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Peter Hammill

Roaring Forties

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: sonstiges
Label: Fie!
Durchschnittswertung: 9.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Peter Hammill keyboards, vocals, gtr

Gastmusiker

Nic Potter bass
David Jackson sax
Stuart Gordon violin
Many Elias dr
Simon Clark org

Tracklist

Disc 1
1. Sharply Unclear 5:40
2. The Gift of Fire (precursed)/ The Gift of Fire (Talk Turkey) 8:30
3. You Can't Want What You Always Get...If You Haven't Got It Yet 9:32
4. A Headlong Stretch

1. Up Ahead
2. Continental Drift
3. The Twelve
4. Long Light
5. Backwards Man
6. As You Were
7. And So I Said

19:24
5. You Tall Ship 5:00
Gesamtlaufzeit48:06


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 1 von 3)


Eine der besten Platten von Hammill in den letzten Jahren, mitgewirkt haben hier u.a. Nic Potter, David Jackson, Stuart Gordon, Many Elias und Simon Clark. Ich würde sogar sagen, so könnten VdGG in den Neunzigern klingen. Die CD knüpft musikalisch an "THE NOISE" an, ist aber in meinen Augen wesentlich geschlossener. "The gift.." hätte dort nahtlos erscheinen können (erinnert mich etwas an "Auto" ("In a foreign town") und glänzt nach langer Zeit mal wieder mit einer tollen Orgel. Was mich begeistert sind die längeren Instrumentalpassagen (z.B. "...if you haven't.." mit Jackson pur)

Gelungen ist auch der Longtrack, der wieder mal alles enthält, was der klassische Progrocker so liebt ;->. Beginnt er stimmungsmäßig eher ätherisch (Richtung "Fireships") tauchen später wirklich Passagen auf, wo ich denke, das ist VdGG pur. Überhaupt ist dieser Song wie eine Reise durch Hammills bisheriges Werk, es ist, als ob er alle seine vergangenen Stile in diesem Track zusammenpackt. Im letzten Song beginnt er dann sehr ruhig, aber wie er dann nur durch Orgel und Drums die Song steigert, ist schon wieder toll.

Anspieltipp(s): A headlong stretch, You can't want what....
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.4.2002
Letzte Änderung: 22.4.2002
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 3)


Bereits ein Jahr nach dem enttäuschenden "The Noise", das simple, wenig komplexe Stücke bot, legte Peter Hammill den Nachfolger "Roaring Forties" vor. Auf den ersten Blick scheint es nur fünf Songs zu geben, die jedoch 13-fach unterteilt sind. Also hat der Meister zumindest in Sachen Komplexität aus den Fehlern gelernt.

Los geht es mit "Sharply unclear", das mit seiner Gitarre, die gebrochene Akkorde spielt, stark an das Grundmuster von Metallicas "Nothing else matters" erinnert. Mittendrin dann noch der Einsatz der E-Geige, dazu ein Hammill in Bestform - ein toller Song!

Dann jedoch verblaßt meine anfängliche Begeisterung zusehends. Das anschließende "Talk Turkey" ist zwar noch ganz nett, aber um einiges zu lang. "You Can't Want What You Always Get" ist wieder ähnlich uninspiriert wie "The Noise", hat aber immerhin ein paar passable Einsätze von Geige und Saxophon.

Aber vielleicht bringt ja der Longsong "A Headlong Stretch" Besserung? Die sieben Teile bilden zwar inhaltlich, jedoch nicht musikalisch eine Einheit. Die ersten beiden Teile hören sich exakt so an wie die Dire Straits bei ihren ruhigeren Sachen. Dann wird es aber wilder, die nächsten beiden Teile sind dann quasi die von Andreas angesprochenen VdGG der 90er, mit einem tollen David Jackson am Saxophon. Am Schluß wird es wieder ruhiger und es kommt zu einem versöhnlichen Ausklang.

Beim letzten Song "Your tall ship" wird mir endlich klar, was mich die ganze Zeit über so gestört hat: Manny Elias ist einfach kein guter Drummer, nicht variantenreich genug, zu wenig druckvoll, einfach langweilig.

"Roaring forties" ist deutlich besser als "The Noise", als "VdGG der 90er" würde ich diese Hammill'sche Begleitband aber nicht bezeichnen.

Anspieltipp(s): Sharply unclear, Long light
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.9.2004
Letzte Änderung: 17.1.2005
Wertung: 8/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 3)


Hier stimme ich eher mit Andreas als mit Thomas überein. Nach dem über weite Strecken etwas zu simplen Noise zeigt Hammill sich auf Roaring Forties wieder in deutlich besserer Form. Die Dynamik der Musik ist - von ein paar ruhigeren Sequenzen - geblieben, die Stücke sind aber wieder ausladender und abwechslungsreicher, insbesondere die lange Suite A Headlong Stretch, Hammills erster "epischer" Song seit 1980. Tatsächlich klingt vieles hier wie eine moderne Inkarnation von VdGG, aber das Gefühl habe ich fast immer, wenn Jackson dabei ist.

Zwei Haare in der Suppe gibt es dann doch: Manny Elias agiert am Schlagzeug oft ziemlich mechanisch und einfallslos, und Gift of Fire ist einfach zu lang. Ansonsten ist dies ein gutes Hammill-Album.

Anspieltipp(s): Sharply Unclear
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.10.2006
Letzte Änderung: 2.10.2006
Wertung: 10/15
ohne die erwähnten Schwächen wären es 11

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Peter Hammill

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Fool's Mate 9.60 5
1973 Chameleon in the Shadow of the Night 10.00 3
1974 The Silent Corner and the Empty Stage 13.00 3
1974 In Camera 12.50 3
1975 Nadir's Big Chance 11.33 4
1977 Over 11.67 3
1978 The Future Now 11.67 3
1979 pH7 13.33 3
1980 A Black Box 12.00 5
1981 Sitting Targets 9.00 3
1982 Enter K 12.50 2
1983 Patience 11.00 2
1984 The Love Songs 8.50 2
1985 The Margin+ 12.50 4
1986 And close as this 6.25 4
1986 Skin 8.00 2
1988 In A Foreign Town 8.50 2
1988 Spur of the Moment (Peter Hammill & Guy Evans) 8.50 2
1990 Out Of Water 9.00 2
1990 Room Temperature Live 9.67 3
1991 The Fall of the House of Usher 7.50 2
1992 Fireships 10.50 2
1993 There Goes The Daylight 9.00 2
1993 Offensichtlich Goldfisch 9.00 2
1993 Loops & reels - Analogue Experiments 1980 - 1983 7.50 2
1993 The Noise 7.00 2
1995 The Peel Sessions 12.00 2
1995 X My Heart 10.50 2
1996 Past Go: Collected - 1
1996 Tides 9.00 2
1996 Sonix 8.50 2
1997 The UNION CHAPEL Concert (Peter Hammill & Guy Evans) 12.50 2
1997 Everyone You Hold 11.50 2
1998 This 10.00 2
1999 Typical 12.50 2
1999 The Fall of the house of Usher (deconstructed & rebuilt) 9.00 2
1999 The Appointed Hour (Roger Eno & Peter Hammill) 9.50 2
2000 None of the Above 10.00 2
2001 Unsung 11.00 1
2001 What, Now? 11.50 2
2002 Clutch 13.00 2
2004 Incoherence 12.50 2
2006 Veracious 11.00 3
2006 Singularity 12.00 3
2009 Thin Air 11.00 2
2009 In the Passionskirche Berlin MCMXCII 10.00 1
2011 Pno, Gtr, Vox 12.00 2
2012 Pno, Gtr, Vox Box 12.00 1
2012 Consequences 10.33 3

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