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24778 Rezensionen zu 16964 Alben von 6608 Bands.
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Camel

A Nod And A Wink

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Camel Productions
Durchschnittswertung: 10/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Andy Latimer Gitarre, Flöte, Keyboards, Gesang
Guy LeBlanc Keyboards
Colin Bass Bass
Denis Clement Schlagzeug
Terry Carleton Schlagzeug (2, 6), Percussion

Tracklist

Disc 1
1. A Nod And A Wink 11:16
2. Simple Pleasures 5:31
3. A Boy's Life 7:21
4. Fox Hill 9:19
5. The Miller's Tale 3:34
6. Squigely Fair 8:02
7. For Today 10:41
Gesamtlaufzeit55:44


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Überraschend zurückhaltend, fast schon intim zeigt sich Camels nach dreijähriger Pause erschienenes neues Studioalbum, das übrigens das 30-jährige Bestehen dieser Band markiert. Wie schon der Vorgänger "Rajaz" ist auch dies kein Konzeptalbum, obwohl die meisten Songs thematisch verbunden sind. Es geht wohl um Kindheit bzw. Kindheitserinnerungen.

Der Titelsong beginnt mit Vogelzwitschern und dem angestrengten Schnaufen einer Dampflokomotive, dann setzt eine leise Melodie ein, die an eine Spieluhr erinnert. Akustik-Gitarre und Flöte dominieren zunächst, erst nach einer kurzen Sequenz, die an ein Kinderlied erinnert, legt der Song an Tempo zu, und die Camel-typische E-Gitarre setzt ein.

"Simple Pleasures" und vor allem das weitgehend akustische "A Boy's Life" sind sehr zurückhaltend instrumentiert. Dabei sind die zarten E-Gitarren Töne in "Simple Pleasures" durchaus effektvoll eingesetzt. In krassem Gegensatz dazu steht das ausgelassen fröhliche "Fox Hill", bei dem Andy Latimer vielleicht etwas zu übertrieben versucht, mit seinem Gesang kindlichen Übermut darzustellen (das ist zumindest meine Interpretation dieses Songs).

Nach dem kurzen, weitgehend akustischen "The Miller's Tale" folgt mit "Squigely Fair" das einzige Instrumentalstück, das eigentlich nicht "richtig" instrumental ist, da es am Ende eine kurze Passage mit gesprochenem Text hat. "Squigely Fair" ist ein typischer Camel-Titel, der in der ersten Hälfte von Latimers jubilierender E-Gitarre dominiert wird. In der zweiten Hälfte steht Akustik-Gitarre und sehr schönes Flötenspiel im Vordergrund.

Mit "For Today" folgt noch einmal ein sehr getragener Song, der in dem langen instrumentalen Schlussteil streckenweise sehr an Pink Floyd, teils auch an den Song "Ice" aus dem 1979er Album "I Can See Your House From Here" erinnert.

Insgesamt wird "A Nod And A Wink" sicher keinen Preis für Originalität oder Komplexität gewinnen, die Musik besticht hauptsächlich durch die Atmosphäre. Wer die neueren Camel Scheiben mag, wird auch an diesem Album Gefallen finden, wobei es bei mir einige Durchläufe gebraucht hat, bis es mir richtig gefallen hat.

Anspieltipp(s): A Nod And A Wink, Simple Pleasures
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.9.2002
Letzte Änderung: 21.1.2003
Wertung: 10/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 3)


Pünktlich zum 30jährigen Bandjubiläum erschienen und dem im selben Jahr verstorbenen Ur-Camel Peter Bardens gewidmet, haben Camel, respektive Andrew Latimer, hier ein sehr unspektakuläres Album an den Start gebracht. Aber nach 30 Jahren Bandgeschichte durfte man wohl auch keine Experimente mehr erwarten. Nichtsdestotrotz hat Mr. Latimer das Gespür für schöne Melodien nicht verloren, die er sehr unaufgeregt singend, Gitarre und Flöte spielend vorträgt. Einzig "Fox Hill" ist bewegter, das er im Tonfall eines Peter Gabriel bei "Harold the barrel" singt.

Ansonsten ist "A Nod And A Wink" eine schöne atmosphärische Platte geworden, ohne Ausreißer nach unten (aber auch nicht nach oben), der vielleicht ein bißchen mehr Drive gut getan hätte. Auf jeden Fall für alle Camel-Fans empfohlen.

Anspieltipp(s): Fox Hill, For Today
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.6.2004
Letzte Änderung: 1.6.2004
Wertung: 9/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 3 von 3)


30 Jahre Camel, eine stolze Zahl, gerade in der heutigen so schnelllebigen Zeit, wo so viele Bands nur schwerlich über das erste Album herauskommen. Zwar dauern die kreativen Schaffenspausen der wechselnden Mannschaft um Andy Latimer zwischen den Studioalben mal länger, mal kürzer - das letzte Studioalbum "Rajaz" erschein bereits 1999, die Wartezeit wurde aber durch zwei Livealben verkürzt - aber mit seinem eigenen Label und der typischen Camelerfolgsformel des Komponierens, hat er inzwischen einen guten Mittelweg gefunden, den eigenen, recht hohen Ansprüchen gerecht zu werden.

"A nod and a wink" klingt zuerst einmal genau so, wie man es erwarten durfte: tolle Melodien, eine entspannte, unaufgeregte Stimmung, elegische Instrumentalparts vor allem an der Gitarre, aber auch Nathan Mahl Keyboarder Guy LeBlanc darf sich etwas mehr in den Vordergrund spielen, sowie der angenehme, sonore Gesang von Andy Latimer. Camel spielen Musik mit den gewissen "Nach-Hause-Kommen" Charakter. Einige Einfälle kommen einem ähnlich vor bzw. sind den vorherigen Alben angelehnt, aber dennoch klingt es immer wieder überzeugend und wirklich gut gemacht, was bei Camel als neues Endresultat daraus entsteht.

Trotzdem ist "A nod and a wink" irgendwie anders, da es von einer sehr melancholischen Stimmung durchzogen ist. Zum einen bedingt durch die Ereignisse vom 11.September des letzten Jahres - "For today" ist jenen Menschen gewidmet, die sich, den Tod vor Augen, aus dem World Trade Center stürzten - zum anderen scheint auch der Tod vom langjährigen Wegbegleiter Pete Bardens, einen starken Eindruck hinterlassen zu haben. So gehören die Songs zu jenem Kaliber, die beim ersten Eindruck relativ unspektakulär, in gewisser Weise leicht enttäuschend wirken, jedoch ihre wahre, innere Schönheit beim mehrmaligen Anhören immer mehr entfalten.

"A nod and a wink" spielt mit den Gefühlen und der unterschwelligen Einfachheit, jedoch sind die Arrangements so geschickt verwoben, ineinanderverflochten, dass genau darin die Stärke dieses Albums liegt. Sanfte Gesangsparts wechseln ab mit ausdrucksstarken, lebendigen Gitarrensoli, getragen von einer souveränen Rhythmusmaschinerie, die beim genauen Hinhören manch interessante Wendung offenbart. Dazwischen immer wieder sehr besinnliche, recht relaxte Momente, die als Gegenpol zu den langgezogenen, wunderschönen Soli stehen.

So ist "A nod and a wink" mit der Erfahrung von 30 Jahren Camel geschrieben, auch wenn es in der Gesamtbetrachtung der Diskografie der Band nicht unbedingt einen der ganz vorderen Platz einnehmen wird. Ein wunderbares, sehr entspanntes Album ist es allemal, dass die Hoffnung nährt, dass Camel dieses Niveau auch noch die nächsten 30 Jahren halten werden.

Anspieltipp(s): Squigely Fair, For today
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.8.2004
Letzte Änderung: 22.8.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Camel

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Camel 8.50 2
1974 Mirage 11.67 3
1975 The Snow Goose 11.67 3
1976 Moonmadness 10.75 4
1977 Rain Dances 8.50 3
1978 Breathless 6.00 1
1978 A Live Record 11.00 2
1979 I Can See Your House From Here 7.00 3
1981 Nude 8.50 2
1982 The Single Factor 5.50 2
1984 Stationary Traveller 8.00 1
1984 Pressure Points - Live in Concert 10.00 3
1991 Dust And Dreams 11.00 2
1992 On The Road 1972 12.00 1
1993 Never Let Go 11.00 1
1994 On The Road 1982 5.00 1
1996 Harbour of Tears 12.00 1
1997 On The Road 1981 9.00 1
1998 Coming Of Age 11.00 1
1999 Rajaz 9.67 3
2000 Gods of light 10.00 1
2001 The Paris Collection 12.00 1
2003 Curriculum Vitae (DVD) - 1

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