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Trigon

Das UMO-Mandat

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003 (Beilage im Fanzine UMO No.3)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; HardRock; Psychedelic
Label: Selbstvertrieb, GEMAfrei (!) deswegen frei kopierbar
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Rainer Lange Gitarre
Stefan Lange Bass
Daniel Beckmann Drums

Tracklist

Disc 1
1. Tückischer Tonterror 6:51
2. You Do Fräsend 5:08
3. Archaische Extasetechniken 6:51
4. A Song For CStuff - No Bullshit 5:41
5. Die Vögel aus der Birne gehirnt 6:09
6. Kein Schnickschnack 2:24
7. Grob zugeschnitten 2:06
8. Mehr Nägel, ich rutsche 3:27
9. Krawallschnepfe auf Tour 4:37
10. Ein Grabmal auf Beats Wunsch 3:16
11. Transzendentes Satori 4:48
12. Neue Furchen auf altem Acker 5:04
13. Neues aus dem Schranzwerk 8:24
14. Das UMO-Mandat 4:41
15. Wenn's Ihm das Hirn ausbruzelt 5:34
16. Fräsend - A slight reprise 2:28
Gesamtlaufzeit77:29


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @


Einen Titel haben die drei Irren aus Karlsruhe sicher: Keine andere Band, weder aus Deutschland, noch sonst woher, hat nur annähernd so witzige, wirre, irre Song- und Albentitel wie die Gebrüder (Rainer und Stefan) Lange und ihren willigen Schießbuden- Klopper Daniel Beckmann. "Tückischer Tonterror", "You Do Fräsend", Mehr Nägel, ich rutsche" oder "Krawallschnepfe auf Tour" mögen ergo nicht nur als Zeichen gedeutet werden, dass wir es mit wahrhaft kranken Geistern zu tun haben, sondern auch mit einer Band, die sich selbst nicht immer ernst nimmt und die den Unterhaltungsfaktor ihrer psychedelischen Musik deutlich in den Vordergrund stellt. Trigon sind keine verbissene Progger mit Botschaft ("Rettet die Wale", "Rettet die Engel", "Rettet die Elfen" oder "Rettet mein Bankkonto"), sondern drei Musiker, die in unzähligen Auftritten, Public Jams, Proben usw. ein erstaunliches Verständnis füreinander entwickelt haben und die (somit) einfach Spaß haben, miteinander zu musizieren und für das Publikum zu spielen.
Das Powertrio kloppt auch auf ihrem 21ten, 22ten oder was-weiss-ich-wievieltem-Album wieder ihre bewährte Mixtur aus kraftvolle Rhythmus-Arbeit und der alles beherrschenden (sorry Stefan & Daniel) variablen, "singenden" Gitarre, der "Lied"-Gitarre (haha, Rezensenten-Wortspiel) des Trigonauten Rainer Lange.

(Kurzes Intermezzo des Gesundheitsministeriums: Zu Unrecht hält sich das Gerücht, dass die drei Knaben ihre Musik und ihre Titel nur unter dem Einfluß der seltsamsten Psychopharmaka zustande bekommen - in Wahrheit könnten Drogen nur einen positiven, normalisierenden Effekt auf die Psyche der irren Nordbadener haben. ;-))

Deutlicher noch als auf den Vorgänger-Alben ist dabei das Ergebnis der hier zusammengefassten Public Jams sehr abwechslungsreich. Düster auf "Ein Grabmal auf Beats Wunsch", kraftvoll auf "You Do Fräsend" und "Kein Schnickschnack", fast schon arabesque auf "Tückischer Tonterror", psychedelisch-bedrohlich auf "Transzendentes Satori" - auf dieser ansprechenden Sammlung wirrer Improvisationsstücke (einige mit eindeutige "Hit"- Qualitäten), ist für jeden, der es auch mal frickeliger, härter und freakiger mag, etwas dabei. Geil wenn man dann noch mit Rainer Langes unverschämt guter Gitarrenarbeit die Nachbarn so richtig nerven kann, wenn man nur weit genug aufdreht.

Eine letzte Anmerkung: Dieses Album ist, wie alle Trigon-Alben, GEMAfrei und darf ausdrücklich frei kopiert werden - selbstverständlich kostenlos. Eine kommerzielle Nutzung der Trigon-Alben ist ohne Einverständnis der Band selbstverständlich nicht gestattet.
Anspieltipp(s): Tückischer Tonterror, You Do Fräsend, Kein Schnickschnack, Ein Grabmal auf Beats Wunsch
Vergleichbar mit: Ozric Tentacles ohne Keyboards
Veröffentlicht am: 11.5.2003
Letzte Änderung: 21.7.2003
Wertung: 11/15
CD des Monats April 2003 auf der [progrock-dt] Website

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