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Godspeed You! Black Emperor

Lift yr. skinny fists like antennas to heaven

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock; Psychedelic
Label: kranky
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Tracklist

Disc 1
1. Storm

1. lift yr. skinny fists, like antennas to heaven
2. gathering storm
3. "welcome to barco am/pm..." [l.a.x.; 5/14/00]
4. cancer towers on holy road hi-way

22.32
2. Static

1. terrible canyons of static
2. atomic clock
3. chart #3
4. world police and friendly fire
5. [...+the buildings they are sleeping now]

22.35
Gesamtlaufzeit45:07
Disc 2
1. Sleep

1. murray ostril: "...they don't sleep anymore on the beach..."
2. monheim
3. broken windows, locks of love pt. III. / 3rd part

23.17
2. Antennas to heaven

1. moya sings "baby-o"...
2. edgyswingsetacid
3. [glockenspiel duet recorded on a campsite in rhinebeck, n.y.]
4. "attention...mon ami...fa-lala-lala-la-la..." [55-St.Laurent]
5. she dreamt she was a bulldozer, she dreamt she was alone in an empty field
6. deathkamp drone
7. [antennas to heaven...]

18.57
Gesamtlaufzeit42:14


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Dieses Album sorgte für einiges Aufsehen und kontroverse Meinungen unter den Musik-Interessierten. Zurecht. Es folgt ein Versuch, die musikalischen Eindrücke zusammenzufassen.

Track 1 : leicht vibrierend, lebhaft, sich von einfachen, getragenen Gitarrentönen, über repetitive Streicher, zu monumental-ekstatischen Soundorgien zusammenballende Kraftfelder. Zum Abschluß dann eine verstörende Megaphonstimme zu traurigen Pianoakkorden.

Track 2 : ist das der im Booklet erwähnte "cold and lonely winter"? Anfangs trostlose, kalte Ambient-Musik...rauschende Radiowellen, eine gottsuchende Stimme, lyrische Streicher, und es beginnt langsam wieder hochzusteigen. Von den Cello- und Gitarrenlinien, über ein sich wiederholendes Vibraphonmotiv, bis zur nächsten eindrucksvollen Entladung. Und es endet alles im Nichts : wie zelebrierte apathische Entkraftung nach einem unglaublichen Aufbäumen.

Track 3 : zu Anfang Nostalgisches : ein alter Mann bedauert, dass man nicht mehr auf dem Strand zu übernachten pflegt. Es folgt ein introvertierter Part für Streicher, Gitarren und Schlagzeug, der sich langsam wieder zu einem Sturm verdichtet. Ein Solo ersetzender, durchdringender Gitarrenton, der von dieser Kulmination übrig bleibt und dann verschwindet, wird von einer minimalistischen Zweiton-Passage mit sparsamer Glockenspielbegleitung abgelöst. Dann noch ein kurzer intensiver Ausbruchsversuch, und noch einer, dazwischen lyrische Cellos/Geigen und kratzige Gitarren.

Track 4 : ein Musiker, der offensichtlich Moya heißt, trägt eine archaische Country-Nummer vor. Er wird sehr schnell von industriellen Ambient-Geräuschen übertönt. Es folgt ein kurzes sphärisches Glockenspielduett, danach hört man sprechende, singende Kinder. Anschließend natürlich wieder ein ständiges Auf und Ab.

Auf dem Innencover schneidet eine Maskengestalt mit Dollarzeichen-Schlips einem weinenden Mann die Hände ab. Falls man dieses Bild der Verzweiflung mit einbezieht, geht es hier eventuell um die Klang gewordene, schonungslose Abrechnung mit der kranken Menschenwelt. Und um die ekstatischen Ausbrüche aus einer solchen Wirklichkeit. "What does anyone want but to feel a little more free" schreiben die nur mit Vornamen genannten 9 Musiker, deren Rollenaufteilung innerhalb der Band im Dunkeln zu bleiben hat. Hier scheint alles ein Statement zu sein: die Musik, das Altpapier-Cover, die chaotische Schreibmaschinenseite, die als einzige enigmatische Informationsquelle dient und schließlich die Tatsache, dass sich die Künstler fast anonym geben.

Fazit : etwas Seltenes, Einmaliges. Ambient, Postrock und unverfälschte, aus dem Leben gegriffene Tapes. Trostlosigkeit, Ekstase, Lustlosigkeit und unbändiger Freiheitsdrang im ständigen Wechsel. Alles ohne großen technischen Aufwand. Vielleicht hätte es eine Platte auch getan. Sei's drum. Ich muss dabei oft an die frühen Pink Floyd denken.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.12.2002
Letzte Änderung: 15.12.2002
Wertung: 13/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Siggys Fazit muß ich widersprechen! LYSFLATH (das soll jetzt mal die Abkürzung für "Lift yr. skinny fists like antennas to heaven" sein) ist nichts so Seltenes und Einmaliges. Die Musik hier unterscheidet sich kaum von dem auf den Vorgängerscheiben Gebotenen (und Mogwai aus England machen übrigens recht ähnliche Musik). Konzept und Instrumentierung sind im Grunde identisch zu "f#a#oo" und "slow riot for new zero kanada". Zudem scheint mir LYSFLATH auch nicht mehr ganz so abwechslungsreich zu sein wie die Vorgänger.

Die Solostreicher, die vor allem das erste Album stellenweise dominiert haben, sind hier sehr in den Hintergrund gerückt, was, da nun vor allem Gitarren und Keyboards klangbestimmend sind, manchmal für etwas Eintönigkeit sorgt. Auch sind hier durchaus einige Längen drin, wäre vielleicht eine Kondensation dieser Musik auf eine CD besser gewesen! Trotzdem ist natürlich nicht zu bestreiten, daß hier großartige Musik geboten wird, die immer noch ziemlich viel Spaß macht. Nur wäre es doch interessant gewesen, wenn die Jungs und Mädels aus Montreal mal etwas Neues ausprobiert hätten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Mogwai
Veröffentlicht am: 27.5.2003
Letzte Änderung: 27.10.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Godspeed You! Black Emperor

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 f#a#oo 12.00 1
1999 slow riot for new zero kanada 10.50 2
2002 Yanqui U.X.O. 8.00 1
2012 Allelujah! Don't Bend! Ascend! 10.00 1
2015 'Asunder, Sweet And Other Distress' 9.00 1
2017 Luciferian Towers 12.00 1

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