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White Willow

Sacrament

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Folk; RetroProg
Label: Laser's Edge
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Brynjar Dambo keyboards,glockenspiel
Aage Moltke Schou drums,percussion,glockenspiel
Sylvia Erichsen vocals
Johannes Sæbøe bass
Jacob C. Holm-Lupo electric,acoustic & classical guitars,vocals,keyboards,bass
Ketil Vestrum Einarsen flutes,recorders,melodica,keyboards

Gastmusiker

Simen Haugberg oboe
Øystein Vesaas vocals

Tracklist

Disc 1
1. Anamnesis 9.11
2. Paper Moon 6.44
3. The Crucilble 7.32
4. The last Rose of Summer 3.23
5. Gnostalgia 10.18
6. The Reach 10.59
Gesamtlaufzeit48:07


Rezensionen


Von: Heiko Westhagen @ (Rezension 1 von 3)


White Willow legen hier mit Sacrament ihre dritte und vielleicht beste Scheibe vor. Das Klangbild von Sacrament läßt sich am besten als akustischer Artrock mit tief melancholischen nordischen Folk- einflüssen beschreiben. Sylvia Erichsen's glasklare Stimme sowie verspielte Flötenklänge schweben über dem ruhigen aber von innerer Spannung durchsetzten Klanguntergrund.

Zwar nur gelegentliche dafür aber geschickt plazierte teils sogar heftige Ausbrüche von E-Gitarren und Keyboard durchschneiden die schwermütige Stille und sorgen für zusätzliche Dynamik. White Willow verarbeiten zwar eine Menge an Folk- und Klassikeinflüssen, diese sind jedoch von sehr düsterer und leicht mystischer Natur womit sich ein Vergleich mit Bands wie Iona vollkommen verbietet.

Der verstärkte Einsatz von elektronischen Instrumenten sowie einige recht schräge Momente sorgen für wesentlich mehr Abwechslung als auf W.W.'s früheren Werken, und dürfte so Sacrament einem größeren Publikum zugänglich machen.

NeoProggies dürften diese Scheibe mit Entsetzen aus dem CD-Player reißen, und Frickelfreaks werden wohl sanft zu diesen Klängen entschlafen, aber hat man sich erstmal in die Klangwelt von W.W. eingefunden wird man von der unterschwelligen Komplexität von Sacrament gefesselt und wird so schnell nicht wieder losgelassen.

Der perfekte Soundtrack zu einem Glas Wein an einem einsamen Winterabend.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.11.2002
Letzte Änderung: 10.11.2002
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 3)


Der dritte Output von White Willow ist über weite Strecken sehr melancholisch-folkig gehalten, da hauptsächlich von Flöte und Akustikgitarre getragen, dazu die -meistens- angenehme Stimme von Sylvia Erichsen. Dabei ist man aber von einer verklärten Mittelalterromantik a la "Blackmore's Night" weit entfernt. Zwischendurch wird immer wieder mal Fahrt aufgenommen, dann wird es richtig flott und Keyboards und E-Gitarre kommen zu ihrem Recht.

Eine typische, skandinavische Prog-Platte mit sehr starken Folk-Einflüssen, melancholisch und einfach schön.

Anspieltipp(s): Gnostalgia, The Crucible
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.6.2004
Letzte Änderung: 21.6.2004
Wertung: 11/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 3 von 3)


Im "The Billboard Guide To Progressive Music" wurden White Willow als eine der signifikantesten Gruppen der 90er bezeichnet und mit ihrem Debüt "Ignis Fatuus" in die Top 100 aller jemals erschienenen Veröffentlichungen dieser Musiksparte aufgenommen. Nach ihrem zweiten Werk "Ex tenebris" erschienen die Norwegen nach zweijähriger Schaffenspause mit "Sacrament" wieder auf der Bildfläche.

Waren die Vorgängeralben der Band um den musikalischen Mastermind Jacob Holm-Lupo vor allem von ruhigen, fast schon folkigen Parts durchzogen, so ist das dritte Album wesentlich stärker von elektrischen Instrumenten geprägt, wie auch die Grundausrichtung eine Spur härter und kantiger als noch auf den Vorgängern ist. Das soll jetzt nicht heißen, dass es sich um ein aggressives Album handelt, White Willow haben es vielmehr geschafft, eine Balance zwischen ruhigen und dynamischen Parts zu schaffen.

Über weite Strecken gibt es immer noch den typisch mystischen Sound, der aus Folk und Klassik seine Inspiration zieht und vor allem durch die glasklare Stimme von Sängerin Sylvia Erichesen seinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt bekommt. Von Anfang an ist klar, dass so ein Album nur aus dem Norden Europas kommen kann, denn Melancholie und Traurigkeit sind die prägenden Wesenszüge vieler skandinavischer Bands aus dem Progressive Rock Bereich, und so leugnen auch White Willow ihren Ursprung nicht.

Mit dynamischen Wechseln - Flöte, Keyboards und Gitarre treten hier besonders in den Vordergrund - gelingt es eine faszinierende Symbiose aus alt und neu zu schaffen. Die Klänge und Sounds der 70er wurden mit modernen Klangschnipseln angereichert, wobei aber die eindeutigen Wurzeln sicherlich im Progressive Rock und Folk zu finden sind. Ein Ausflug in die kälteren Regionen des europäischen Kontinents, der einen keinesfalls kalt lässt, wenn es auch an manchen Stellen für den einen oder anderen vielleicht zu ruhig zur Sache geht.

Anspieltipp(s): Anamnesis, Gnostalgia
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.12.2004
Letzte Änderung: 12.12.2004
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von White Willow

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Ignis Fatuus 11.50 2
1998 Ex Tenebris 8.50 2
2004 Storm Season 11.50 2
2006 Signal To Noise 8.50 2
2011 Terminal Twilight 11.00 2
2017 Future Hopes 10.00 1

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