Drastic Measures
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
2/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Phil Ehart |
drums |
| John Elefante |
lead vocals, keyboards |
| Dave Hope |
bass |
| Kerry Livgren |
guitars, keyboards |
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| Rich Williams |
guitars |
| Tery Brock |
backing vocals |
| Kyle Henderson |
backing vocals |
| Terry Pack |
backing vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Fight Fire With Fire
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3.42
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| 2. |
Everybody's My Friend
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4.01
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| 3. |
Mainstream
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6.36
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| 4. |
Andi
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4.17
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| 5. |
Going Through The Motions
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5.48
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| 6. |
Get Rich
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3.44
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| 7. |
Don't Take Your Love Away
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3.39
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| 8. |
End Of The Age
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4.33
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| 9. |
Incident On A Bridge
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5.38
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| Gesamtlaufzeit | 41:58 |
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Rezensionen

"Drastic Measures" markiert wahrlich den absoluten Tiefpunkt in der Karriere von Kansas. Allenfalls "Fight Fire With Fire" kann als eingängiger Mainstream-Kracher überzeugen. Das restliche Songmaterial ist aber an belanglosen Melodien kaum zu überbieten und funktioniert nicht einmal als solides AOR-Album. Da jagt ein grauenvolles Arrangement das andere und die Band schlittert völlig orientierungslos durch die Niederungen des US-Mainstreams. Selbst für dieses Genre ist das Songwriting extrem schwach geraten.
| Anspieltipp(s): |
Fight Fire With Fire |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
24.5.2003 |
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Betrachten wir doch mal das Cover von "Drastic Measures": Selten war eine Schallplattenhülle so aussagekräftig über die gebotene Musik, wenn man genau hinsieht. Der Fagottist eines Bläserquintetts hat sich vergriffen und möchte nun mit einer Bazooka muszizeren. Was sagt uns das Motiv? Eine beabsichtigte Sache geht fürchterlich daneben. Was sagt uns die Farbgebung? Viel Dunkel, und wenn nicht, dann doch zumindest grau. Farbe gibt's nur in Ausnahmefällen, wie an der Fliege des genannten Musikers. Was sagt uns der Bandschriftzug? Die 80er sind da und bringen euch Radiowecker mit herrlich digitalen Leuchtziffern.
Und diese Radiowecker werden dann die Hörer im günstigsten Fall mit "Fight Fire With Fire" wecken: Simples Riffing, AOR-Synthies und Gesangsarrangements, leichte Melancholie und ein stadiontauglicher Refrain. Im schlechteren Fall wird der Schlaf des Hörers unsanft mit "Everybody's My Friend" unterbrochen, in dem Kansas wohl ihren eigenen Rockstar-Ruhm besingen. Da vermisst man dann doch Steve Walshs Bücherregal, das im Laufe seiner Existenz unter anderem "Narziss und Goldmund" oder "1984" beherbergt hat. "Mainstream" ist eine allerdings recht kuriose Einsicht der eigenen Existenz, denn die unsagbar flachen Melodien dieses Stückes klingen eher nach 70er-Softrock denn nach 80er-Synthiepop. Letzterer ist hier aber doch vorhanden, und zwar in Form von ebenso unerträglichen Steeldrum-Keyboardsounds. Sollte der Hörer mittlerweile wieder eingeschlafen sein, so könnte dieser Schlaf durch diese an ein klingelndes Telefon erinnernden Klänge erneut unterbrochen werden.
Bei "Andi" besteht indes kein Grund zum Aufwachen. Gänzlich zahnloser, scheinbar aus purer Watte gefertigter Balladenstoff, der an die laschesten Stücke von Toto, Europe & Co. denken lässt. Wie aggressiv muss einem im Vergleich dazu erst Uriah Heeps "Free Me" erscheinen, hrhrhr! "Going Through The Motions" hätte zumindest einen verhältnismäßig akzeptablen Refrain, langweilt daneben aber wieder mit einem langweiligen, lahmen und säuseligen Synthiepop-Arrangement. Und "Get Rich" erst: Man kann den Pianolinien eine Affinität zu den klassischen Kansas nachsagen, und das Solo in der Mitte ist auch recht schräg. Aber trotzdem ist die Nummer reinster 80er-Pop, der noch dazu meilenweit selbst hinter Sachen wie "Tonight Tonight Tonight" zurückfällt. Sollte der im Bett liegende Besitzer des geschilderten Radioweckers sowas in selbigem Laufen hören und zumindest nicht aufwachen, wären doch zumindest groteske und nimmerendende Albträume der Fall. Wie beispielsweise der vom Orchestermusiker, der anstatt seines Fagotts... aber das hatten wir ja schon.
"Don't Take Your Love Away" ist dann härtetechnisch sowas wie das Highlight des Albums, verscherzt es sich aber wie schon auf "Audio Visions" beim Hörer mit Rumpelschlagzeug und einfallslosen und noch dazu weit im Hintergrund stehenden Gitarrenriffs. "End Of The Age" ist allerdings halbwegs passabel und hat sogar einen recht fantasievollen Theatralikpart in der Mitte, aber die Wertung ist natürlich relativ zu sehen. Knackpunkte sind die merkwürdigen Keyboards während der Strophe und das recht ruhige Arrangement. Und zum Abschluss werden einige wenige nette Ideen in "Incident On A Bridge" angesichts eines ziemlich laschen Arrangements und Simpelst-Melodielinien regelrecht in den Wind geschossen. Wäre der Schläfer Sympathisant der klassischen Kansas, hätte er immerhin die geschilderten Probleme mit dem Wecker nicht, weil er vor Gram gar nicht in den Schlaf finden würde.
Fazit? Nach dem schockierenden "Audio Visions" und dem formidablen AOR-Album "Vinyl Confessions" ist "Drastic Measures" der uneingeschränkte Tiefpunkt der Kansas-Diskografie und so unfassbar harm- und zahnlos, dass man, wären Kansas (mal) King Kong (gewesen), diesen glatt im Zirkus vorführen könnte. Ach was, im Streichelzoo oder bei der Kaninchenstunde im Seniorenheim. Na ja, flauschig-weich gebettet soll man ja auch einen guten Schlaf haben.
| Anspieltipp(s): |
lieber eine halbe Stunde länger schlafen, ansonsten "Fight Fire With Fire" und ganz vielleicht noch "End Of The Age" |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.10.2011 |
| Letzte Änderung: |
28.10.2011 |
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