The UNION CHAPEL Concert (Peter Hammill & Guy Evans)
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
12.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Peter Hammill |
gtr, keyboards, vocals |
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| Guy Evans |
drums, percussions, Midipads |
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Gastmusiker
| Hugh Banton |
organ |
| Many Elias |
drums |
| Stuart Gordon |
violin |
| David Jackson |
flutes, saxophones, soundbeam |
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| Giles Perring |
gtr, drums |
| Mat Fraser |
drums |
| Patou Soult |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Indroduction
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0:41
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| 2. |
Fireworks
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3:51
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| 3. |
A forest of pronouns
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7:53
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| 4. |
Anatol's proposal
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4:10
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| 5. |
After the show
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8:07
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| 6. |
Roger and out
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3:18
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| 7. |
Accidents
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9:15
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| 8. |
Four kinds of rice/Hello/Resolution
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11:32
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| 9. |
Woman of Ireleand
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2:03
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| 10. |
Ship of fools
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7:45
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| Gesamtlaufzeit | 58:35 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Hamburg station
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3:50
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| 2. |
Seven wonders
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10:14
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| 3. |
Adagio for strings
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9:32
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| 4. |
Red shift
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10:50
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| 5. |
Lemmings
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15:19
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| 6. |
Outroduction
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3:16
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| 7. |
Traintime
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7:39
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| Gesamtlaufzeit | 60:40 |
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Rezensionen

Es gibt Momente, da fluche ich, dass ich nicht in England wohne, und dieser Livemitschnitt ist einer der Gründe. Es ist eine Zusammenarbeit von Hammill und Evans mit seiner Band Echo City.
Dazu kommen noch diverse andere bekannte Namen, die im Laufe des Konzertes in unterschiedlichen Variationen zusammenspielen, bis bei "Lemmings" ein Raunen durchs Publikum geht und ihm plötzlich klar wird, dass für diesen einen Song VdGG zusammen auf der Bühne stehen - und dieser Erkennungsmoment verursacht mir auch auf der Cd immer eine Gänsehaut. Ansonsten DER HAMMILL-Mitschnitt für mich, gerade die ständigen Variationen der Bandbesetzung und die Hereinnahme von Echo City geben den Song etwas eindringliches. Man merkt allen an, wieviel Spaß ihnen das Konzert gemacht hat. Es geht los mit Evans/Hammill und Stücken aus "Spur to the moment". Und durch die moderne Miditechik erzeugen die beiden ganze Soundwälder, die aber immer klar und transparent bleiben. Mit "After the show" sind sie dann schon zu dritt, da Gordon tolle Violineinlagen gibt. Bei "Accidents" wird er durch Elias abgelöst, also zwei Drummer und Hammill - und das Stück kommt in einer Brachialgewalt daher, die unbeschreiblich ist. Danach ist erstmal Schluss mit der Band und Jackson steht allein auf der Bühne, um Ausschnitte aus seiner Soloplatte "Fractal bridge" zu liefern. Das klingt dann sehr ätherisch und fernöstlich, ohne aber in den üblichen AMBIENT-Schrott abzugleiten. Gordon gibt dann ein kurzes Geigensolo mit "Woman from Ireland". Hammill, Evans und Elias kommen wieder auf die Bühne und ein grandioses "Ship of fools" schließt die erste CD ab.
"Hamburg station" ist wohl ein Stück von Echo City, das hier von Evans und Hammill interpretiert wird. Nahtlos geht es in "Seven wonders" über, und nun kommen die anderen ECHO CITY-Mitglieder dazu, und auch Jackson klingt sich ein. Dann verlassen alle die Bühne und Hugh Banton spielt ein Adagio auf der Kirchenorgel (soweit ich weiss, baut und wartet er jetzt beruflich welche). Dann folgt einer der Höhepunkte: "Red Shift" hier mit Hammill, Evans, Banton und Perrin. Der Song bginnt ganz langsam und leise mit elektronischem Geplänkel, bis die Orgel und die Gitarre einsetzen und sich allmählich die Songstrukturen herauskristalisieren. So könnte VdGG heute klingen, ohne aufgewärmt zu klingen. Es gibt einen nahtlosen Übergang mit Geplänkel an den Instrumenten, Perrin verlässt die Bühne, Evans spielt einen schnellen Rhythmus, Hammill ein paar Riffs auf der Gitarre und Jackson kurze Einwürfe mit dem Saxophon, Banton legt einen Orgelteppich und plötzlich realisiert das Publikum, das da VdGG auf der Bühne stehen, Jubel bricht aus und "Lemmings" geht los. Bei Traintime stehen dann alle auf der Bühne, und liefern einen grandiosen Abschluss einen phänomenalen Konzertes. Einziges Manko ist die Soundqualität, die besonders im Gesang eher dünn klingt, aber die Musik entschädigt mehr als vollständig.
Fazit. Ich wünschte, ich wäre dabei gewesen (oder sie würden das auch mal in Deutschland wiederholen!!)
| Anspieltipp(s): |
alles |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
31.7.2005 |
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Auf Einladung der "Union Chapel" sollte Guy Evans "irgendwas" machen... gesagt, getan. Evans organisierte einen Duo-Gig mit seinem ehemaligen Van Der Graaf Generator-Kumpel Peter Hammill. Zusammen hatten die beiden schon knapp 10 Jahre vorher ein gemeinsames Album aufgenommen.
Um das Ganze etwas aufzulockern, sollten Mitglieder von Evans' Band "Echo City" sowie übliche Begleiter Hammillschen Soloschaffens mit auf die Bühne kommen. Und weil's so schön war, wurden auch die beiden anderen Musiker aus Van Der Graaf-Zeiten, Hugh Banton und David Jackson, mit an Bord geholt.
Guy Evans hat inzwischen ein grosses Faible für elektronische Spielereien entwickelt. So sampelte er einige von Hammills Solostücken, um Fragmente davon dann im Liveset nutzen zu können. Darüberhinaus spielt er hauptsächlich elektronische Percussion, wie z.B. die "Blue Drums", anscheinend eine Erfindung der "Echo City"-Musiker.
Im Zusammenspiel von Evans und Hammill entwickeln sich durchaus einige mitreissende Momente. Hammills Stücke werden sozusagen seziert und bis auf die Knochen gestrippt, bis nur noch Skelette der Songs übrig bleiben. Diese Skelette werden stark percussionlastig mit Gitarre, Gesang und allerlei Elektronik-Spielereien zum Leben erweckt. Dies funktioniert besonders gut bei "After The Show", welches geradezu körperlich spürbar intensiv wird. Ungeheuer kraftvoll und brachial donnern auch "Accidents" und "Ship Of Fools" aus den Boxen. Sozusagen Heavy Metal mit anderen Mitteln... Besonders die Kombination zweier Drummer, wobei der eine (Elias) wohl eher die rhythmischen Parts auf einem konventionellen Drumsets spielt, der andere (Evans) sich hingegen an der elektronischen Percussion austobt, setzt wilde Akzente. Dazu spielt Hammill auffallend oft seine kratzig-punkige Gitarre.
In eine ähnliche Kerbe schlagen auf der zweiten CD Kracher wie "Seven Wonders" oder das hochenergetische "Red Shift". Hier entfalten die Songs in ihrer oft brachialen Ausführung einen rauhen, faszinierenden Charme. Und dann kommt ja noch der "grosse Moment", als plötzlich Van Der Graaf Generator wiedervereinigt auf der Bühne stehen und "Lemmings" zum Besten geben. Das ist schon ein Gänsehaut-Moment. Auch wenn die Version von "Lemmings" ein bisschen unter dem eingerosteten Ensemble-Spiel der Vier leidet, dafür reichlich archaischen Charme versprüht. Schon kurios wie unter anderem der Einsatz des elektronischen Drumsets und der Kirchenorgel den Charakter des Songs verändern.
Ich habe mir unzählige Hammill-Veröffentlichungen gekauft, eigentlich wohl immer auf der Suche nach Van der Graaf Generator. Entsprechend lassen mich viele Hammill-Solo-Outputs eher unbefriedigt oder fragend zurück. So gesehen kommt dieses Konzert der Stimmung und der Atmosphäre alter Van Der Graaf-Alben vielleicht sogar am nächsten.
Allerdings offenbart das Album auch einige Schwächen: So ist Hammills Gesang, wohl durch die eher bootleghafte Aufnahmetechnik (wenige Mikrofone, direkt auf DAT), ungewohnt dünn und wenig dominant. Hammills limitierte Fähigkeiten auf der Gitarre können einem mit der Zeit etwas auf die Nerven gehen. Einige Stücke bieten diese Art der Improvisation, die sich für mich nach Geräuscherzeugung ohne wirklichen Sinn anhört. Das sind meist die von Evans und Hammill gemeinsam "komponierten" Songs und die Stücke von Evans' Band "Echo City".
Die Soloeinlagen von Jackson (allerlei Getröte und Geflöte unterlegt von Soundbeam-Gefipe), Gordon (Folk-Violine ohne Belang) und Banton (langweiliges Georgel, obwohl ich gerade den Kirchen-Orgel-Klang sonst total gerne mag) sind ziemliche Ausfälle. In den anderen Songs, an denen sie beteiligt sind, beweisen sie aber, dass eigentlich nichts verlernt haben.
So halten sich hier also grandiose Momente und Stellen einer gewissen Zähigkeit und gepflegter Langeweile irgendwie die Waage, aber die grandiosen Momente überwiegen, so dass Hammill- und Van der Graaf-Fans dieses Konzert-Album keinesfalls missen sollten.
| Anspieltipp(s): |
After The Show. Accidents, Red Shift |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
30.7.2005 |
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