SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.5.2013
São Paulo Underground - Beija Flors Velho e Sujo
Rikard Sjöblom - Cyklonmannen
Massacre - Love Me Tender
Robert Jürjendal - Source of Joy
Yes - Going For The One
19.5.2013
Richard Pinhas - Desolation Row
Øresund Space Collective - Slip into the Vortex
Kshettra - i
Thierry Zaboïtzeff - Planet Luvos
18.5.2013
Arco Iris - Agitor Lucens V
Elora - Crash
Zs - Grain
Thierry Zaboïtzeff - Sequences
17.5.2013
Poor Genetic Material - A Day In June
Uriel - Arzachel Collectors Edition
Cloudkicker - Hello
Elara - Soundtrack for a quiet place
16.5.2013
Eclipse Sol-Air - Schizophilia
ARCHIV
STATISTIK
19216 Rezensionen zu 13023 Alben von 4924 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Hawkwind

The Chronicle of the Black Sword

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1985
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; HardRock; Spacerock
Label: Hawkdiscs / DOJO Ltd.
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Dave Brock vocals, guitar, keys
Harvey Bainbridge keys, voice of "Arioch"
Huw Lloyd-Langton lead guitar, lead vocals on "Sea King"
Alan Davey bass, backing vocals
Danny Thompson drums
Dave Charles percussion

Tracklist

Disc 1
1. Song of the Swords 03:24
2. Shade Gate 02:59
3. Sea King 03:22
4. The Pulsing Cavern 02:31
5. Elric The Enchanter 04:47
6. Needle Gun 04:11
7. Zarozinia 03:19
8. The Demise 01:01
9. Sleep of a thousand Years 04:08
10. Chaos Army 00:51
11. Horn of Destiny 06:18
12. The War I Survived   (live) 03:57
13. Voice inside my Head   (live) 04:56
Gesamtlaufzeit45:44


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 1 von 2)


Dem Gerücht nach hat Lemmy "Hawkwind" verlassen um "Motorhead" zu gründen, weil ihm die Musik zu wenig Power hatte und nicht rockig genug war.... nun ja, da hätte er vielleicht mal bis zum 85er Output "The Chronicle..." warten sollen ;-)

Die eigentlichen Spacerocker "Hawkwind" veranstalten hier eine Hardrock-Schlacht bislang - für diese Band - ungeahnten Ausmasses. Allerdings bleiben die bandtypischen Merkmale wie eher monotone Rhythmen, wabbernde Synthie-Sounds, teilweise mehrstimmiger Gesang erhalten. Dies gibt eine sehr spannende und interessante Mischung, was dieses Album zu einer absoluten Besonderheit macht. Die Songs setzen konzepthaft eine Fantasy-Geschichte um, die auf den "Elric"-Büchern von Michael Moorcock basiert. Michael Moorcock war früher auch schon mal als Musiker, Texter, Live-Performer Teil von Hawkwind.

Am Anfang wiegt einen Synthie-Gegrummel noch in Sicherheit, bis dann unvermittelt die Gitarre losbricht und einen in einen Heavy-Song zum Auftakt förmlich hineinwirft. Dazu kommen sehr treibende, teilweise fast geschriene, Vocals. Im Gegensatz dazu bremst "Shade Gate" das Ganze gleich wieder ein bisserl 'runter und verwähnt mit Vögelgezwitscher und Synthie gewaber, fast ein bisschen Ambient-Musik. Danach zieht "Sea King" wieder ziemlich an (und wird leider vom Gitarristen Lloyd-Langton gesungen). Der Rest der Songs sind dann eher flotter Natur, unterlegt von einem meist einfachen, aber hypnotischen Rhythmus. Erwähnenswert vielleicht "Zarozinia", ein ziemlich schöne Ballade. In dieser Form war mir solches Songmaterial bis dahin unbekannt von Hawkwind, aber die "Chronicles" sind halt auch ein besonderes Album....

Das das Ganze auch Live besonders gut funktioniert, kann jeder auf den "Live Chronicles" nachhören (die auch schon auf diesen Seiten besprochen wurden).

Anspieltipp(s): Song of the Swords, Elric The Enchanter
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.2.2003
Letzte Änderung: 20.6.2003
Wertung: 11/15
Interessante Mischung aus Spacerock und Hard-Rock!

Zum Seitenanfang

Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 2)


In den frühen 80ern hatten Hawkwind, offenbar in der Folge eines Besetzungswirrwarrs, die Richtung eines eher konfusen Stils eingeschlagen, der zuletzt (also 1982) auf "Church Of Hawkwind" eher fragwürdige und zerrissen wirkende Songs präsentiert hatte. Drei Jahre später schien der Ausweg dann gefunden zu sein: Mit "The Chronicle Of The Black Sword" konnte man nicht nur ein Konzeptalbum präsentieren, sondern noch dazu eines über das Schaffen von Michael Moorcock, von Alters her durch seine Mitwirkung an Hawkwinds goldener Zeit von "Doremi Fasol Latido" bis "Warrior On The Edge Of Time" bekannt.

Und auch die Musik scheint sich diesem Konzept angepasst zu haben: Eine ganze Menge straight rockender Stücke fährt das Album auf, womit Hawkwind dann wieder recht fest im Sattel ihres Stils sitzen. Auch wenn man hier sicher einschränken muss, dass der Stil von "Song Of The Swords", "The Sea King", "Elric (The Enchanter)", "Needle Gun", "Sleep Of A Thousand Tears" und "Horn Of Destiny" im Prinzip schon zu "Sonic Attack"-Zeiten mit Stücken wie "Rocky Paths" oder "Disintegration" erfunden wurde, bestand er doch aus einer Anpassung der üblichen Bandschemata an die 80er-Gewohnheiten.

Lustigerweise weckt allerdings die geballte Sammlung derartiger Songs auf diesem Album hier meinerseits die Assoziation an die ebenso verschrobenen wie futuristischen Amis von Blue Öyster Cult und ihre zeitgenössischen Alben ("Fire Of Unknown Origin", "The Revolution By Night"), auch wenn hier weder deren Klasse noch Variantenreichtum erreicht wird. Das liegt vor allem daran, dass Hawkwind ihren rhythmusbetonten Stampfer-Habitus in den Rocknummern auf "Chronicles" praktisch nie ablegen und melodisch eher flache Nummern wie "Needle Gun" richtig nervig werden können. Auch fehlt den Songs oftmals bei der Soloarbeit die klangliche Farbe, und Dave Brock ist alles andere als ein herausragender Sänger.

Logischerweise besteht die andere Hälfte (von der Anzahl der Stücke her) bzw. das restliche Drittel (bezogen auf die Spielzeit) von "Chronicle Of The Black Sword" entsprechend aus elektronischen Zwischenspielen, die allerdings nicht mehr so die ganz große Klasse früherer Zeiten ("Virgin Of The World", "Hall Of The Mountain Grill") haben. "Shade Gate" etwa ist zu monoton geraten, und "The Demise" sowie "Chaos Army" sind krude Hörspiele voller lächerlicher Soundeffekte.

Unterm Strich ist "Chronicle Of The Black Sword" damit eine kuriose Angelegenheit: Einerseits haben sich Hawkwind hier stilistisch konsolidiert und liefern ein eigentlich recht schlüssiges und homogenes Konzeptwerk ab. Andererseits sind die Songs selber über weite Strecken nicht gerade spektakulär geraten und in melodischer Hinsicht eher wenig abwechslungsreich, was das Hörerlebnis hier doch ziemlich schmälert. Insofern geht damit auch im Jahr 1985 der Weg von Hawkwind nur langsam wieder bergauf.

Anspieltipp(s): Song Of The Swords, Sleep Of A Thousand Tears
Vergleichbar mit: Blue Öyster Cult :-)
Veröffentlicht am: 22.11.2012
Letzte Änderung: 23.11.2012
Wertung: 8/15
Nur ein kleiner Fortschritt gegenüber "Church Of Hawkwind"

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Hawkwind

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Hawkwind 8.00 3
1971 In Search of Space 9.25 4
1972 Doremi Fasol Latido 9.00 3
1973 Space Ritual 12.00 3
1974 Hall of the Mountain Grill 11.33 3
1975 Warrior on the Edge of Time 10.67 3
1976 Astounding Sounds, Amazing Music 9.00 2
1977 Quark, Strangeness And Charm 11.50 2
1978 25 Years On 7.00 1
1979 PXR 5 9.50 2
1980 Live '79 11.00 1
1980 Levitation 13.00 2
1981 Sonic Attack 10.00 2
1982 Choose Your Masques 5.00 1
1982 Church of Hawkwind 8.50 2
1986 Live Chronicles 10.33 4
1988 The Xenon Codex 8.00 2
1990 Space Bandits 9.50 2
1991 Palace Springs 11.00 1
1992 Electric Tepee 10.00 1
1993 It Is The Business Of The Future To Be Dangerous 11.00 1
1994 California Brainstorm 10.00 1
1994 The business trip 11.00 1
1996 Love in Space 9.00 1
1997 The 1999 Party 7.00 1
1998 In Your Area 11.00 1
1999 Complete '79 Collector Series Vol 1 7.50 2
2000 The Chronicle of the Black Sword (DVD) 7.00 1
2001 Yule Ritual - London Astoria 29.12.00 10.50 2
2002 Canterbury Fayre 2001 12.00 1
2004 In Concert - Out of the Shadows (DVD) 10.00 1
2005 Take me to your leader 13.00 1
2010 Blood of the earth 10.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2013; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum