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Magma

Mekanïk Kommandöh

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989 (1973 aufgenommen)
Besonderheiten/Stil: Zeuhl
Label: Seventh records
Durchschnittswertung: 13.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Christian Vander Drums,Vocals,Organ,Percussion
Jean Pierre Lambert Bass
Klaus Basquiz Vocals,Percussion
Jean Luc Manderlier Piano,Organ
Rene Garber Clarinet,Vocals
Stella Vander Vocals,Choir Leader
Choirs De La Stochhaus Choir

Tracklist

Disc 1
1. Mekanik Destruktiw Kommandoh   (C.Vander) 38:47
Gesamtlaufzeit38:47


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 3)


(Achtung: "Mekanïk Kommandöh" und "Mekanïk Destruktïw Kommandöh" sind zwei verschiedene Platten. Das erstere ist die Original-Version der Musik, die der damaligen "Magma"-Plattenfirma aber zu spartanisch instrumentiert und zu wenig rockig war. Daher wurde das ganze mit erweiterter Besetzung neu aufgenommen: "Mekanïk Destruktïw Kommandöh". "Mekanïk Kommandöh" wurde erst vor kurzen veröffentlicht.)

Ein leises Piano-Tremolo taucht aus dem akustischen Nichts auf, nicht enden wollendes Crescendo, scheinbar wahllos hämmert der Pianist auf die Tasten. Plötzlich: Stille.

In den Nachhall des Klaviers deklamiert eine Stimme:

Hur, dëh antzik köhntarkösz kreühn köhrmahn stoht wurdah mëlëkaahm, uz, deh orkbahnn kreuhn köhrmahn zëbëhn straïn dë geustaah wortsïs, da reus stoah... So beginnt Magmas "Mekanïk Kommandöh", eine wundersame, dunkle Scheibe aus der Hexenküche Christian Vanders, eines französischen Schlagzeugers, der Anfang der Siebziger meinte, seine spezifische Botschaft nur verbreiten zu können, indem er mit seiner Band "Magma" die Geschichte einer Kolonie von Menschenabkömmlingen auf einem fernen Planeten namens "Kobaïa" erzählt. Und das in einer Sprache, die er eigens dazu erfand. "Mekanïk Kommandöh" erzählt eine der Episode dieser fantastischen Historie.

Nachdem der geheimnisvolle Sprecher seinen Vortrag unverständlicher Kommandos und Anflehungen schreiend, bellend beendet hat, in den zwischenzeitlich sogar die Band (Schlagzeug, Orgel, Baß, Klavier) mit 'richtiger' Musik eingefallen ist, beginnt ein kleiner gemischter Chor zu singen: beschwörende, zauberformelartige kobaïanische Bruchstücke, die immer wieder wiederholt werden, getrieben von Christian Vanders exzellenter, peitschender Schlagzeugarbeit, gestützt vom dunklen Sound von Klavier und Orgel. 37 Minuten am Stück geht es jetzt praktisch ununterbrochen so weiter, keine nennenswerte Abwechslung im Klang ergibt sich, aber die - obwohl oft krummen (z.B. 7/4) - hypnotischen Rhythmen ziehen den willigen Zuhörer unweigerlich in ihren Bann. Der Strom der Musik besteht aus vielen Wiederholungen, die sich nach und nach leicht ändern, um in einen anderen Teil zu münden. Dabei schwillt die Intensität der Musik und des Rhythmus abschnittsweise wellenmäßig bis zu einem gewissen Höhepunkt an, nach dem dem Zuhörer eine kleine, nur kurze Atempause gegönnt wird, bis die Musik wieder immer mitreißender und ekstatischer wird.

Die Faszination dieser Musik liegt wahrscheinlich gerade in ihrer Eintönigkeit, ähnlich wie bei Ravels Bolero: Der Rhythmus, das Melodiefragment wird solange wiederholt, intensiviert, bis sie den Hörer endgültig am Haken haben. Der größte (und so ziemlich einzige) Einschnitt befindet sich bei Minute 26, wenn das musikalische Sturmtosen plötzlich aussetzt; der vorher dominierende Rhythmus wird nur vom Klavier im Hintergrund aufrecht erhalten, und darüber kreischt, fleht, gurrt eine männliche Stimme in höchster Falsettlage (diese Stelle könnte man am ehesten noch mit Thijs van Leers 'manic yodeling' in Focus' "Hocus Pocus" vergleichen).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.5.2002
Letzte Änderung: 23.5.2002
Wertung: 13/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 3)


Die Platte macht süchtig - zumindest geht es mir so und ich kann mich nicht entscheiden, welcher der beiden Studioversionen ich nun den Vorrang geben soll - das Ergebnis - meistens höre ich beide hintereinander weg ;-)

Erstaunlicherweise empfinde ich die volle Version auf M.D.K. musikalisch viel eintöniger (im Sinne von repetiv,hypnotisch). Bei dieser hier kommen das Schlagzeugspiel oder die Percussions viel besser zur Geltung und die Gesangsleistungen erst, die Falsettstimme Blasquiz rechts, Stella Vander links, der Chor und die anderen irgendwo dazwischen und drumherum - ich kenne kein Musikstück das mich emotional derart mitnimmt - würde jemand nach dem Hören an der Tür klingeln und Tickets nach Kobaia verkaufen, ich würde sofort losfliegen.

MDK ist imho der Höhepunkt magmatischen Schaffens - egal in welcher Version - bei diesem Stück ist alles vorhanden: Dramatik, Zärtlichkeit, Melancholie und alles andere - hören!!

Anspieltipp(s): alles, ist ja nur ein Stück
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.10.2004
Letzte Änderung: 14.10.2004
Wertung: 14/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 3)


Diese spartanisch instrumentierte Version des Zeuhl-Klassikers wirkt durch ihre stärkere Betonung der Gesangsteile (einige Chorpassagen wurden auf der späteren Studiofassung durch Instrumente ersetzt) noch düsterer, mystischer und ritueller. Eines der faszinierendsten und verstörendsten Stücke, die ich kenne.

Ähnlich wie Andreas kann auch ich keiner der beiden Versionen den Vorzug geben, man braucht einfach beide. Und natürlich sämtliche Liveversionen ;-)

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.10.2004
Letzte Änderung: 14.10.2004
Wertung: 14/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Magma

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Magma 10.75 4
1971 1001° Centigrades 9.20 5
1973 Mekanïk Destruktïw Kommandöh 14.50 3
1974 Wurdah Ïtah 11.00 2
1974 Köhntarkösz 11.50 2
1975 Live (Hhai) 12.00 1
1976 Inédits 7.50 2
1976 Üdü Wüdü 11.00 3
1977 Attahk 9.50 4
1981 Retrospektïw 1-2 11.50 2
1981 Retrospektïw 3 6.00 2
1984 Merci 7.50 2
1984 Concert Bobino 1981 7.50 2
1992 "Les Voix" Concert 1992 10.00 1
1996 Concert 1976 Opéra de Reims 12.00 1
1996 Concert 1971 Bruxelles - Théâtre 140 10.00 1
1996 Theatre du taur Concert - Toulouse 1975 9.00 1
1998 Simples 4.00 1
1998 Floe Essi / Ektah 7.00 1
1999 BBC 1974 Londres 11.50 2
2001 Theusz Hamtaahk Trilogie 15.00 5
2004 Uber Kommandoh - 1
2004 K.A 12.83 6
2004 Concert Bobino 1981 (DVD) 5.00 1
2006 Mythes et légendes Volume I (DVD) 14.00 4
2006 Mythes et légendes Volume II (DVD) 13.25 4
2007 Mythes et légendes Volume III (DVD) 14.33 3
2008 Mythes et légendes Volume IV (DVD) 12.50 2
2008 Studio Zünd - 1
2009 Live in Tokyo 13.00 1
2009 Ëmëhntëhtt-Ré 13.33 3
2012 Félicité Thösz 11.40 5
2013 Mythes et légendes - Epok V 11.50 2
2014 Rïah Sahïltaahk 10.00 2
2014 Zühn Wöhl Ünsaï - Live 1974 12.00 2
2015 Šlag Tanz 10.00 1
2015 Köhnzert Zünd 13.33 3
2017 Ëmëhntëhtt-Ré Trilogie 15.00 1

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