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19216 Rezensionen zu 13023 Alben von 4924 Bands.
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Kansas

Masque

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: Blues; HardRock; Klassischer Prog
Label: CBS
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Phil Ehart drums, moog drum, assorted percussion
Dave Hope bass
Kerry Livgren lead- and rhythm guitars, acoustic guitar, moog, piano, clavinet, arp synths
Robby Steinhardt violin,vocals
Steve Walsh organ, piano, clavinet, moog, congas, vocals
Rick Williams guitars

Gastmusiker

Lon Price sax on #1

Tracklist

Disc 1
1. It Takes A Woman's Love 3.09
2. Two cents Worth 3.10
3. Icarus - Born On Wings Of Steel 6.07
4. All The World 7.14
5. Child Of Innocence 4.38
6. It's You 2.35
7. Mysteries And Mayhem 4.21
8. The Pinnacle 9.35
Gesamtlaufzeit40:49


Rezensionen


Von: Horst Straske @ (Rezension 1 von 3)


Das Album "Masque" fällt erst einmal wegen seines interessanten Covers auf, das ein Bild des italienischen Malers Giuseppe Arcimboldo (1527-1593) zeigt, welches sich im Original im Kunsthistorischen Museum von Wien befindet. Aus einzelnen Fischen/Meerestieren setzt sich hier ein Gesicht zusammen. Musikalisch wird hier das Konzept der beiden vorangegangen Alben fortgesetzt. Am Anfang stehen mit "It Takes A Woman´s Love (To Make A Man)" und "Two Cents Worth" wiederum zwei energiegeladene Rocksongs, welche die Band von ihrer rockigen und eingängigen Seite präsentieren. Mit "Icarus - Borne On The Wings Of Steel" folgt einer der typischen Bombasttracks der Amerikaner, der sich in all den Jahren zu einem nicht mehr wegzudenkenden Klassiker im Programm von Kansas entwickelt hat.

Insgesamt geben sich Kansas auf "Masque" erstaunlich rockig, was aber nicht bedeutet, dass hier die symphonischen Elemente fehlen. Robby Steinhardts zweiter Lead-Gesang kommt auf "Masque" besonders effektiv zur Geltung und seine Stimme steht im perfekten Einklang mit Steve Walshs Sangeskünsten.

"Mysteries And Mayhem" gehört zu den härtesten Songs von Kansas überhaupt, der hier aber nicht ganz den fast schon brachial anmutenden Charakter der Liveversion auf "Two For The Show" erreicht. Natürlich darf im Instrumentalteil auch die Bombastnote nicht fehlen, wo sich Livgrens und Williams Gitarre eindringlich duellieren. Nach diesem mitreißenden Hardrocker schließt der hymnische Titel "The Pinnacle" das Album würdevoll ab und setzt einen weiteren symphonischen Höhepunkt. Das Niveau des ganze sieben Monate zuvor veröffentlichten Albums "Song For America" wird nicht ganz erreicht, ein Jahr später legten Kansas aber mit "Leftoverture" ihr bestes Album vor.

Anspieltipp(s): Icarus, Mysteries And Mayhem
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.5.2003
Letzte Änderung: 23.5.2003
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Ja, Kansas können rocken; Vergleiche etwa mit den Allman Brothers lassen sich beim Opener It takes a Woman's Love locker anstellen. Auch das folgende Two Cent Worth besticht durch seine Gradlinigkeit, die hier aber sehr lässig rüberkommt. Dass Kansas auch anders können, bleibt auch auf diesem Album nicht verborgen... Bereits Icarus steigert den progressiven Anteil des Albums mit einem rasanten Fiedeleinsatz enorm. Ab hier gibt es für den ganzen Rest des Albums keinen Zweifel mehr daran, dass Kansas die Godfathers des Ami-Prog sind! Und rocken können sie, diese Burschen aus Topeka, Kansas...

Auch dadurch wirkt Masque etwas gradliniger als die Vorgänger, besonders am Anfang schon wie ein Zugeständnis an die Plattenfirma, dass es doch auch mal was Radiokompatibles geben möge... Dieser Eindruck trügt nicht, wenn man den Worten von Richard Williams glauben schenken darf: "All of a sudden, it was just, 'We've got to have pop hits.'" (Begleitheft zur Kansas-Box 1994, S. 19) Dennoch ziehen sich Kansas hier wie so oft in den 70ern - gekonnt aus der Affäre. Masque schwächelt nur ein bisschen und ist insgesamt ein gutklassiges Album geworden. Der ganz große Wurf ist es aber eben noch nicht.

Die CD-Ausgabe aus dem Jahr 2001 enthält als Bonus eine etwas rohe Probeaufnahme von Child of Innocence sowie ein wirklich knackiges Demo von It's you, das die Album-Version tatsächlich etwas lendenlahm erscheinen lässt. Nette Zugabe!

Anspieltipp(s): Icarus, The Pinnacle, It's you (Demo)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.8.2011
Letzte Änderung: 7.3.2012
Wertung: 11/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 3 von 3)


Uargs. Das Saxofon in "It Takes A Woman's Love" vermiest mir den Start in "Masque" ganz schön, wenn man sich nicht schon daran stören sollte, dass das Stück ohnehin schon plakativ kommerziell ist. Auch "Two Cents Worth" lässt Kansas' Drittwerk eher untypisch zu beginnen, allerdings macht sich die unterschwellige Melancholie der Nummer ganz gut. Kurios, dass die beiden ersten Stücke fast gleich lang sind.

Mit "Icarus (Borne On Wings Of Steel)" gehen Kansas dagegen endlich in die Vollen. Im Vergleich zu "Song For America" hat man die Substanz des Albums aber ein wenig eingedampft und präsentiert keinen Longtrack und auch keine technische Rocknummer, sondern einen eher langen Rocksong mit einigen filigranen Schlenkern und schönen melodischen Kniffen, was vor allem dem langen Refrain anzuhören ist. Auch "All The World" verweigert sich dem typischen Longtrack-Habitus ein wenig, sondern streut stattdessen zwischen den balladesken Parts mit Gesang einige typische instrumentale Abgedrehtheiten ein.

"Child Of Innocence" und "Mysteries And Mayhem" sind dann wieder härtere Rocknummern im Stile des Vorgängeralbums und auch ähnlich gelungen. Der Harmoniegesang im Refrain des erstgenannten Songs gehört für mich zu den Höhepunkten des Albums, und seine Steigerung zum Ende hin ("I will take you through the dooo-aaaar") sogar zu denen der gesamten Kansas-Diskografie. Der zweitgenannte Song ist möglicherweise das schnellste Stück der Band und illustriert einmal mehr die Fähigkeit der Band, leichtfüßige und doch komplexe Rhythmen mit länger gezogenen Melodien und romantischen Harmonien beim Gesang und den Instrumenten souverän zu kombinieren. Zwischen diesen beiden Stücken mutet allerdings "It's You" reichlich unscheinbar an.

Zum Abschluss folgt mit "The Pinnacle" noch mal ein langer Song. Auch hier spart man sich aber das flirrende Element von "Incomudro" oder das wuchtige von "Song For America" aus, sondern spielt eine lange, romantische Nummer mit eher überlegt-bedächtigen Instrumentaleinsätzen, viel nachdenklichem Balladenpathos. Eher ist man hier an "Lamplight Symphony" oder "Lonely Wind" vom Debütalbum dran. Trotzdem ein äußerst hörenswertes Stück, das das "Masque" relativ melancholisch zu Ende bringt.

Als Fazit muss ich feststellen, dass ich "Masque" als eines der schwächeren 70er-Alben von Kansas einordnen muss. Ein Teil ("It Takes...", "It's You") der kurzen Songs ist verzichtbar oder bestenfalls "ganz nett", und die Longtracks fallen nicht so proggig aus. Spieltechnisch stimmt natürlich alles, aber das ist hier ja nur die halbe Miete. Gerüchteweise soll das Album der Versuch gewesen sein, sich etwas kommerzieller zu orientieren. Dass das besser geht, zeigen wohl die drei Nachfolgealben der klassischen Besetzung. Hier dagegen passt die Einbettung eingängigerer Strukturen in das Prog-Korsett der ersten beiden Alben noch nicht so wirklich.

Anspieltipp(s): Child Of Innocence, The Pinnacle
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.9.2011
Letzte Änderung: 6.9.2011
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kansas

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Kansas 10.67 3
1975 Song For America 12.33 3
1976 Leftoverture 13.00 3
1977 Point Of Know Return 13.00 3
1978 Two For The Show 13.00 2
1979 Monolith 10.00 3
1980 Audio Visions 6.00 2
1982 Vinyl confessions 7.50 2
1983 Drastic Measures 2.00 2
1986 Power 8.00 1
1988 In The Spirit Of Things 7.00 1
1993 Live at the Whisky 11.00 1
1994 Box Set 12.00 1
1995 Freaks Of Nature 10.00 1
1998 Always Never The Same (featuring The London Symphony Orchestra) 7.00 1
1998 King Biscuit Flower Hour Presents 10.00 1
2000 Somewhere To Elsewhere 10.00 1
2003 Device - Voice - Drum 10.33 3
2004 Sail On - The 30th Anniversary Collection - 1
2009 Original Album Classics - 1

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