Vinyl confessions
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Informationen
Allgemeine Angaben
| Erscheinungsjahr: |
1982 |
| Besonderheiten/Stil: |
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
7.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Kerry Livgren |
Guitar, Keyboards |
| Phil Ehart |
Drums |
| Dave Hope |
Bass |
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| John Elefante |
Lead Vocals,Keyboards |
| Rich Williams |
Guitars |
| Robbie Steinhardt |
Violin,Lead Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Play The Game Tonight
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3.27
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| 2. |
Right Away
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4.07
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| 3. |
Fair Exchange
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5.02
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| 4. |
Chasing Shadows
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3.22
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| 5. |
Diamonds And Pearls
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4.51
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| 6. |
Face It
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4.18
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| 7. |
Windows
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3.32
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| 8. |
Borderline
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4.01
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| 9. |
Play On
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3.34
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| 10. |
Crossfire
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6.33
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| Gesamtlaufzeit | 42:47 |
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Rezensionen

Mit dem Weggang von Ausnahmesänger Steve Walsh wurden Kansas ihres prägenden Elements beraubt und es schien unmöglich, ihn durch einen wenigstens annähernd gleichwertigen Frontmann ersetzen zu können. Die Wahl fiel letztendlich auf John Elefante, der zum Zeitpunkt seines Einstiegs erst Anfang 20 war und somit noch relativ unerfahren war. Unter Berücksichtigung dieser Voraussetzung ist seine Leistung auf "Vinyl Confession" wirklich beachtlich. Sein Gesang kann auch den schärfsten Kritiker überzeugen, wobei er natürlich nicht die Eindringlichkeit seines Vorgängers erreichen konnte, was aber wohl auch niemand ernsthaft von ihm verlangt hat.
Selbstverständlich darf nicht verschwiegen werden, dass Kansas in den 80er Jahren wesentlich mainstreamiger orientierter zu Werke gingen und sicherlich auch ihren Stil zunehmend auf den amerikanischen, radiofreundlichen Markt zurechtgeschnitten hatten. "Play The Game Tonight" ist wohl das beste und bekannteste Beispiel für diese stilistische Neuorientierung. Dennoch können auch diese eingängigen Rocksongs größtenteils überzeugen und bieten guten AOR, der keinesfalls banal oder seelenlos ist.
"Vinyl Confession" ist auch der Abschied von Geiger und Sänger Robby Steinhardt, dessen Instrument natürlich weit zurückgedrängt wurde. Einige Songs versprühen aber gerade wegen seiner Geige noch das typische Kansas-Feeling. Somit kann hier nicht vom mainstreamigen Ausverkauf einer großen Band gesprochen werden. Im Gegensatz zum nachfolgenden Album "Drastic Measures" bietet dieses Werk noch größtenteils ansprechendes Songmaterial. Der Glanz von Alben wie "Song For America", "Leftoverture" und "Point Of Know Return" wird natürlich nicht erreicht, was aber auch niemand erwarten konnte.
| Anspieltipp(s): |
Right Away, Crossfire |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
23.5.2003 |
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Jetzt sind Kansas also auch noch den Steve Walsh los, und auch die letzten Anklänge an die 70er sind im Nichts verschwunden. Schockiert? Von wegen: Dafür ist die Fallhöhe seit "Audio Visions" einfach zu gering. Und so lässt man dann von "Play The Game Tonight" an alles über sich ergehen.
Dabei ist "Vinyl Confessions" objektiv betrachtet sogar ein besseres Album als das Schandwerk aus dem Jahre 1980. Das liegt vor allem daran, dass man den Übergang nunmehr komplett hinter sich gebracht hat und sich also vollends das Etikett "AOR-Band" an die Brust heften darf. Ich kann mir nicht helfen, aber ich betrachte "Vinyl Confessions" auch in meiner Beurteilung völlig durch diese Brille und habe gar nicht den Anspruch, das Album könne auch nur im Ansatz nach Stücken wie "Journey From Mariabronn" oder "Icarus (Borne On Wings Of Steel)" klingen. Survivor, Asia und andere Pomprockkapellen stehen jederzeit Pate, und im Vergleich machen sich Kansas minus Walsh plus John Elefante sogar ganz gut. Die Songschreiberfähigkeiten eines Kerry Livgren garantieren eben auch für Stücke wie "Chasing Shadows" das nötige Niveau, im nicht im bodenlosen Pathos zu versinken.
Ansonsten gibt es ein paar schöne Melodien und durchgehend nicht zu simpel geratene Rhythmen. Bestes Beispiel hierfür ist wohl "Face It", das obendrein noch mit dem ersten gelungenen Saxofonsolo der Bandgeschichte aufwartet. Aber auch "Borderline" kann überzeugen, zumal die recht simple Strophe mit dem eher düsteren Refrain kontrastiert wird. Da blickt man auch gerne über die Handklatscher hinweg. Ein zumindest kleiner Rückblick auf die Vergangenheit ist noch "Play On", das den gleichen kreiselnden Synthierhythmus hat wie weiland "It's You".
Objektive Mankos hat "Vinyl Confessions" natürlich auch. "Right Away" klingt in der Strophe viel zu brav. "Diamonds And Pearls" ist trotz abstruser Einfälle (Pizzicato-Riffing) überwiegend langweilig. Und das Potenzial, mal härter zu werden, wie z.B. in "Windows", wird ebenso in den Wind geschossen. Wichtigster Punkt ist aber mal wieder, dass, sofern überhaupt vorhanden, die Soloarbeit selbstverständlich hinter allem vor "Audio Visions" zurücksteckt. Jetzt könnte man auch die These aufstellen, alles, was Kansas in den 70ern so spannend und progressiv gemacht hätte, wären ihre ausschweifenden einfallsreichen Soli gewesen. Natürlich greift das viel zu kurz, aber zumindest lässt die Abwesenheit dieses Stilmerkmals in den paar längeren Songs von "Vinyl Confessions", hier also "Fair Exchange" und "Crossfire", die großen Höhepunkt vermissen. Insbesondere in letzterem Stück hört man geradezu die Vertonung einer angezogenen Handbremse, unterm Strich ist eine solche Nummer da ein reichlich fauler Kompromiss. Lieber gleich sparen und nur noch auf solche Liedchen wie die im vorigen Absatz positiv hervorgehobenen setzen.
Fazit: "Vinyl Confessions" überrascht nach dem schlappen "Audio Visions" durchaus. 70er-Terrain wird man natürlich nie wieder betreten, aber die Ehrlichkeit in Sachen "Wir sind jetzt AOR" schafft klare Verhältnisse. Dabei gelingt Kansas der eine oder andere gute Song, aber es sind eben auch zum ungefähr gleichen Anteil einige Langweiler dabei. Unterm Strich lässt sich "Vinyl Confessions" aber doch ganz gut anhören, zumindest wenn man AOR-tolerabel ist. Aber das sollte insbesondere unter Neoproggern ja mal gar kein Problem sein.
| Anspieltipp(s): |
Play On, Face It |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.10.2011 |
| Letzte Änderung: |
28.12.2011 |
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