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Analogy

Analogy

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: Folk; Krautrock; Psychedelic
Label: Garden Of Delights
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jutta Nienhaus Gesang
H. J. "Mops" Nienhaus Schlagzeug
Wolfgang Schoene Bass
Martin Thurn Gitarre, Flöte
Nikola Pankoff Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Dark Reflections 7:00
2. Weeping May Endure 4:50
3. Indian Meditation 4:10
4. Tin´s Song 1:40
5. Analogy 9:45
6. The Years At The Spring 4:35
7. Pan-Am Flight 249 5:15
8. Milan On A Sunday Morning   (Bonustrack) 6:04
Gesamtlaufzeit43:19


Rezensionen


Von: Horst Straske @ (Rezension 1 von 2)


Analogy war eine kurzlebige deutsche Band, deren Mitglieder sich jedoch in Norditalien niedergelassen hatten. Das Album "Analogy" wurde 1972 von einem kleinen italienischen Label veröffentlicht. Der Sound von Analogy wird von dem beschwörenden Gesang der Frontfrau Jutta Nienhaus dominiert. Gerade wenn man berücksichtigt, dass sie zu dem Zeitpunkt der Aufnahme gerade mal erst 19 Jahre alt war, müssen ihr hervorragende stimmliche Qualitäten attestiert werden und sie setzte dem leicht psychedelisch geprägten Sound von Analogy ihren Stempel auf. Ein weiteres prägendes Element ist das versierte Hammondspiel von Nikola Pankoff.

Stilistisch wirken Analogy noch vom Sound der späten 60er Jahre inspiriert. Stellenweise tauchen Elemente des amerikanischen Psychedelic Sounds der Westküste auf, wobei aber auch eine gewisse Inspiration durch den europäischen Folk-Sound erkennbar ist. Krautrockige Elemente unterstreichen aber auch die Herkunft von Analogy.

Schon der Opener "Dark Reflections" zeichnet sich durch einen schleppenden Rhythmus aus, in den sich der ausdrucksstarke und recht tiefe Gesang von Jutta Nienhaus perfekt einfügt. Im nachfolgenden Song "Weeping May Endure" bewegt sich der Gesang auch mal in höhere Gefilde, wobei das rockige Gitarrenspiel und die röhrende Hammond einen interessanten Kontrast zu den magisch anmutenden Gesangslinien darstellen.

"Indian Meditation" tendiert dann noch mehr in die Psychedelic-Richtung. Gitarrist Martin Thurn ließ sich offensichtlich auch von den für die frühen Pink Floyd charakteristischen Gitarrenakkorden inspirieren und steuerte auch noch Flötenspiel bei.

Nach einem kurzen instrumentalen Intermezzo in Form des Titels "Tin´s Song" schwelgen Analogy im nachfolgenden Longtrack, der den Namen der Band trägt, gänzlich im psychedelischen Rock der späten 60er Jahre.

Nach dem überraschend dynamisch und erdig klingenden Song "The Years At The Spring" findet das offizielle Album mit "Pan-Am Flight 249" seinen relativ songorientierten Abschluss.

Fazit: Analogy können nicht mit den klassischen Prog Bands verglichen werden. Dafür waren sie stilistisch noch zu stark im Sound der späten 60er Jahre verwurzelt. Auf der positiven Seite stehen auf jeden Fall der markante weibliche Gesang und die psychedelischen Ausflüge der Hammondorgel sowie der Gitarre. Typischer Symphonic Rock wird somit nicht geboten. Dennoch sind die musikalischen Arrangements und das Songwriting überaus ansprechend.

Anspieltipp(s): Dark Reflections, Analogy
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.12.2002
Letzte Änderung: 15.12.2002
Wertung: 11/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Das Musikbusiness schreibt doch immer wieder eigenartige Geschichten. So wie die von Analogy, einer eigentlich ursprünglich deutschen Gruppe, die es aber nach Italien verschlug. Dort blieb man hängen, spielte vor Ort die meisten Auftritte und erhielt letztendlich sogar einen Plattenvertrag. Das Booklet von Garden Of Delights erzählt eine sehr ausführliche Bandhistorie und ist zudem gespickt mit jeder Menge netter Anekdoten, wie z.B. dass der äußerst geschmackvolle blaue vertikale Streifen mit dem Bandnamen auf dem Plattencover nur daher rührt, dass man einen ehemaligen Mitmusiker, der bei den Studioaufnahmen nicht mehr dabei war, gekonnt wegretuschieren musste.

Musikalisch bewegen sich Analogy im Grenzbereich zwischen Psychedelic Rock, 60's Westcoast Sound und melodischen Progressive Rock mit jeder Menge Hammond Orgel und treibenden Gitarrenriffs. Nicht von ungefähr spielte man beim ersten Zusammentreffen mit Tastenmann Nicoloa Pankoff eine freie Bearbeitung von Pink Floyds "Atom heart mother". Analogys Musik wird nicht bestimmt von Komplexität und vertrackter Rhythmik, es sind mehr die eindringlichen, aber wirkungsvollen Mittel - allen voran sei hier natürlich das prägnante Orgelspiel erwähnt - die den Sound bestimmen. Neben der Orgel, bekommt man gelegentlich Einsprengsel an der Flöte, so wie den manchmal schon schamanenhaften Gesang von Jutta Nienhaus geboten.

Trotz gut durchstrukturierter Lieder lebt die Musik von Analogy hauptsächlich von den Stimmungen, von den teils sphärischen Klängen, die der Musik einen leichten Space Rock Charakter verleiht, aber auch nicht vor Blueseinflüssen und klassischen Zitaten Halt machen. Ein Frühwerk deutschen Psychedelic Rocks, dass sich aber keineswegs von der internationalen Konkurrenz verstecken braucht und nicht umsonst in den entsprechenden Insiderkreisen über einen sehr guten Ruf verfügt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.1.2005
Letzte Änderung: 2.1.2005
Wertung: 10/15

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