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Ole Lukkøye

Horse-Tiger

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: Moderne Electronica; Psychedelic; Spacerock; Worldmusic / Ethno
Label: Klangbad
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Boris Bardash Programmierung, Keyboards, Gesang, Gitarre, Percussion, Samples
Alexander Frolov Fagott, Jaleika, Samples
Sergej Radovski Effekte, Samples
Andrej Lavrinenko Bass
Tanja Svaha Gesang

Gastmusiker

Vladimir Konovalov Bass (3, 4)
Sasha Kozyrev Djembe (1, 3)
Artem Zotkin Gitarre (2)
Dasha Kusnezova Gesang (6)
Daniil Basner Saabla (3)

Tracklist

Disc 1
1. Zagoralos' 12:24
2. The Free Ones 13:09
3. Sleepy Herbs 7:48
4. Tara 8:39
5. The Peacock 7:33
6. Further 9:29
Gesamtlaufzeit59:02


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


"Horse-Tiger" ist bis jetzt das einzige mir bekannte Album von Ole Lukkoye, so dass ich keine Vergleiche mit früheren Werken anstellen kann. Wenn ich mir die Rezension zu "Doo-Doo-Doo" anschaue, habe ich jedoch den Eindruck, dass "Horse-Tiger" nicht ganz so ausgeflippt ist. Ansonsten scheinen die Zutaten im wesentlichen dieselben zu sein: treibender Rhythmus, Schamanengesänge, die manchmal auch mehr orientalisch klingen ("The Free Ones"), Instrumente mit so seltsamen Namen wie Jaleika oder Saabla, kombiniert mit spacig-psychedelischen Synthie-Passagen in bester 70er Jahre Manier. Erstaunlich, dass Stücke, die sich bei Längen von 8 bis 13 Minuten eigentlich nur wenig verändern, keinerlei Langeweile aufkommt, es gelingt der Band stets, den Spannungsbogen zu halten. Übrigens, auch wenn die Titel in Englisch angegeben sind (auf der CD sind sie auch noch in Russisch), wird auch auf "Horse-Tiger" wieder in Russisch und Tuwinisch gesungen. Letzteres ist, wie ich mir ergoogelt habe, mit dem Türkischen verwandt.

Insgesamt "Horse-Tiger" ein sehr empfehlenswertes Werk, vielleicht etwas leichter zugänglich als "Doo-Doo-Doo".

Anspieltipp(s): The Free Ones
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.11.2002
Letzte Änderung: 17.1.2009
Wertung: 11/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Freitag Abend an einem nasskaltem Novemberwetter auf deutschen Autobahnen. Der Verkehr ist wie immer katastrophal stockend, die rechte Spur scheint wieder mal für ein Großteil der Fahrer nicht existent zu sein und die Konzentration bleibt angespannt. Da hat sogar die quasi-Kansas Scheibe Proto-Kaw nur bedingte Chance im Player zu bleiben, denn trotz der genialen Qualität der Scheibe, hilft sie recht wenig bei trostlosem An- und Anfahren im Sekundentakt. Mal kurz geprüft, was denn noch so im Auto herumfährt: ach ja, „Horse-tiger“ von Ole Lukkoye. Das ist wohl die wesentlich bessere Wahl, um den Trott des Dauerstaus zu ertragen. Genau die richtige Entscheidung, denn schon kurzer Laufzeit, groovt die Scheibe los, der Stau löst sich auf und die CD wird zur perfekten Wegbegleitung auf dem Nachhauseweg durch Nacht und Regen.

Nun ist "Horse-tiger" bei weitem mehr, als nur untermalende Staumusik. Wer die früheren Alben der Band aus St.Petersburg kennt oder sich deren mitreißende Auftritte auf dem Burg Herzberg Festival in Erinnerung ruft, der weiß schon ungefähr, auf was er sich hier einlässt: rhythmisch hypnotische Musik mit Suchpotential. Doch ist "Horse-tiger" in gewisser Weise anders als die Vorgänger. Ole Lukkoye, die mehr mit einer offenen Interpretation von Art-Rock anfingen, im Laufe ihrer Karriere immer mehr moderne Dance-Elemente, Samples, elektronische Rhythmen einbauten, dabei aber auch auf die Folklore ihrer Heimat zurückgriffen, ist es inzwischen gelungen einen eigenen, sehr eindringlichen Stil zu definieren.

Sängerin Tanya Svaha sorgt mit guturalen Lauten im Stil von Marie Boine für die exotische Komponente, wie es auch der Band bestens gelungen ist, die Oboe in ihre ganz eigene Art von Psychedelic Trance einzubringen. "Horse-tiger" ist noch eine Spur tanzbarer, hypnotischer als der Vorgänger "Crystal-crow-bar", aber desgleichen weniger experimentell, leichter verdaulicher. Die Gitarre wurde zugunsten der Elektronik zurückgenommen, ist aber immer noch elementarer Bestandteil der ewig zuckenden Sounds. Einen Kritikpunkt müssen sich die Russen jedoch gefallen lassen. Während sie als Liveband eine unbestreitbare Klasse für sich sind, leiden ihre Alben, wie jetzt auch "Horse-tiger" unter dem Ozric Tentacles Syndrom: es bleibt wirklich schwierig die einzelnen Titel auseinander zuhalten, insgesamt hat man auch den Eindruck, dass die Band etwas mehr auf "Nummer Sicher" geht.

Dennoch ist Ole Lukkoye ist mit "Horse-tiger" wiederum ein Album gelungen, dass sich konsequent und logisch in die eigene Diskographie einreiht und einmal mehr dokumentiert, welche vitale Musik in Russland nur auf ihre Entdeckung wartet.

Anspieltipp(s): Zagoralos, Sleepy herbs
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.9.2004
Letzte Änderung: 8.10.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ole Lukkøye

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1996 Toomze 8.00 1
1996 Zapara 10.00 1
1997 Doo-Doo-Doo (or Remedy for a dwarf) 11.50 2
2000 Crystal crow-bar 11.00 1
2000 Relax in your dream 10.00 2
2003 Dream of the wind 8.00 1
2010 Petroglyphs 10.00 1
2015 Dyatly 10.00 1

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