Sleepers
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
8.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Stuart Nicholson |
vocals |
| Roy Keyworth |
guitars |
| Spencer Luckman |
drums |
| Karl Garrett |
keyboards |
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| Mark Andrews |
keyboards |
| Neil Pepper |
bass guitar |
| Tim Ashton |
bass guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Sleepers
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12.19
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| 2. |
Julie Anne
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4.43
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| 3. |
Live And Learn
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9.54
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| 4. |
Dentist Song
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4.19
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| 5. |
Pictures Of Bliss
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2.06
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| 6. |
Before, After And Beyond
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6.08
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| 7. |
Exorcising Demons
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9.15
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| 8. |
Middleground
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6.03
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| 9. |
Amaranth
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11.43
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| Gesamtlaufzeit | 66:30 |
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Rezensionen
Von: Fix Sadler (Rezension 1 von 2)

Edel-Prog, so muß man wohl das 2te "richtige" Studio-Album von Galahad nennen. Die Produktion hat sich im Vergleich zum Debut deutlich gesteigert, und wir bekommen sehr geschmackvollen, melodiösen Prog mit mehr Ecken und Kanten geboten.
Das Titelstück ist ein absoluter Kracher im Stile von Battle Of Epping Forest (Genesis: Selling England...), also mit vielen unterschiedlichen Parts, die aber doch recht gut zueinander passen, stimmungsvoll den Inhalt der Storie unterstützen (Sleepers = Untergrundorganisation im Frankreich des 2ten Weltkriegs) und noch mit witzigen Samples (z.B. ein kurzes Edith Piaf Einsprengsel) aufwartet. Wirklich großartig, das einzige was ich (aber generell bei Galahad) bemängele, sind die "runtergebutterten" Gitarren und der doch zu "nette" Gesang (wirklich nicht schlecht, aber man muß wohl total auf so sterile Stimmen stehen.....).
Julie Anne ist eine zu tränen rührende Ballade, die mit etwas anderer Produktion und mehr Dampf aus dem PC eine Backstreet Boys - Hymne sein könnte..... mir gefällt's!
Live And Learn mutiert dann nach Galahad-typischen Einstig zur ersten Überraschung! Die letzten 4 Minuten (also Pt. II Learning Curve) sind rein instrumental, sehr vertrackt und "hart" (wenn man nur die Gitarren auch "rotzen" lassen würde....) Es werden erstmals Erinnerungen an KC (wer nur Nothing Is Written kennt, wird seinen Ohren kaum trauen) wach. Das wäre auch ziemlich gut, würde man so konsequent sein, den Sound von "schmusi" auf "brachial" umzustellen. Hier fällt es dann doch wieder auf, dass man (bewusst) durch ein Kissen aufnimmt..........FRAGE: GIBT ES LEUTE DA DRAUSSEN, DENEN SO EIN SOUND GEFÄLLT? - ich habe mehr als Probleme damit!
Es folgen mit Dentist Song und Pictures Of Bliss 2 völlig unbedarfte Liedchen....ersteres mit kurzem Genesis-Geblubber a la I Know What I Like, letzteres als "Pseudo-Folk" - SKIP! Before, After And Beyond beginnt mit einem Mönchschor (nächste Überraschung) - Abwechselung wird hier groß geschrieben. Der Song wird bombastisch, modern und schräg, bleibt aber im Strophe-Refrain-Schema und bietet eine Holdsworth (UK) Gitarre.....sorry, ich wiederhole mich.......VIEL ZU LEISE!! Weiterhin gibt's eine Bridge mit Keyboardfanfare und anschließendem Abgehpart. Ihr seht, alles ist da was der geneigte Progger braucht, auch die Kompositonen sind einmal mehr größtenteils richtig klasse, doch warum produziert man zwar sauber, aber "rotz" - und gitarrenfeindlich? Deshalb bleibt es leider nur beim ordentlichen Versuch.
Exorcising Demons beginnt atmosphärisch - Keys, Samples von spielenden Kindern (es geht um Kindesmisshandlung), Stuart Nicholsen spricht die ersten Zeilen, ja, das kommt gut, düster, verzerrt, dumpf - passt! Das Stück bleibt ca. 3,5 Min. getragen - Bass setzt ein und geile Percussion, Stu's Stimme bleibt verzerrt, der Part treibt vorwärts und wieder sind da die Remiszensen an KC bzw. diesmal etwas mehr an UK wegen des (ganz) leichten Jazz-Touches. Darauf folgt das abgedrehteste Instrumental der Bandgeschichte, das ich nicht unbedingt als stimmig betrachte, aber noch mal deutlich die 70er Anleihen aufdeckt und schließlich Bombast-Part, Reprise des Einstiegsgesangs und aus. Ein sehr interessantes Experiment der Band, welches auch recht gut zum Kontext der Geschichte passt, nicht immer perfekt umgesetzt aber mit tollen Ansätzen.
Middleground zeigt dann wieder das, was die Band wohl am besten kann: unglaublich schöne Melodien schreiben. Der Song ist eine (etwas zu lange) Bombast-Ballade, dürfte aber den nach Exorcising Demons "verwirrten Neoproggie wieder auf den Boden holen ;)
Zum Abschluß, wie so oft, das Meisterwerk........nö, hier leider nicht. Amaranth fängt zwar recht verheißungsvoll an, mit Akustik-Gitarre und Keys + Nichelson's Gesang! Im: Sound.........Chaser" (auf einmal sind alle Yes-Fans interessiert ;>), aber nope, dieser Song hat nix mit Yes zu tun) wird's bombastisch......aber hier ist der Sound dann doch wieder sehr "platt" und ein wirklich billiger Vocoder-Effekt baut auch nicht gerade Gänsehautatmosphäre auf. Schließlich gibt es einen auch laffen Uptempo-Part, in dem ich mit Müh und Not einen sehr schön geslappten Bass höre und schließlich kommt was "ganz hattes" im Stil von Prog-Metal-Bands, nur leider muß man wieder ganz die Ohren spitzen, um die Gitarren zu hören...... Komisch, muß ich da sagen, der Reste der Platte, war zwar nicht in meinem Sinne produziert, aber ok! Amaranth ist absoluter Schrott, was den Sound angeht...musikalsich völlig unausgereift und zusammengestückelt.... Höhepunkt des ganzen ist ein lächerliches Zwischenspiel, dass nur aus einem C-64 Spiel entliehen sein kann, ehe ein bombastischer Part den "Song" zu Ende führt.....Große Güte, hoffentlich ist das nicht der neue Stil der Band......es kam noch schlimmer, aber das bei der Kritik zu Following Ghosts.....
Fazit: So richtig gelungen ist eigentlich nur Sleepers, bei dem der Sound auch, na ja, ok ist! Es gibt weitere schöne und interessante Sachen, aber auch ganz schlimmes........Mmmh, mir gefällt die Scheibe schon ganz ordentlich, und ich denke es wird `ne Menge Leute geben, die auf Sleepers völlig abfahren........
Ach ja, bevor ich's vergesse, die Coverdame ist wohl tot.......ein recht morbider Witz, der Galahad untergejubelt wurde........Dafür ein: Pfui!
| Anspieltipp(s): |
Before, After And Beyond, Middleground |
| Vergleichbar mit: |
Marillion, Pendragon, aber hier auch 70er-orientiert....KC, UK.... |
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| Veröffentlicht am: |
11.8.2002 |
| Letzte Änderung: |
3.5.2003 |
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Mit Sleepers perfektionieren Galahad ihren schon von Nothing Is Written bekannten Stil, Hochglanz-NeoProg mit wirklich wunderschönen Melodien, der - leider nur live, ergo nicht auf diesem Studioalbum - sogar richtig Ecken und Kanten besitzt.
Man könnte also im Grunde genommen eigentlich auf das Review zu Nothing Is Written verweisen, allerdings täte man Sleepers damit doch unrecht, denn das Album besitzt durchaus einen eigenen, leicht anderen Charakter.
Mit dem Opener und Titeltrack eröffnen Galahad gleich mit dem stärksten Track, der auf packende Weise ein Geschichtchen über die französische Resistance im 2. Weltkrieg erzählt. Meiner Meinung nach einer der stärksten Galahad- bzw. sogar NeoProg-Songs überhaupt. Leider kommt das ganze auf CD bei weitem nicht so druckvoll und mitreißend wie live - schuld ist die altbekannte und von Fix ja schon kritisierte "Kissenproduktion". Schade, da das wirklich einen Teil der guten Arbeit von Galahad zunichte macht - hier wäre ein Remaster mal wirklich sinnvoll...
Sleepers ist natürlich nicht der einzige starke Titel, auch Live And Learn (für Galahad teilweise ziemlich schräg, cool), Before, After And Beyond, Exorcising Demons und der typische Galahad-Schmachtfetzen Middleground wissen durchaus völlig bzw. zumindest in größeren Teilen zu überzeugen. Julie Anne ist ein nettes Ballädchen und der Dentist Song hat zumindest noch einen lustigen Text, wogegen Pictures Of Bliss belanglos ist und Amaranth sogar richtig ärgerlich - überambitioniert, zusammengekleistert und konzeptlos. Hätte man besser weggelassen.
Es bleibt eine Platte, die jedem Galahad-Fan (so auch mir) wirklich gefallen sollte, wenn auch die Produktion und Amaranth für eine Abwertung sorgen. Trotzdem ein Album, das sich jeder (Auch-)NeoProg-Hörer ziemlich bedenkenlos zulegen kann. Ich würde hier auch wirklich gerne mehr Punkte vergeben, aber die Produktion macht mir das unmöglich, schade.
| Anspieltipp(s): |
Sleepers, Middleground |
| Vergleichbar mit: |
Marillion und ein Haufen anderer NeoProg- und 70er-Bands |
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| Veröffentlicht am: |
2.9.2003 |
| Letzte Änderung: |
2.9.2003 |
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