SUCHE
Erweiterte Suche
NEUER LESESTOFF
Close to the Edge. How Yes's Masterpiece defined Prog Rock (20.11.2017)
ARCHIV
NEUE REZENSIONEN
21.11.2017
French TV - Operation: Mockingbird
Peter Hammill - From the Trees
Orpheus Nine - Transcendental Circus
20.11.2017
Jeffrey Biegel - Manhattan Intermezzo
Badger - One live Badger
Various Artists - AMIGA Electronics
19.11.2017
Taylor's Universe - Almost Perfected
Hans-Hasso Stamer - Digital Life
French TV - Ambassadors of Good Health and Clean Living
Cluster - Cluster & Farnbauer Live in Vienna
18.11.2017
Babils - The Joint Between
Reinhard Lakomy & Rainer Oleak - Zeiten
Deluge Grander - Oceanarium
Virgil & Steve Howe - Nexus
Sons of Apollo - Psychotic Symphony
Yurt - III - Molluskkepokk
17.11.2017
The Gerald Peter Project - Incremental Changes, Pt. 1
ARCHIV
STATISTIK
24099 Rezensionen zu 16468 Alben von 6403 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Glass Hammer

Lex Rex

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog
Label: Arion Records
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Steve Babb lead & backing vocals, bass, keys, synth, organ(s), mellotron
Fred Schendel lead & backing vocals, guitar, hammond organ (all leads), piano, keys, synth, mellotron, mandolin, drums

Gastmusiker

David Carter lead guitar (4)
Charlie Shelton lead guitar (3)
Björn Lynne lead guitar (2)
Susie Bogdanowicz, Walter Moore, Sarah Lovell, Haley McGuire, Robert Streets, Carrie Streets solo & backing vocals

Tracklist

Disc 1
1. Good Evening 00:51
2. Tales Of The Great Wars 10:42
3. One King 06:07
4. Further Up And Further In 15:13
5. Intermission 01:08
6. Music For Four Hands (And Temporal Anomaly) 02:19
7. A Cup Of Trembling 07:50
8. Centurion 07:47
9. When We Were Young 09:53
10. Goodnight 01:11
11. Heroes And Dragons 03:45
Gesamtlaufzeit66:46


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


"Good evening Ladies and Gentlemen.... welcome to the musical extravaganza "Lex Rex" - a tale of the ancient world..." Mit diesen Worten beginnt eine fazinierende CD, die ein Pflichtkauf für Freunde des klassischen (melodischen, symphonischen) Prog-Rocks ist!

Die zwei Begründer, Steve Babb und Fred Schendel, von Glass Hammer brennen ein wahres Feuerwerk an voluminösen und abgefahrenen Orgel-, Keyboard-, Synthie-Sounds und -Solos ab, das einem nur so die Ohren "schlackern". Immer mal wieder schwirren Keith Emerson-artige Synthesizer-Fanfaren vorbei. Dazu gibt's als Ingredenzien noch einen richtigen Donner-Bass ala Squire, stellenweise tolle Gitarren-Leads (die Gast-Gitarristen liefern tolle Beiträge) in der Tradition eines Steve Howe oder Steve Hackett (ohne simple Plagiate zu sein). Abgerundet wird das ganze durch den wirklich gelungenen Gesang, immer wieder mit tollen Harmony-Parts und Chören. Höhepunkte sind auch die Einsprengsel, die auf einer richtig toll klingenden *echten* Orgel ("pipe organ") gespielt werden (da kommen Erinnerungen an "Awaken" auf...). Wie schon an der Instrumenten-Liste erkennbar ist, dominieren hier natürlich die Tasten-Klänge, wobei hier beide Hauptmusiker echte Virtuosen sind. Höhepunkt ist hier sicherlich der Übergang von "Intermission" nach "Music For Four Hands..", cool! Und dann immer wieder die tollen Hammond-Leads....

Obwohl das ganze Album natürlich die Atmosphäre der 70er atmet und ob seiner schönen Melodien natürlich im Bereich des Neo-Progs anzusiedeln ist, ist trotzdem nicht nur retro und erfrischend eigenständig. Wie gesagt, für Klassische und Neo-Proggies Pflicht, die Frikel- und Komplex-Fraktion sollte zumindest mal 'reinhören.

Ach ja, Konzept: Durch die Songs zieht sich die Geschichte eines römischen Soldaten von den barbarischen Kämpfen in Germanien bis hin zu religösen Umtrieben in Rom, um schliesslich in den Armen der "Liebe in Person", Aphrodite zu landen. Also auch hier klassischer Prog ;-)

Anspieltipp(s): Further Up And Further In (da steckt alles drin...)
Vergleichbar mit: Yes, klassische Genesis, ELP
Veröffentlicht am: 13.4.2003
Letzte Änderung: 18.1.2004
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 3)


Ganz bescheiden und völlig selbstkritiklos haben Glass Hammer versucht, mit ihrem siebten Werk "Lex Rex" einfach das beste Glass Hammer-Album aller Zeiten abzuliefern. Nach ihrem vorherigen, wiederholten Kurzausflug zu den Ufern von "Herr der Ringe" mit "The middle earth album", welches - der Themenstellung entsprechend - stilistisch sehr folkig ausgerichtet war, geht es jetzt wieder direkt zurück in die 70er, tief hinein in die Blütezeit des Progressive Rocks.

Im Vergleich zum musikalischen Vorgänger "Chronometree" hat man sich dieses mal statt der ELP Schiene mehr yes-igem Fahrwasser zugewandt. Mehr Gitarrenbombast, elegant verzahnte Gesangharmonien und jede Menge filigrane Keyboardläufe - dies sind die augenscheinlichsten Markenzeichen eines Albums, das den eigenen, sehr hohen Ansprüchen der Band fast problemlos gerecht wird. "Lex Rex" ist, wenn man es sehr böse formulieren wollte, ein Album ohne jegliche Überraschungen. In Anbetracht dessen, was aber mit diesem Werk musikalisch wirklich beabsichtigt ist, handelt es sich zweifelsohne um ein Klasse-Album auf allerhöchstem Niveau.

"Lex Rex" handelt von einem römischen Soldaten, der auf diesem Konzeptwerk im Rahmen seiner Suche nach Ruhm und Ehre jede Menge Abenteuer bestehen muss, während derer er sogar die antike Göttin Aphrodite trifft. Das Album ist von der ersten bis zur letzten Minute eine gewollte und vollständig beabsichtigte musikalische Rückorientierung, die von den beiden Hauptakteuren und Multiinstrumentalisten Fred Schendel und Steve Babb in typisch amerikanischer Lässigkeit und Professionalität ihre Umsetzung erfährt. Ob flirrende Gitarrenläufe, ächzende Hammondorgel, gänsehauterzeugende Mellotronakkorde oder flinke Synthieläufe - Glass Hammer geben den Fans von ursprünglichem, unverwässerten Progressive Rock der alten Schule genau das, was sie erwarten und an diesem Stil so lieben. Dabei haben die beiden Protagonisten über die Jahre ihr Können immer weiter verfeinert und entscheidend perfektioniert, womit einerseits "Lex Rex" komplett wie aus einem Guss wirkt, aber andererseits, trotz gewollter Zitate, durchaus eigenständig bleibt.

Neben den beiden Hauptakteuren gibt es u.a. ein Wiederhören mit den langjährigen Weggefährten Walter Moore (Gesang) und David Carter (Gitarre), sowie dieses mal als weitere Gastgitarristen Charlie Shelten von Somnambulist und den norwegische Multiinstrumentalisten Björn Lynne. Daneben sorgt die satte, fette Produktion für die rechte Power der insgesamt 11 Tracks, die sich bis auf einige Ausnahmen meist im soliden Longsongformat zwischen 7 bis 15 Minuten tummeln. Um dem sinfonischen Bombast ein Gegengewicht zu bieten, sorgen einige kurze Überleitungen für ruhige, besinnliche Momente, was das Album vor einer gnadenlosen Überfrachtung rettet und in ein kompaktes, ausgewogenes Gesamtkorsett setzt. Beste progressive Unterhaltung nach Motto "Give the people what they want"!

Anspieltipp(s): Tales of the great wars, Further up and further in
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.12.2004
Letzte Änderung: 1.12.2004
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Auch von meiner Seite eine klare Kaufempfehlung für Lex Rex: Glass Hammer kredenzen uns hier einen melodischen, symphonischen Progrock, der in erster Linie an Yes und ELP, aber auch an Genesis und am Anfang des Openers auch mal an Gentle Giant erinnert bzw. von diesen Vorbildern inspiriert ist. Die Musik ist geprägt durch ein Kaleidoskop verschiedenster Tastenklänge, die immer wieder durch herrliche Gitarrenläufe/-soli ergänzt und aufgelockert werden.

Bei aller Inspiration, die sich Babb und Schendel bei den Vorbildern aus den 70ern holen, bleiben die Kompositionen eigenständig, sind farbig und abwechslungsreich. Dazu kommt die glas(hammer)-klare Produktion, die das Album zu einem rundum gelungenen Werk veredelt.

Steht auf einer Stufe mit Chronometree.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: den üblichen Verdächtigen...
Veröffentlicht am: 6.12.2010
Letzte Änderung: 6.12.2010
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Glass Hammer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Journey of the Dunadan 5.00 2
1995 Perelandra 7.67 3
1997 Live And Revived 5.50 2
1998 On To Evermore - The Story Of Ariana And The Sculptor 8.33 3
2000 Chronometree 12.00 4
2001 The Middle Earth Album - 3
2004 Lex Live (DVD) 7.00 1
2004 Live at NEARfest 11.75 4
2004 Shadowlands 9.75 4
2005 The Inconsolable Secret 8.50 4
2006 Live At Belmont (DVD) 7.00 2
2007 The Compilations 1996 - 2004 10.50 2
2007 Culture of Ascent 8.80 5
2008 Live At The Tivoli (DVD) 8.00 1
2009 Three Cheers For The Broken Hearted 4.00 2
2010 IF 8.33 6
2011 Cor Cordium 7.67 3
2012 Perilous 10.50 2
2014 Ode To Echo 11.00 2
2015 The Breaking Of The World 11.50 2
2015 Double Live 10.00 1
2016 Valkyrie 10.50 2
2017 Untold Tales 12.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum