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Yes

Symphonic Live (DVD)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002 (DVD)
Besonderheiten/Stil: live; mit Orchester; DVD
Label: Eagle
Durchschnittswertung: 10/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Jon Anderson Vocals
Steve Howe Gitarre
Chris Squire Bass
Alan White Schlagzeug

Gastmusiker

Tom Brislin Keyboards
Wilhelm Keitel Dirigent
European Festival Orchestra

Tracklist

Disc 1
1. Overture
2. Close to the Edge
3. Long Distance Runaround
4. Don´t Go
5. In the Presence Of
6. Gates of Delirium
7. Steve Howe Guitar Solo

1. Lute Concerto in D Major, 2nd Movement
2. Mood for a Day

8. Starship Trooper
9. Magnification
10. And You and I
11. Ritual
12. I´ve Seen All Good Peole
13. Owner of a Lonely Heart
14. Roundabout
Disc 2
1. Don´t Go Bonus Video
2. Dreamtime Documentary   (Gesamtdauer beider DVDs zusammen 194 Minuten)


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 3)


Langsam, ganz langsam scheinen Yes etwas über ihre Fans zu lernen. Zum Beispiel, daß es an der Zeit ist, mal ein komplettes Konzert zu veröffentlichen. Zwar hat man auch hier gemixt, aber wenigstens nichts gestrichen, wie auf den House-of-Blues-Veröffentlichungen. Tatsächlich ist diese DVD die einzige Aufnahme eines kompletten Yes-Konzertes neben den beiden QPR-DVDs, die ein Konzert der Relayer-Tour beinhalten und nicht ganz so leicht zu kriegen sein dürften wie diese neue Veröffentlichung.

Das wichtigste vorweg: Man hört das Orchester. Das war ja ein Hauptkritikpunkt auf der Tour. Leider hört man dadurch auch die eine oder andere Schwäche des Orchesters allzu deutlich. Das Zusammenspiel mit der Band gehört allerdings nicht dazu: Anders als etwa auf der Originalaufnahme des "Concerto for Group and Orchestra" (muß ich die Band erwähnen?) und ähnlich wie auf dessen Neuaufnahme (von 1999) ist die Abstimmung zwischen Band und klassischem Klangkörper beeindruckend. Umso mehr, als Yes live hin und wieder einen Takt einfügen oder weglassen, wenn etwa Soli oder Improvisationen (z. B. in "Ritual") dies erfordern; auch unterscheidet sich die Liveversion von "Close to the Edge" durch eine Transposition vor "Seasons of Man" von der Studioversion (dies allerdings schon seit Jahren). Problematisch sind eher die Orchestrierungen der Klassiker. Larry Groupé, der diese komponiert hat, hat sich zwar - anders als auf dem Magnification-Album - mit Filmmusik-Klischees weitgehend zurückgehalten, doch hätte man manches ganz anders, und meiner unmaßgeblichen Meinung nach besser orchestrieren können. So spielen die Waldhörner in "Close to the Edge" für meinen Geschmack eine viel zu kleine Rolle - daß sie überhaupt vorkommen, ist bei der forestalen Atmosphäre des Stückes ohnehin nicht weiter verwunderlich. Auch bei "I get up I get down" hätte man mehr aus dem Orchester machen können. Andererseits gibt es echte Höhepunkte: "Ritual" etwa gewinnt derart durch die Begleitung, daß man fast in Versuchung kommt, sich auf die von Jon Anderson vor Jahren mal angedrohte Neuaufnahme von "Tales" mit Orchester zu freuen - auch wenn sie sicher nie zustandekommen wird. Wer sich lieber ein Gamelan-Orchester, ein Sitar-Trio oder ein Didgeridoo-Septett als Begleitung gewünscht hätte, wird hier eines besseren belehrt. Die Komposition von "Tales" steht nun mal in der westlichen Tradition, und sämtliche Anklänge an Indisches sind ebenso bloße Effekte wie die zugrundeliegende Idee einer Anspielung auf die heiligen Schriften der Hindus. Schön, aber nicht notwendig ist die Hinzufügung des ansonsten nicht gespielten "Magnification". Howes Soli sind ausnahmsweise recht sauber, auch White spielt live nicht ganz so uninspiriert wie sonst in den letzten Jahren. Squires Basssound ist immer noch monströs, das Geklapper, das seine jeden Abend neu aufgezogenen Saiten bisweilen verursachten, ist hier nicht zu hören (davon könnte sich Herr Lake auch mal ne Scheibe abschneiden). Der Neue, Keyborder Tom Brislin, zeigt, daß er die Musik von Yes weit besser verstanden hat als der von den Fans maßlos überschätzte Igor Khoroshev. Man höre nur seine äußerst geschmackvollen Soli oder seinen Beitrag zum Ausklang von "And You And I". Die visuellen Effekte, die Bob Cesca beigesteuert hat, sind überhaupt nicht nervig (wie etwa die auf dem Keys-Video), ich mag sie sogar recht gern und sie können zudem, wenn sich der eine oder andere gar nicht mit ihnen anfreunden kann, ausgeschaltet werden.

Darüber hinaus lassen sich Yes nicht lumpen und liefern eine Doppel-DVD ab. Auf dem zweiten Scheibchen findet sich ein überflüssiges Video zum überflüssigen "Don't Go" sowie eine recht interessante halbstündige Dokumentation über Band und Tour, auf der Squire nochmal das "Open Your Eyes"-Album loben darf und betont, daß dieses dem neuen Werk doch recht ähnlich sei (womit er auch völlig recht hat - wer kam eigentlich auf die Idee, Rabin die Poplastigkeit von Yes anzulasten?) und Jon wieder einmal die Wunder moderner Computertechnik mit weiß Gott welchem Spirit in Verbindung bringt. Mittlerweile kann seine Art nur noch diejenigen peinlich berühren, die sich auch über Joe Cockers Art wundern. Seltsamer sind da schon die Schunkeleinlagen des Orchesters. Wenn wir über die hinwegsehen, haben wir hier allerdings ein prima Paket in Händen, das über die mittlere Enttäuschung von "Magnification" hinweghilft.

Anspieltipp(s): Gates of Delirium
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.11.2002
Letzte Änderung: 19.4.2013
Wertung: 14/15
2 Gründe für die hohe Punktzahl: 1. sind offizielle Veröffentlichungen kompletter Gigs dieser Band eine Ausnahme, zweitens ist die Setlist wohl die beste seit 1976. Über Kleinkram läßt sich streiten.

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 2 von 3)


Wie unterschiedlich doch die Eindrücke sein können! Derweil mein Vorredner die DVD mit 14 Punkten zum Prog-Olymp katapultiert, möchte ich ausdrücklich vor dieser DVD warnen! Ich habe die Band oft genug live gesehen um beurteilen zu können, wie sie live auf die Hörer wirkt, selbst wenn sie ihren Zenit längst überschritten hat; auf dieser DVD finde ich nichts von der (vielbeschworenen) Magie der Band, stattdessen nur im günstigsten Fall mäßige musikalische Performances.

Und dies kommt nicht von ungefähr, denn nach einigen Alben kurz vor oder hinter der Peinlichkeitsgrenze ("Open Your Eyes", "The Ladder", "Magnification") tourten Yes 2001 mit dem European Festival Orchestra (Wer jemals hätte denn von diesem Orchester schon mal etwas gehört?) durch die Lande. Sicher, eigentlich eine gute Idee, sich auf die (in diesem Fall: wörtliche) symphonische Dichte ihrer Hochphase Mitte der 70er Jahre zu besinnen und so hätte die Interpretation alter Klassiker mit orchestraler Unterstützung ein (letzter?) Höhepunkt ihrer Diskografie werden können. Doch wie schon auf dem Studioalbum "Magnification", erweist sich die Band als nicht mehr flexibel genug, der Musik einen wirklich überzeugenden Sound zu verpassen.

Indiskutabel die Leistung des Drummers Alan White, der zu einem stumpfsinnigen Felldrescher mutiert ist (peinlich seine hölzerne Art und seine Verspieler in Ton und Bild zu dokumentieren), musikalisch überflüssig das E.F.O. (das in Wirklichkeit wohl eher ein osteuropäisches Jugendorchester zu sein scheint, das wohl für die Tour billig zu engagieren war) und auch Jon Anderson an den Vocals war schon mal souveräner und weniger peinlich: OK, er ist tonsicher, aber der Ausdruck ist fast völlig dahin. Lediglich Steve Howe an der Gitarre und Chris Squire am Bass wirken souverän (wenn auch manchmal gelangweilt).

Trotz einer imposanten Setlist und einer sehr ordentlichen Spielzeit (fast 2 1/2 Stunden Konzert plus Bonus-Video plus Documentary): eine DVD wohl nur für Fans. Und die sind mit quasi allen anderen Live-Ergüsssen (und Aufgüssen) der Band wesentlich besser bedient.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2003
Letzte Änderung: 28.9.2011
Wertung: 5/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 3 von 3)


Die Eindrücke sind wirklich unterschiedlich. 14 Punkte würde ich für diese DVD ebenfalls nicht vergeben, aber positiv bewerte ich sie doch. Dass die Interpretation alter Klassiker mit orchestraler Unterstützung ein Höhepunkt der Yes-Diskografie hätte werden können, wie Sal schreibt, daran habe ich nie geglaubt. Eher hatte ich Angst vor peinlich-feierlichen Kunst-Zelebrationen. Um so erfreuter war ich, ein Orchester zu sehen, dass nicht aus den üblichen Pinguinen mit gestärkter Hemdbrust besteht, sondern aus durchaus gut gelaunten Jungmusikern. Zu den tatsächlich nicht sehr essentiellen Orchesterarrangements passt das allemal besser. Es muss aber auch nicht alles immer essentiell sein. Die Orchesterparts auf dieser DVD sind nicht peinlich (wie auf der älteren CD "Symphonic Music of Yes"), sondern recht unterhaltsam. Es ist klar, dass z.B. ein Stück wie "Gates of Delirium" an Schärfe verliert, aber die hier gebotene Version erscheint mir trotzdem hörenswert. Selbst Alan White, dessen Leistungen in den letzten Jahren ich wahrlich nicht hoch schätze, stört weit weniger als z.B. auf "Magnification". Was seine Verspieler angeht, so sind die eigentlich nicht der Rede wert. Auch Steve Howe rutscht ab und an mal ein Tönchen weg.

Beim European Festival Orchestra handelt es sich tatsächlich um ein osteuropäisches Ensemble, bestehend vornehmlich aus jungen Leuten, deren Heimat Weißrussland ist. So ganz unbekannt ist es keineswegs. Es wurde vom Dirigenten Wilhelm Keitel gegründet, um damit in Putbus auf Rügen ein alljährliches Rossini-Festival zu bespielen (das mittlerweile nach Bayreuth umgezogen ist). Die Gründung dieses Orchesters hat für ein gewisses Aufsehen gesorgt, da es sich um den Versuch handelte, ohne jede öffentliche Subvention in der deutschen Konzertlandschaft zu überleben.

Die DVD bringt nichts wirklich Neues, aber doch immerhin gute Musik und hervorragende Bildqualität. Da man die schauderhaften Video-Animationen zu verschiedenen Titeln wegschalten kann (andernfalls wäre meine Note in den Keller gerasselt), gibt es die Möglichkeit, ein komplettes Yes-Konzert ungestört zu verfolgen. Summa summarum: Positiv, wenn auch kein Grund zu Höchstwertungen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2003
Letzte Änderung: 6.3.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Yes

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Yes 8.40 5
1970 Time And A Word 9.20 5
1971 The Yes Album 9.80 6
1972 Close To The Edge 13.80 13
1972 Fragile 11.20 5
1973 Yessongs 13.00 3
1973 Tales From Topographic Oceans 13.25 8
1974 Relayer 14.22 9
1975 Yessongs (VHS/DVD) 11.00 2
1975 Yesterdays - 2
1977 Going For The One 9.88 8
1978 Tormato 7.71 8
1980 Yesshows 10.00 3
1980 Drama 11.50 8
1981 Classic Yes 12.00 2
1983 90125 8.13 8
1985 9012 Live - The Solos 5.00 3
1987 Big Generator 6.67 6
1991 YesYears 13.00 2
1991 Owner Of A Lonely Heart - 1
1991 Union 6.00 7
1992 Union Tour Live (DVD) 7.00 1
1992 Yesstory - 1
1993 Highlights - The Very Best of Yes - 1
1993 Symphonic Music of Yes 2.00 2
1994 Talk 6.17 6
1994 Yes Active - Talk (CD-ROM) 8.00 1
1996 Keys to Ascension (VHS/DVD) 7.00 1
1996 Keys To Ascension 8.00 4
1996 Live in Philadelphia 1979 (DVD) 4.00 1
1997 Open Your Eyes 4.17 6
1997 Keys To Ascension 2 10.50 4
1997 Something's coming - the BBC Recordings 1969-1970 9.00 2
1998 Yes, Friends and Relatives 3.00 2
1999 The Ladder 6.00 7
1999 Musikladen live (DVD) 6.00 1
2000 The Best of Yes - 2
2000 House Of Yes - Live From House Of Blues 6.00 2
2000 House of Yes - Live from House of Blues (DVD) 8.00 2
2000 Masterworks 8.00 1
2001 Live 1975 At Q.P.R. Vol. 1 (DVD) 13.00 2
2001 Live 1975 At Q.P.R. Vol. 2 (DVD) 14.00 1
2001 Keystudio 9.00 2
2001 Magnification 8.00 9
2002 In a Word: Yes (1969- ) 12.50 2
2002 Extended Versions - 2
2002 Yes today - 1
2003 Yes Remixes 2.00 1
2003 YesYears (DVD) 10.00 1
2003 Greatest Video Hits (DVD) 3.00 1
2003 YesSpeak (DVD) 9.67 3
2004 The ultimate Yes 10.00 2
2004 Yes Acoustic (DVD) 6.00 2
2004 Inside Yes. 1968 - 1973. An independent critical review. (DVD) 10.00 1
2005 The Word is Live 11.00 1
2005 Inside Yes Plus Friends and Family (DVD) 11.00 1
2005 Songs From Tsongas - Yes 35th Anniversary Concert (DVD) 10.50 2
2006 9012Live (DVD) 10.00 2
2006 Essentially Yes - 1
2007 Yes. Classic Artists. Their definitive fully authorised Story in a 2 Disc deluxe Set - 1
2007 Live at Montreux 2003 - 1
2007 Live at Montreux 2003 (DVD) 9.00 1
2008 The New Director's Cut 9.00 1
2009 Rock Of The 70's 7.00 1
2009 The Lost Broadcasts 7.00 1
2010 Keys to Ascension (2CD + DVD Box Set) 10.00 1
2010 Live in Chile 1994 10.00 1
2011 Union Live (DVD) 11.00 1
2011 The Revealing Science Of God 7.00 1
2011 Fly from here 8.57 7
2011 Live on Air - 1
2011 In The Present - Live From Lyon 9.00 2
2012 Yessongs - 40th Anniversary Special Edition (Blu-Ray) - 1
2013 The Studio Albums 1969-1987 - 1
2014 Heaven & Earth 5.17 7
2014 Songs From Tsongas - Yes 35th Anniversary Concert (3CD Set) 9.00 1
2014 Like It Is - Yes at the Bristol Hippodrome 6.00 1
2015 Progeny: Highlights From Seventy-Two 12.00 1
2015 Like It Is - Yes at the Mesa Arts Center 10.00 1
2015 Progeny - Seven Shows from Seventy-Two 8.00 2
2017 Topographic Drama – Live Across America 10.00 1
2018 Fly from Here - Return Trip - 1

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