Oxygene
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Disques Dreyfus |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jean Michel Jarre |
Synthesizer, Mellotron, Organ, Drum Computer |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Part 1
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7:40
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| 2. |
Part 2
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7:37
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| 3. |
Part 3
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3:24
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| 4. |
Part 4
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4:06
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| 5. |
Part 5
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10:26
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| 6. |
Part 6
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6:24
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| Gesamtlaufzeit | 39:37 |
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Rezensionen
Von: Jörg Graf @ (Rezension 1 von 3)

Das ist sie also: die Scheibe, die die Welt als Meilenstein im Bereich der elektronischen Musik ansieht. Die Meilensteine der Elektromusik setze ich persönlich etwas früher an und auch nicht bei Jarre. Der hatte zwar Anfang der 70'er Jahre schon in seinem Heimatland lokale Erfolge mit elektronischer Musik erzielt, aber Mitstreiter wie Kraftwerk oder Tangerine Dream hatten damals die Nase vorn. Jarre gab "Oxygene" jedoch die wesentlichen Impulse um die elektronische Musik weltweit zu etablieren. "Oxygene Part IV" war dabei die Hitsingle, die durch alle Radios bis zum Erbrechen dröhnte. Dabei war es nicht mehr als ein kleines lustiges Popliedchen mit einer einfachen, aber markanten Melodie.
"Oxygene" hat jedoch weit mehr zu bieten als nur Elektro-Pop. Das Album ist sogar ein reines Synthesizer-Album, kein Gesang oder andere Instrumente wurden verwendet. Der Albumtitel ist zugleich Programm. Um Sauerstoff geht es hier. Part I eröffnet mit vor sich hinschwebenden, säuselnden Loops, dazu kommen allmählich weitere Klangspielereien wie Moll-Tonleiterfolgen oder moogähnliches Gequietsche. Dann übernimmt eine triste Melodie die Führung. Das Klanggefüge baut sich schließlich zu einem ersten Höhepunkt auf, in dem ein dunkler beinahe wie eine Stimme wirkender Sound eine Dur-Melodie wiedergibt. Der Sound fällt wieder ins vorherige Gewand zurück und scheint förmlich auf eine Veränderung zu warten. Schließlich läutet ein Melodieloop Part II ein. Jetzt gibt ein Basslauf dem ganzen sogar einen Rhythmus, der kurz darauf vom Drum-Computer übernommen wird. Der Spannungsaufbau zum eigentlichen Beginn von Part II wird von interessanten Soundgebilden unterstützt, die ein wenig wie abgefeuerte und explodierende Videospiel-Bomben klingen, aber auf den Punkt in den Hintergrund passen. Nachdem sich das Thema von Part II ausgetobt hat, leitet das bekannte Säuseln in Part III über, der die erste Seite mit ein wenig Bombast ausklingen lässt.
Die B-Seite eröffnet mit dem weltbekannten Part IV, über den ich wohl kein Wort verlieren muss, außer daß er mir schon nach dem dritten Durchlauf (damals war ich gerade 12) auf die Nüsse ging. Ein Sauerstoffbrodeln überbrückt zum Part V, der mit einer Art Elektro-Lullaby beginnt. Erst ganz leise, später kommen weitere Melodien und Riffs dazu. Nach ein paar Minuten, kommt ein treibender Basslauf ins Spiel als totaler Gegensatz zur vorherigen Passage. Bis dahin ganz nett, leider fallen dem Meister dann keine weiteren spannungsaufbauenden Elemente mehr ein. Die weiteren Minuten plätschern auf diesem Lauf dahin. Interessant ist dann nur noch das elektronische Atemgeräusch, das auf Part VI überleitet. Letzterer klingt leider genauso, als ob man einen Schüler zu einem Bossanovarhythmus auf der Orgel eine Melodie spielen lässt. Schade eigentlich.
Die A-Seite dieses Album ist wirklich klasse und auch Part V hat einige spannende Momente. Also: Kein Klassiker für mich, aber ich bin mir der historischen Bedeutung dieses Albums durchaus bewußt: Der Longpplayer, der die Elektro-Musik salonfähig machte.
Noch eine Anekdote: Aufgrund der sehr ähnlichen Melodie wird die weltweit erste Elektro-Hitsingle "Popcorn" von "Hot Butter" häufig Jarre in die Schuhe geschoben. Allerdings kann man sich demnach auch denken, wo Jarre seine Idee zu "Oxygene IV" geklaut hat.
| Anspieltipp(s): |
Part I und II |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.8.2002 |
| Letzte Änderung: |
5.8.2005 |
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Ich streite zwar immer wieder mit mir, ob die Musik Jarre`s auf den Babyblauen Seiten etwas verloren hat oder nicht. Worüber ich mir mit mir aber einig bin ist, dass Oxygene ein grosses Album ist, welches mich schon seit über 20 Jahren fasziniert und welches ich auch nach so langer Zeit immer noch und wieder spannend und bewegend finde.
Vor allem die ineinander fliessenden I & II mit dem zuerst mystisch-fantastischen Flair und der folgenden Leichtigkeit sowie das erst zerbrechliche und dann klappernd-blubbernd nervöse V sind für mich Inbegriff zeitlos schöner Elektronic-Instrumental-Musik.
Gehört in jede gut sortierte Musiksammlung.
| Anspieltipp(s): |
durchhören |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
3.2.2006 |
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„Oxygene“ von Jean Michel Jarre steht für das Genre „Elektronische Instrumentalmusik“. Diese kann mitunter kalt wirken, ist es im Fall von „Oxygene“ aber keineswegs. Erfunden wurde dieser Musikstil allerdings auch nicht mit der Platte „Oxygene“. Zum einen ist dieses Album bereits Jean Michel Jarres dritte Veröffentlichung, zum anderen frönten beispielsweise Tangerine Dream oder auch Klaus Schulze solo schon deutlich länger diesem Genre und haben bereits einige Zeit früher sehr gute Platten dieser Machart veröffentlicht. Aber Jean Michel Jarre machte diese Musik bekannter beziehungsweise sogar richtig bekannt.
Und da wären wir auch gleich bei den Titeln oder besser gesagt „Parts“ auf „Oxygene“. Diese sind ebenfalls, wie die der deutschen Kollegen, mitunter sphärisch und schwebend und transportieren sehr viel Atmosphäre, die nicht selten Assoziationen zum Weltall aufkommen lassen. Aber – und da liegt jetzt der Unterschied zu den Berliner Musikern – in der Musik des Jean Michel Jarre gibt es immer wieder diese Keyboardläufe, die so überaus eingängig sind. Die, wenn man sie einmal gehört hat, nicht mehr vergessen werden können, da sie fest im Musikzentrum des Gehirns verankert wurden. Sehr melodiös und harmonisch klingt so die Musik von Jean Michel Jarre – andere werden vielleicht sagen oberflächlich.
Und genau diese Eingängigkeit eröffnete Jean Michel Jarre die Türen zum Radio und nicht nur die zu Dokumentationen über den Südpol, ausgebrochene Vulkane oder aber eine geplante Reise zum Mars. Wie immer bei solchen Kompositionen und überhaupt in der Musik, man muss sich eben darauf einlassen können. „Oxygene“ ist nichts für die Hektik, weniger für nebenbei und ganz viel für den Kopfhörer auf einem bequemen Sofa.
Fazit: Sehr eingängige elektronische Musik präsentiert Jean Michel Jarre auf „Oxygene“. Reine Synthesizer Musik, die zwar auch sphärisch klingt, die Melodie eines Liedes dabei jedoch nie aus den Augen beziehungsweise „aus den Ohren“ verliert. Musik zum Tagträumen, die schön anzuhören ist und keinem weh tut. In den 70er Jahren mag das revolutionär geklungen haben, heute ist es immer noch nett. Für die Idee, Umsetzung und den angenehmen Wiedererkennungswert gibt es zehn Punkte.
| Anspieltipp(s): |
Muss man durchhören. |
| Vergleichbar mit: |
Equinoxe |
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| Veröffentlicht am: |
17.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
17.4.2012 |
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