Hall of the Mountain Grill
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
United Artists Records |
| Durchschnittswertung: |
11.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Dave Brock |
Gitarre, Synthesizer, Orgel, Gesang |
| Lemmy Kilmister |
Bass, Gesang, Gitarre |
| Simon House |
Keyboards, Synthesizer, Violine |
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| Nik Turner |
Saxophon, Oboe, Flöte, Gesang |
| Del Dettmar |
Keyboards, Synthesizer, Kalimba |
| Simon King |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Psychedelic Warlords (Disappear in Smoke)
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6:51
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| 2. |
Wind of Change
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5:06
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| 3. |
D-Rider
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6:15
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| 4. |
Web Weaver
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3:15
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| 5. |
You'd Better Believe It
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7:13
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| 6. |
Hall of the Mountain Grill
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2:23
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| 7. |
Lost Johnny
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3:30
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| 8. |
Goat Willow
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1:37
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| 9. |
Paradox
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5:27
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| 10. |
You'd Better Believe It
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3:21
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| 11. |
The Psychedelic Warlords (Disappear in Smoke)
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3:56
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| 12. |
Paradox
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4:02
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| 13. |
It's So Easy
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5:20
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| Gesamtlaufzeit | 58:16 |
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Rezensionen

Nach dem ziemlich rockigen "Psychedelic Warlords" kommt mit "Wind of Change" ein eher sanfter Song, der durch schöne Einsätze von Violine und Mellotron (ganz ohne Bombast) besticht und mit einer einsamen Orgel ausklingt. "D-Rider" und "Web Weaver" sind einfacher gestrickte Songs, aber vor allem "D-Rider" hat diese typische Hawkwind-Atmosphäre.
"You'd Better Believe It" beginnt mit merkwürdigem eletronischem Zirpen, wandelt sich dann in einen rockigen Song, der eigentlich nur durch diverse Klangeffekte interessant wird. Das kurze Titelstück ist fast nur mit Klavier und Mellotron instrumentiert, ein bisschen Violine ist auch noch dabei.
Aus diesen sphärischen Klängen wird der Hörer mit den harten Riffs von "Lost Johnny" gerissen, ein Song, der später auf der ersten Motörhead Platte erschien (Bassist Lemmy Kilmister spielte auch bei Motörhead). "Goat Willow" ist eigentlich nur ein kurzes Intro für den abschließenden Song "Paradox", der noch einmal herrlichen Spacerock mit fetziger Gitarre und schöner, unaufdringlicher Melltronunternalung bietet.
Bei den Bonustiteln handelt es sich größtenteils um Single Versionen regulärer Albumtracks.
Insgesamt ist "Hall of the Mountain Grill" nicht ganz so ausufernd wie manche anderen Hawkwind Scheiben und von daher auch für den Neuling als Einstieg ins faszinierende Hawkwind Universum bestens geeignet.
| Anspieltipp(s): |
D-Rider |
| Vergleichbar mit: |
frühe Pink Floyd |
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| Veröffentlicht am: |
2.1.2003 |
| Letzte Änderung: |
27.2.2003 |
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Ganz so spacig klingen Hawkwind auf ihrem vierten Album "Hall Of The Mountain Grill" irgendwie nicht mehr. Alles ist einen Tick melodiöser geworden, was der Klasse der Musik allerdings keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil sogar. Die Musik wirkt nun durchdachter und packt einen vom ersten Lied weg. Wenn, ja wenn man zumindest auch ein wenig auf Space Rock steht. Diese spacigen Gimmicks aus dem Weltraum, erzeugt auf dem Synthesizer und auf den letzten beiden Alben immer wieder in die Musik integriert, sind zwar noch vorhanden, allerdings nicht mehr mit dieser Präsenz.
Eröffnet wird das Album durch "The Psychedelic Warlords (Disappear In Smoke)". Eine klasse treibende Nummer, die noch am ehesten auf eines der zwei Vorgängeralben passen würde. Der Track ist treibend, sphärisch und hat einen wahnsinnigen Groove. Und dann geht das Stück auch noch unglaublich schnell ins Ohr. Das passiert vielleicht nicht gleich beim ersten, jedoch wohl schon mit dem zweiten Hören. Richtig gut ist dieser Song, denn zu all diesem "Klang" gesellt sich dann noch ein wahrlich "arbeitendes" Saxophon. Und fertig ist es, dieses Lied, welches gar nicht mal so richtig psychedelisch, dafür aber umso mehr hypnotisierend ist.
Mit dem nächsten Track wird es nun ein wenig abgefahren, was allerdings nicht unbedingt an der Musik des nächsten Stückes liegt, sondern an seiner Art der Musik. "Wind Of Change" ist eine Kopie von Pink Floyds "A Saucerful Of Secrets". "A Saucerful Of Secrets" besteht aus drei Teilen und kopiert wurde hier der letzte Teil, der mit einer Art Donnergrollen eingeleitet wird und sich dann zu einem der "schwebensten" Lieder von Pink Floyd entwickelt. Und bei "Wind Of Change" beginnt es auch mit Donnergrollen und einem fetten Keyboardteppich, genau wie beim Original. Darauf entwickelt sich dann ein aus "Aaaahs" bestehender Gesang. Auch hier stimmen beide Songs noch überein. Und jetzt kommt die Variation. Bei Hawkwind setzt nun eine Violine ein und gibt dem Stück einen zusätzlichen Touch. Ich habe noch nie was dagegen gehabt, wenn tolle Musik imitiert wird. Und hier wird sie es auch - aber glücklicherweise auch ein wenig variiert. Das Ganze hört sich bei Hawkwind nun wunderschön psychedelisch und melodisch an. Und da hätten wir sie also, die nächste Gemeinsamkeit. Dass Hawkwind Pink Floyd mochten, das können sie hier nicht mehr verbergen. Allerdings ist dies hier auf "Hall Of The Mountain Grill" die einzige offensichtliche Annäherung an die Kollegen.
Bei "D-Rider" gibt es sie dann wieder, die für Hawkwind typischen, spacigen Töne. Aber auch dieses Mal ist das Lied melodiöser, als zum Beispiel die Titel auf dem Vorgängeralbum. Die Melodie wird noch untermalt mit einem Chorsound und so findet auch dieses Lied sehr schnell den Eingang in die musikalischen Gehirnwindungen und verfestigt sich dort. "Web Weaver", im Anschluss daran, präsentiert sich nun als akustische Nummer, hauptsächlich instrumentiert mittels Gitarre und Piano. Die Synthesizer-Töne spielen hier nicht die Hauptrolle, untermalen die Stimmung allerdings schön. Erst gegen Ende des Stücks wird es dann wieder ein wenig experimenteller und auch "abgefahrener".
"You'd Better Believe It" heißt Titel Nummer 6 auf "Hall Of The Mountain Grill". Der Song beginnt zunächst reichlich seltsam, mit einem am Synthesizer erzeugten Ton, der in seiner Höhe variiert wird. Dann setzen schließlich Bass, E-Gitarre, Schlagzeug und letztendlich auch der Gesang ein. Es entwickelt sich wieder eine treibende Nummer, in die sich Simon House immer wieder mit seiner Violine einbringen kann. Das Stück wirkt im weiteren Verlauf wieder sehr sphärisch und spacig, sodass das Genre nicht besser als mit Space Rock umschrieben werden könnte. Es folgt der Titeltrack "Hall Of The Mountain Grill". Das Lied ist eine wunderschöne Pianonummer, so wie man sie bisher von Hawkwind nicht kannte. Diese Nummer erzeugt eine ganz eigene Atmosphäre, die von düster bis sehnsüchtig reicht. Wahrlich eine Bereicherung der Platte.
"Lost Johnny" ist eine Rock-Nummer, die ein klein wenig langweilig wirkt. "Goat Willow" ist dagegen ein kurzer, zunächst reiner Synthesizer-Titel, bei dem dann noch Nik Turners Flöte, sowie ein spinettartiger Keyboardsound, ihren Auftritt haben. Beendet wurde das ursprüngliche Album schließlich mit dem Song "Paradox". Die Nummer ist zunächst ein Rock Song mit eingängigem Gesang, bis es dann deutlich härter wird. Und so rockt das Stück dem ursprünglichen Ende der Platte entgegen. Mit Einsetzen des mehrstimmigen Gesangs wird auch dieses Stück wieder sehr melodisch und gegen Ende fast schon bombastisch und symphonisch. Ein wahrlich würdiger Abschluss für dieses Album.
Mit vier Bonus Titeln wurde die remasterte Version von 1996 versehen. Dabei handelt es sich bei "You'd Better Believe It", "The Psychedelic Warlords" und "Paradox" um stark gekürzte Single-Versionen der jeweiligen Album-Tracks. "It's So Easy", die letzte Nummer auf der CD, ist dann ein Rock-Titel, der zwar nicht nervt, an die Qualität, der ursprünglich auf dem Album befindlichen Titel, jedoch nicht heranreicht. Einfach eine nette Zugabe für Hawkwind Fans.
Fazit: "Hall Of The Mountain Grill" ist ein richtig gutes Album geworden, welches sowohl Space Rock Anhänger wie Freunde progressiver Rockmusik begeistern kann. Hier ist vieles melodischer als auf den ersten Veröffentlichungen der Band - ohne dabei jedoch langweilig zu wirken. Für mich ist "Hall Of The Mountain Grill" eine Steigerung in der bisherigen Discographie von Hawkwind. Die Platte legt, obwohl die Vorgängeralben auch schon nicht schlecht waren, noch mal eine Schippe drauf und macht richtig Spaß. Hoch verdiente zwölf Punkte gibt es dafür.
| Anspieltipp(s): |
The Psychedelic Warlords, Wind Of Change, Web Weaver, Hall Of The Mountain Grill |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.2.2012 |
| Letzte Änderung: |
3.3.2012 |
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Gut, ich habe versprochen, dass "Hall Of The Mountain Grill" Hawkwinds erstes "richtiges" Rockalbum sein möge. Hier soll dann also auch in aller Form meine Bestätigung folgen: Hawkwind haben ihre Trips hinter sich gebracht und bringen nunmehr richtig packende, überlegte Rockmusik auf Vinyl.
Das eröffnende "Psychedelic Warlords" ist mit groovigem Schlagzeug, gekonntem Chorgesang und Keyboard-Dramatik jedenfalls schon die totale Antithese zum Marihuana-Rock insbesondere der beiden ersten Alben. "Wind Of Change" überzeugt als pastorales Instrumental, zu dem vor dem inneren Auge auch Filmszenen aus "2001: Odyssee im Weltraum" ablaufen könnten. "D-Rider" und "You'd Better Believe It" gehen zwar mehr in Richtung der Rocker von "Doremi Fasol Latido", aber die waren ja auch schon ganz passabel. Das dazwischen platzierte "Web Weaver" ist dagegen wohl die letzte Hippie-Klangcollage, die Hawkwind in ihrer Karriere abgeliefert haben. Nein, ich weine diesem Stil keine einzige Träne nach.
Das instrumentale Titelstück ist dagegen ein weiteres packende Instrumental, dessen schwelgerische Mellotron-Romantik in dieser Form wohl bei kaum einer anderen Band der 70er (außer vielleicht Nektar) zu finden war. Bezeichnenderweise haben Hawkwind damals auf Konzerten Motive aus diesem Stück zur Überleitung zum recht melancholisch-nachdenklichen "Seven By Seven" verwendet, das aus unerfindlichen Gründen ein trauriges (?) Dasein als B-Seite von "Silver Machine" fristen musste. Es gibt jedenfalls nur wenige Hawkwind-Stücke, die sich besser aneinander fügen als diese beiden.
"Lost Johnny" beschreibt sich dann mit einer seiner Textzeilen am besten selbst: And underneath the city, the alligators sing. Klingt also sumpfig, rockig, cool und stilvoll. Auch eine dieser Nummern mit Lemmy-Kilmister-Beteiligung, die die Rockwelt aus der Motörhead-Frühphase kennt. Nach dem kurzen, mich entfernt an die Orientalisten von Jade Warrior remineszierenden Instrumental "Goat Willow" folgt mit "Paradox" dann der vermutlich beste Song von Hawkwind bis hierhin: Hardrock-Riffs wie "Master Of The Universe", Gesangseinsätze wie "Down Through The Night", Melltron wie "Wind Of Change" und Groove wie "Psychedelic Warlords". Wie wohltuend doch die Summation von guten Elementen sein kann.
Leider hat "Hall Of The Mountain Grill" auch in den Remaster-Ausgaben einen reichlich dumpfen Sound, was dann neben den unspektakuläreren Nummern in der Mitte aber auch der einzige Kritipunkt meinerseits an diesem Album ist. Angesichts von Nummern wie "Wind Of Change" oder "Paradox" muss ich nämlich feststellen, dass das hier schon die Marschrute für die folgenden Jahre vorgegeben wurde. Jetzt noch schnell Robert Calvert eingesackt, und der Platz in der Rockgeschichte ist sicher. Auch wenn die "offizielle" Version hiervon immer noch "In Search Of Space" bzw. "Silver Machine" zitiert: Meinerseits geht's bei Hawkwind mit "Hall Of The Mountain Grill" erst richtig los.
| Anspieltipp(s): |
Paradox, Lost Johnny, Wind Of Change |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.2.2012 |
| Letzte Änderung: |
18.2.2012 |
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