hauch von Gabriel.

Steve Walsh läuft zudem zu ungeahnten Höchstleistungen auf und zeigt, dass in seiner markanten Stimme weit mehr Facetten stecken als jene, die gemeinhin bekannt sind. Ich bin darüber sehr erfreut, denn ich hätte ihm nie zugetraut einen derart wuchtigen Sound tatsächlich an Power noch zu überbieten. Natürlich besinnt sich der Mann auch seiner weit bekannteren Skills, singt gefühlvolle Strophen und leise Töne mit einer Spur Souveränität und Einfühlungsvermögen. Fragt man Wikipedia nach der Wortbedeutung des Albumtitels, so findet man folgendes: „Unter Zungenrede bzw. in Zungen reden, Glossolalie (altgriechisch γλῶσσα (glôssa), γλῶττα (glôtta) Zunge, Sprache und λαλέω (laléo) sprechen) oder Sprachengebet versteht man unverständliches Sprechen, insbesondere im Gebet.“ So unverständlich ist das hier dargebotene Gesangsmaterial dann nicht. Aber wer weiß, vielleicht wird der ein oder andere später ja den Walsh anbeten dafür und entsprechend huldigen?

Glossolalia besticht vor allem durch seinen musikalischen Reichtum. Wie bereits erwähnt, ist das Album durch den Einsatz einer sehr kernigen Gitarre mit einer deutlichen Spur Härte versehen. Ohne Frage handelt es sich hierbei dennoch um ein hartes Stück Rockmusik, nicht um Heavy Metal, das möchte ich nochmal betont wissen. Die Songs sind abwechslungsreich gestaltet, sind durchzogen von orchestralen Momenten und bergen die ein oder andere Überraschung, wenn aus einer ruhigen Stimmung plötzlich ein Riffgewitter wie der Blitz aus heiterem Himmel einschlägt. Natürlich kommt die glasklare Produktion diesem Moment entgegen. Auf der anderen Seite erzeugen effektsuchende, orchestrale Keyboardpassagen geschickt eine Einzigartigkeit des Werkes, setzen Kontrapunkte und lassen eine Spur Brillanz in die Stücke einfließen, die den Glanz großer Bühnenwerke versprüht. Glossolalia *murmelmurmel* ist unbedingt zu empfehlen und hat auch 15 Jahre nach seiner Veröffentlichung eine enorme Aktualität. Die Vielfalt und Stärke des Albums lassen es zeitlos erscheinen, die Spur Härte schafft Abgrenzung zur Hauptband, der Einsatz orchestraler Momente bringt betont Andersartigkeit zum Kansas Sound. Kennt man ein wenig die Diskographie von Kansas, kann man unter diversen Umständen behaupten, dass Glossolalia eine konsequente und härtere Weiterentwicklung des tollen „Freaks Of Nature“-Albums ohne Einsatz einer Geige ist. Damit ist der Kreis geschlossen und ich *murmelmurmel* hole nun meinen Gebetsteppich hervor.

Anspieltipp(s): Glossolalia, Smackin' The Clowns
Vergleichbar mit: Kansas meets Tool meets Peter Gabriels Up!
Veröffentlicht am: 9.10.2015
Letzte Änderung: 9.10.2015
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steve Walsh

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1980 Schemer-Dreamer 7.00 2
2005 Shadowman 9.67 3
2017 Black Butterfly 7.00 1

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