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Glass Hammer

On To Evermore - The Story Of Ariana And The Sculptor

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog; RetroProg
Label: Arion Records
Durchschnittswertung: 8.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Fred Schendel vocals, keys, guitars, sitar, mandolin, flute, drums
Steve Babb vocals, keys, bass, perc.
Walter Moore vocals, guitars, drums
David Carter guitars, back. vocals

Gastmusiker

Bob Stagner perc. (on "This Fading Age")
Tracy Cloud back. vocals (on "On To Evermore")
Kristy Sink back. vocals (on "Twilight On Longview")
Tatyana vioces (on "The Muse")

Tracklist

Disc 1
1. On To Evermore 07:00
2. The Mayor Of Longview 05:26
3. The Conflict 05:45
4. Muse 01:06
5. Arianna 16:41
6. Only Red 05:18
7. This Fading Age 05:13
8. Junkyard Angel 08:58
9. Twilight On Longview 05:47
Gesamtlaufzeit61:14


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


"On To Evermore" basiert auf der Geschichte eines Findelkindes, welches sich als Tochter eines Zauberers erweist. Dieser Zauberer fordert eines Tages, das inzwischen 17jährige Mädchen zurück, was die "Zieh"-Eltern verhindern wollen. Sie beauftragen einen Bildhauer ein Ebenbild zu schaffen, was diesem auch gelingt. Auf geheimnisvolle Weise kommt das Ebenbild, genannt "Arianna", zum Leben usw. an diesem Punkt habe ich die Geschichte nicht mehr so genau verfolgt. Leider haben viele "prog-nahe" Geschichten entweder diesen leicht religösen oder esoterischen Touch oder sie sind überhaupt unverständlich. Aber eigentlich interessant ist ja die Musik.

Und hier liegen leider ein paar Schwächen, die dieses Album deutlich von anderen Glass Hammer-Werken wie "Chronometree" und "Lex Rex" unterscheidet. So sind die ersten beiden Songs eher folkig, denn symphonisch-neoproggig. Das muss natürlich nicht per se schlecht sein, aber in diesem Fall leider schon, da zum einen die akustische Gitarre auf's heftigste geschrammelt wird und zum anderen der Gesang auf "The Mayor Of..." teilweise erschreckend unmelodisch ist. Besser wird's aber bei "The Conflict", welches passend zum Titel gleich mit einer düster-dröhnenden Orgel beginnt und dann alle Glass Hammer-Ingredenzien bietet: Orgeln, Synth, symphonische Keys, sirrende Gitarren, ein klasse Song! Nach dem kurzen Zwischenspiel "The Muse" (ein gesprochener Part) kommt mit dem 16minütigen "Ariana" der Kerntrack des Albums. Auch hier ziehen Glass Hammer alle Register ihres typischen Sounds: Ausgeprägter Einsatz von Tasteninstrumenten aller Art, gepaart mit sirrenden, schwebenden Gitarren auf der Basis komplexer, aber solider Rhythmusarbeit.

Die restlichen Songs führen diese Linie im Grossen und Ganzen weiter, allerdings werden wieder die folkigen Einflüsse deutlicher, was leider insgesamt der Musik nicht gut tut. Glass Hammer sind einfach Spitze, wenn sie symphonischen Prog mit Retro- und Neo-Einflüssen machen. Die folkigen Sachen wirken einfach ein bisschen unbeholfen und eher langweilig.

Fazit: Kein schlechtes, aber auch kein wirklich gutes Album. Zu Empfehlen ist es vor allem Fans von Glass Hammer und Menschen, die sonst z.B. gerne Mostly Autumn hören. Jeder Neo-Proggie kann hier natürlich auch zugreifen. Darüberhinaus ist dieses Album vor den, bereits auf diesen Seiten besprochenen, Meisterwerken "Chronometree" und "Lex Rex" entstanden, so bleibt die Hoffnung, dass Glass Hammer immer besser werden....

Anspieltipp(s): The Conflict
Vergleichbar mit: Mostly Autumn
Veröffentlicht am: 16.5.2003
Letzte Änderung: 16.5.2003
Wertung: 9/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 3)


Fast drei Jahre vergingen seit der Veröffentlichung von "Perelandra". Glass Hammers "On to Evermore" ist die inhaltliche und musikalische Fortsetzung. Für dieses Album der Band aus Chattanooga gelten fast die gleichen Maßstäbe wie aus den Vorgängeralben: gute Produktion, perfekt arrangierte Gesangsharmonien, hier und da ein virtuoses Keyboardsolo, fast alles im Mid Tempo Bereich, viel Gefühl für Ruhe und anspruchsvolle Songlinien, doch erst nach dem ersten Drittel des Albums greift die gut gemeinte Zusammensetzung.

Beim Albumhighlight "Junkyard angel" oder auch bei "This fading age" ist eine unverkennbare Verwandtschaft zu den frühen Alben von Echolyn offensichtlich. Nicht nur der Chorgesang, sondern auch der wohlausgefeilte Unterbau wecken manche Erinnerung. Der fast siebzehnminütige Longsong "Arianna" wirkt dagegen künstlich gestreckt, erst wenn Folk und Progressive Rock ineinander verzahnen, greift die harmonische Melange. Das abschließende Instrumental "Twilight on Longview" beschließt mit relaxten Klängen ein alles in allem gutes, wenn auch nicht überragendes Album.

Man sollte sich also nicht von den ersten beiden, meiner Meinung nach auch schlechtesten, Titeln des Albums abschrecken lassen. Erst danach beginnen sich die Ideen von Glass Hammer voll zu entfalten und sollten zum Teil all diejenigen ansprechen, die an typisch amerikanischen, noch leicht verdaulichen, aber anspruchsvoll verschachtelten Klängen mit Prog Touch Gefallen finden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.12.2004
Letzte Änderung: 4.12.2004
Wertung: 9/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


On To Evermore braucht einige Titel Zeit und Anlauf, um den geneigten Hörer packen zu können. Bei mir dauert das bis zum Median des Albums, "Arianna". Gewiss haben auch die Stücke zuvor schon ihre guten Momente, aber so richtig überzeugend ist anders.

Das Titelstück mit seinem lieblichen folkig-balladesquen Charakter erinnert mich zu sehr an The Alan Parsons Project, der Folgetitel mit seinem einleitenden quakigen Keyboard und seiner ebenfalls sehr Alan Parsons-mässigen Singerei ist da kaum besser. Im Gegensatz zu Thomas finde ich hier aber gegen Schluss die etwas schrägen, gegen den Strich gebürsteten Harmonien und Melodielinien das Überzeugendste des Stückes. The Conflict ist rockiger, endlich geht die Post ab, ist für meinen Geschmack aber auch noch zu gewöhnlich und ohne Ecken und Kanten. Der Anfang von "Arianna" ist stark. Spannung aufbauende Pianoakkorde, grummelnde Basswände, dann ein schrilles schneidendes Keyboard. Hohe Erwartungen werden geschürt, die dann allerdings nicht über die gesamten fast 17 Minuten gehalten werden können. Das Stück hat Längen, kriegt aber immer wieder die Kurve und bleibt am Ende als Opus mit einem Hauch von Pathos, Erhabenheit und Grandezza in Erinnerung. Mit echten Drums eingespielt wäre es wohl noch einen Ticken besser. Mit "Only Red" wirds wieder rockiger und straighter. "This Fading Age" versprüht kurz einen Hauch von Mittelalter-Folklore mit akustischer Schrummelgitarre und Flöte. Schön. "Junkyard Angel" entwickelt sich von einer ruhigen, nur von Piano und Stimme getragenen Komposition über einen schrill-krachenden und pumpenden Mid-Tempo-Teil zu einem hymnischen Finale. Der zweite Höhepunkt des Albums. Der Rest plätschert dann an mir vorbei.

Alles in Allem überwiegen für meinen Geschmack bei "On To Evermore" jedoch die durchschnittlichen Momente. Zu schleppend und brav gehen Schendel und Babb hier zu Werke. Man möchte Ihnen zurufen: "Legt mal endlich richtig los, wacht auf". Mit ihrem nächsten Album zeigen sie uns, dass sie es können.

Anspieltipp(s): Arianna
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.3.2009
Letzte Änderung: 28.3.2009
Wertung: 7/15
Arianna 12

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Glass Hammer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Journey of the Dunadan 5.00 2
1995 Perelandra 7.67 3
1997 Live And Revived 5.50 2
2000 Chronometree 12.00 4
2001 The Middle Earth Album - 3
2002 Lex Rex 11.67 3
2004 Lex Live (DVD) 7.00 1
2004 Live at NEARfest 11.75 4
2004 Shadowlands 9.75 4
2005 The Inconsolable Secret 8.50 4
2006 Live At Belmont (DVD) 7.00 2
2007 The Compilations 1996 - 2004 10.50 2
2007 Culture of Ascent 8.80 5
2008 Live At The Tivoli (DVD) 8.00 1
2009 Three Cheers For The Broken Hearted 4.00 2
2010 IF 8.33 6
2011 Cor Cordium 7.67 3
2012 Perilous 10.50 2
2014 Ode To Echo 11.00 2
2015 The Breaking Of The World 11.50 2
2015 Double Live 10.00 1
2016 Valkyrie 10.50 2
2017 Untold Tales 12.00 1

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