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23571 Rezensionen zu 16104 Alben von 6256 Bands.
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Pink Floyd

The Dark Side of the Moon

(Siehe auch: Leitfaden "Britischer symphonischer Prog der 70er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Klassischer Prog
Label: EMI/Harvest
Durchschnittswertung: 12.29/15 (7 Rezensionen)

Besetzung

David Gilmour Vocals, Guitars, VCS3
Nick Mason Drums, Percussion, Tape Effects
Richard Wright Keyboards, Vocals, VCS3
Roger Waters Bass, Vocals, VCS3, tape effects

Gastmusiker

Doris Troy, Leslie Duncan, Liza Strike, Barry St. John Backing Vocals
Dick Parry Sax (Track 6)
Clare Torry Vocals (Track 4)

Tracklist

Disc 1
1. Speak to Me / Breathe in the Air 3:57
2. On the Run 3:31
3. Time 7:05
4. The Great Gig in the Sky 4:47
5. Money 6:23
6. Us and Them 7:48
7. Any Colour You Like 3:25
8. Brain Damage 3:50
9. Eclipse 2:06
Gesamtlaufzeit42:52


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 7)


Ja, was soll man zu dieser Scheibe schreiben? 30 Millionen (oder so) Plattenkäufer können sich ja nicht irren! Das Teil war fast 14 Jahre (724 Wochen - übrigens nicht ununterbrochen!) lang in den Billboard Charts. Das Cover kennt wohl jeder Rockmusikinteressierte. Die Platte enthält eines dieser zeitlosen (kleine Anspielung an einen Titel dieser Scheibe), musikalischen Fragmente, die jeder schon mal irgendwo gehört hat (es sei denn, er hat noch nie eine TV-Reportage über den Grand Canyon oder über feuerspeiende Vulkane gesehen), ohne jetzt notwendigerweise genau zu wissen wo diese Musik her ist.

Ein Meisterwerk ... Meilenstein ... Klassiker? Nun, ein Klassiker ist Dark Side Of The Moon mit Sicherheit. Was Produktion, Cover und Aufmachung anging, setzte dieses Werk wohl neue Maßstäbe. Der Klang (der LP-Pressung von 1973, die ich hier auch bespreche, da ich mir das Teil nie auf CD zugelegt habe) ist auch heute noch beeindruckend (man lege "Time" auf, und drehe die Anlage hoch!)!

Und die Musik? Die Platte ist eine Art von Konzeptalbum, geht es in den Songs doch mehr oder weniger um die negativen Dinge des Lebens (Zeitmangel, Kommerz, Stress ... etc.) und wie die tägliche Auseinandersetzung damit zu Gewalt und Verrücktheit führen kann. Auf der Platte gibt es ein ganze Reihe von kleinen Sprachfetzen (mitunter kaum zu hören), die aus Interviews stammen, die die Musiker mit diversen Leuten zum Thema geführt haben, die gerade im Studio anwesend waren.

Bezeichnendes Merkmal von DSOTM sind die diversen Stereo-Klangeffekte (die wohl zu nicht geringem Teil auf das Konto von Soundingenieur Alan Parsons gingen), von denen die Uhren und Wecker von "Time" und das Registerkassenklingeln von "Money" wohl fast schon legendär geworden sind. Aber gibt es hier überhaupt Prog zu hören? Nun, eigentlich sind die Songs von DSOTM eher "normale" Rocksongs, die durch den exzessiven Einsatz von Backgroundsängerinnen ziemlich poppig, mitunter fast nervig geraten sind (in "The Great Gig in the Sky" z.B.)! Das sind durch Studioeffekte aufgepeppte, perfekt produzierte Art-Rock-(Art-Pop)-Stücke. Und genau das ist zumindest mein Problem mit der Scheibe.

Das Album ist stellenweise zu glatt, zu poliert und Background-Chöre hab ich noch nie leiden können. Spacig-Psychedelisches, wie auf den frühen Floyd-Scheiben, gibt es hier nichts mehr, auch nicht viel Experimentelles oder Ausufernd-Ambitioniertes (wie einstmals "Atom Heart Mother", "Echoes", "One of these Days" oder "Saucerfull of Secrets"). Ich gebe es offen zu, mir gefallen Meddle, Atom Heart Mother, Ummagumma, Saucerfull of Secrets, Pipers und auch Wish You Were Here und Animals besser (die letzeren beiden sind zwar auch nicht unbedingt furchtbar experimentell, aber es gibt da keine Background-Sänger, dafür aber so schöne ausufernde, gitarrenlastige Stücke).

Aber was solls, gut ist DSOTM schon, sogar oft beeindruckend ("On the Run", "Time"- der Übergang der beiden Stücke ist schon gradios - "Money", "Brain Damage"). Das Album ist wohl die zugänglichste Scheibe von Pink Floyd vor The Wall (die Verkaufszahlen sprechen für sich) und als solche vielleicht ideal für einen Erstkontakt mit der Musik der Band. Somit 11 Punkte von mir persönlich, der Rest ist der Meilenstein-Bonus, ein Punkt abzug wegen der Backing-Vocals. Gehört in jede gute Rock-Sammlung? Na ja ... aber gehört haben sollte man das Teil schon einmal!

Anspieltipp(s): Time, Money
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.5.2003
Letzte Änderung: 27.11.2005
Wertung: 14/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 7)


Wir schreiben das Jahr 2003... vor 30 Jahren erschien ein Album von Pink Floyd, welches Musikgeschichte schreiben sollte: The Dark Side Of The Moon! Achim hat in seiner Rezi schon die historischen Meilensteine (Unmenge an Käufern, unendliche lange in den Charts...) erwähnt, kann man solch' ein Album überhaupt vernünftig rezensieren? Eigentlich nicht, aber es gibt natürlich Anlässe sich wieder einmal damit zu beschäftigen.

Track für Track betrachtet bietet sich hier ein Bild, wie es Achim bereits in seiner Rezi beschrieben hat: Gute, aber sicherlich nicht überragende Rock- / PopRock- / Art-Pop-Songs in einem sehr transparenten Sound-Gewand (vielen Dank hierfür an den Ton-Ingenieur Alan Parsons...). Wie immer man zu Background-Chören etc. stehen mag, Songs wie "The Great Gig In The Sky" und "Brain Damage" gewinnen in diesem Fall dadurch. "Time" und "Money" sind unzählige Male gespielte Smash-Hits, deren Einstiegseffekte, das Wecker- bzw. das Registrierkassen-Klingeln, wohl jedermann bekannt sind. Dafür gibt's für mein Dafürhalten eine glatte 12. In der Tat gefallen auch mir die folgenden Floyd-Platten wie "Animals" und vor allem "Wish You Where Here" deutlich besser.

Aber: Es gibt hier unbestritten die historische Dimension. Warum ist das Album damals eigentlich so eingeschlagen? Und warum kann es bis heute interessieren und begeistern? Selbst nach so langer Zeit höre ich das Album immer mal wieder und zwischendurch läuft mir immer wieder ein wohliger Schauer über den Rücken... Ich vermute, es ist ähnlich wie bei "The Wall": Die Einzelsezierung nach Songs macht einfach keinen Sinn. "The Dark Side Of The Moon" wirkt als Gesamtwerk. Dann kommt quasi der innere Zusammenhang und der Fluss, der in dem Werk steckt deutlich zum Tragen. Ein später Beweis für meine Theorie wurde m.E. auf der "P.U.L.S.E."-Tour erbracht, als das komplette Album live dargeboten wurde. Ausserdem markiert DSOTM den Umbruch von Pink Floyd von der Psychedelic-Rock-Band hin zur Giganten-Rock-Band völlig eigener Prägung und Stil. Hier vermischen sich das alte Erbe, vor allem präsent in den diversen Sound-Gimmicks und Einspielungen, und die neue eher songorientierte Linie. Schon daher wirkt das Werk als Meilenstein und entzieht sich daher ein Stück weit allen Bewertungen. Aus diesem Kontext heraus: Eine klare 15!

Zum 30jährigen Jubiläum liegt das Album nun als remasterte SACD (Hybrid-CD) vor, d.h. man kann die CD sowohl im normalen CD-Player wie auch in einem SACD-Player im Surround-Sound abspielen. Das digitale Remastern bewirkt eine nochmalige Verbesserung von Klang und Transparenz gegenüber der ohnehin schon tollen LP-Fassung. Den Surround-Effekt habe ich nur mal kurz bei einem Bekannten getestet (ich selbst habe keinen SACD-Player): Interessant und ungewohnt, aber nichts essentielles. Spannend ist nur der Eindruck "mitten in der Band" zu sitzen.

In irgendeiner Form, LP, remasterte CD zum 20jährigen Jubiläum oder als aktuelle SACD, gehört dieses Album definitiv in den Schrank einer gutsortierten Rockmusik-Sammlung.

Anspieltipp(s): ganz hören!
Vergleichbar mit: eher nicht
Veröffentlicht am: 8.6.2003
Letzte Änderung: 11.11.2005
Wertung: 14/15
12 Punkte aus meinem Empfinden, 15 Punkte aus der historischen Dimension , macht aufgerundet 14 Punkte!

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 7)


Nach der LP und der 20th Anniversary Edition (die wunderschön verpackt war) gibt es nun also die 30th Anniversary Edition auch als SACD.

Wie Achim finde ich diese Platte trotz ihres Klassikerstatus zu glatt, zu poliert. Die Soundeffekte sind in meinen Augen stellenweise zu dominierend, die Bezeichnung Art-Pop trifft es ausgezeichnet. Daher auch nur einige kurze Bemerkungen zur SACD:

Wenn ich mich recht erinnere, gab es damals auch eine Quadrophonie-Abmischung der LP (die ich im zarten Alter von 14 Jahren bei dem Vater einer Klassenkameradin hören durfte) - und diese SACD bietet nun wieder diesen unbeschreiblichen Eindruck, mitten im Geschehen zu sitzen. So klingeln die Wecker abwechselnd aus allen vier Ecken, ebenso die Registrierkassen aus "Money", mal kommen die Chöre von hinten, dann wieder die Orgel oder andere Instrumente, und der Hörer immer mittendrin. Abgesehen vom Kopfhörer bietet diese Ausgabe also den Raumklang, den Pink Floyd immer auch Live darboten, wer also einen SACD-Player besitzt (und den entsprechenden Verstärker), sollte sich das Teil zulegen, es gewinnt durch den Suroundsound neu an Spannung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.5.2004
Letzte Änderung: 17.5.2004
Wertung: 10/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 4 von 7)


"The Final Cut" mal ausgenommen ist jedes einzelne Floyd-Cover mehr Ikone denn Verpackung. Ähnliches gilt für die verschiedenen Plattentitel. Selbst meine Mutter hat die Worte "Dark Side of the Moon" schon gehört. Deine auch? Pink Floyd, peng! The Dark Side of the Moon, peng! Ein Beispiel: Trotz aller Hits, wenn du heute einer 20jährigen erzählst, dass Genesis eigentlich viel abgefahrener sind, als alle denken, erhältst du die Antwort "hä, wer???". Den Namen "Pink Floyd" hingegen kennt jeder. Auch 20jährige. Zur Not halten sie Pink Floyd halt für 'ne Weltraumstation.

"Dark Side of the Moon" ist einer der ultimativen Klassiker der Rockmusik. Peng! Aber warum? Pink Floyd sind eine der größten Rockbands der Historie. Peng und warum!

Ich weiß es! Genesis, Yes, Rush und Marillion sind uncool bis zum Anschlag. Pink Floyd hingegen sind cool. Cool wie Bowie. Warum dies allerdings so ist, habe ich mich nie bemüht herauszufinden. Das sollen Wissenschaftler tun, die werden schließlich für so etwas bezahlt. Und wenn sie schon dabei sind, sollen sie doch auch gleich mal herausfinden, warum "Dark Side of the Moon" so einen gewaltigen Ruf besitzt. Muss am geilen Cover liegen. Oder am genialen Namen. "The Dark Side of the Moon", peng! Die Musik alleine ist's sicherlich nicht, weshalb Generationen dieses Album verehren.

"Time", "Money" und "Us & Them" sind unglaublich perfekte Nummern. "Time", "Money" und "Us & Them" sind unglaublich langweilige Nummern. Die eine mehr, die andere weniger. Wenn dann noch das Saxophon in "Money" einsetzt, sehne ich mich nach dem guten, alten Plattenspieler, denn sofort würde ich die Nadel anheben. Heute heißt das "skippen", ist zwar weniger sexy, aber ebenso effizient. 21 Minuten perfekt produzierter Artrock, der so glatt ist, dass er mich kaum reizt. Darf ich erwähnen, dass Clare Torrys Gesang für mich auch mehr Gejaule denn Wohlklang ist?

Dann sind da auf der anderen Seite (oh, was für ein unbeabsichtigter Treffer!) 21 Minuten visionärer Musik. "Speak to me/Breathe/On the Run", "Any Colour/Brain Damage/Eclipse" – zeitlos gut.

Dass "Dark Side of the Moon" ein Klassiker ist steht außerhalb jeder Diskussion, keine Frage. Aber "Dark Side" ist kein Meisterwerk, da haben Floyd mehr zu bieten. Und dass es ein Klassiker ist entscheidet kein Journalist, keine Zeitschrift und keine Geschmackspolizei. Das entscheiden Millionen von Käufern seit fast 40 Jahren. Und Jahr für Jahr wachsen neue Klassikermacher nach. Aber die Wahrheit ist doch die: "Dark Side of the Moon" ist nur ein tolles Album, doch Pink Floyd haben wiederholt Größeres geschaffen. Das habe ich jetzt mal entschieden.

Anspieltipp(s): Speak to Me/Breathe
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.8.2011
Letzte Änderung: 27.3.2013
Wertung: 10/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 5 von 7)


Ja, ja, ja, ja, ja.

Nee, nee, nee, nee, nee.

Papa?

Mmmnnnja, mein Ssohn?

Kuma, dass doch das Album mit dem Dreieck!

Prisma.

Pris-...?!?

Prisma.

Aso. Duhu?

Ja?

Isses nich schade, dasses keine Murmln mit diesm Bild drauf gibt?

Naja...

Ich meine, niemand spielt mehr mit Murmln und ich weiß mit meinen 14 Jahren nich mal, was das is, aber schade iss schon.

Hm...

Un gibt's auch keinen schäbigen Stoffetzen mit dieser tollen Pulslinie?

Hmmmm... naja... Sammer so: Das gibts schon. In der Immersionsschachtel.

Der Immer...?!?

Immersionsschachtel. Dassne 99 Euro teure Schachtel mit drei Murmln un eim Schal.

Dass ja toll!

Mmmhm, nich wahr? Nen Beutel gibts zu den Murmln sogar auch dazu.

Wofür brauch man sowas?

Nnunja, zum Aufbewahrn der Murmln, denke ich. Und wenn eim kalt is.

Wie?

Den Schal.

Aso.

Ja, ja, ja, ja, ja.

Nee, nee, nee, nee, nee.

Is halt nervig, weil man ja eingklich nur die Murmln und den Schal will und dazu aber noch sechs CDs kaufen muss.

Sex CDs!!!

Sechs.

Aso.

Mmmhm. Mit Demos, frühn Mixn, Live-Aufnahm un so.

Und wer würde sowas wollen? Son Schal mit Murmln is doch viel toller!

Stimmt. Gutt, die Aufnahm kling glasklar, der Surroundsound is grandios un eine erhebliche Verbesserung gengüber dem schwamming Klang des Originals, die frühn Fassung sin für den Floyd-Historiker höchst aufschlussreich un "The Hard Way" vom "Household Objects"-Projekt is witzig, aber was is das schon geng Schal un Murmln.

Genau.

Das wichtigste Album der Menschheitsgeschichte.

Un enlich die Murmln zum Album.

Mhm, wie das Buch zum Film.

Ja, ja, ja, ja, ja.

Nee, nee, nee, nee, nee.

Du, da sinnja noch Repliken eines Dark-Side-of-the-Moon-Tour-Tickets un ein Backstagepass dabei!

Ja, um die Leute zu verhöhn, die das damals gern gehabt hätten.

Aso.

Mmmm.

Ja, ja, ja, ja, ja.

Nee, nee, nee, nee, nee.

Un viel vonunüber Storm Thorgerson.

Nils Holgersson?

Storm Thorgerson. Der hattas Cover gemalt.

Aso.

Mhm.

Aber zu wenig Demos, oder?

Grad ma zwei, gibt auch keinerlei Infos zur Entstehung der Tracks oder über die Platte, aber son Schal mit Murmln is doch eh viel toller.

Has Recht, glaubich.

Gell?

Ja, ja, ja, ja, ja.

Nee, nee, nee, nee, nee.



Das "Dark Side of the Moon" Immersion Boxset:


Disc 1 (CD):

Originalalbum, 2011-Remaster.


Disc 2 (CD):

"Dark Side of the Moon": Empire Pool, Wembley, London, 1974.


Disc 3 (DVD):

Originalalbum in:
5.1 Surround Sound (2003) 480kbps / 640kbps
4.0 Quadrophonic Mix (1973) 480kbps / 640kbps
LPCM Stereo Mix (1973) (2011 Remaster, identisch mit CD 1)


Disc 4 (DVD):

"Obacht mit der Axt, Eugen" (Live in Brighton, 1972)
"Set the Controls for the Heart of the Sun" (Live in Brighton, 1972)
Making of "The Dark Side of the Moon" (2003 Doku)
Konzertfilme in LPDM Stereo & 5.1 Surround Sound (British & French tours, 1974 North American tour, 1975)


Disc 5:

Blu-ray Disc mit den Inhalten von Disc 3 und Disc 4


Disc 6 (CD):

Früher Mix von "The Dark Side of the Moon", von Alan Parsons (1972)

"The Hard Way" (vom "Household Objects Experiment")
"Us and Them" (Richard Wright Demo)
"The Travel Sequence" (Live in Brighton, 1972)
"The Mortality Sequence" (Live in Brighton, 1972)
"Any Colour You Like" (Live in Brighton, 1972)
"The Travel Sequence" (Studioaufnahme)
"Money" (Roger Waters Demo)


Und:

36-seitiges Booklet von Storm Thorgerson - ohne jegliche weiterführende Information.
Photobuch von Jill Furmanovsky
Storm Thorgerson Kunstdruck
4 Sammelkarten mit Kommentaren von Storm Thorgerson
Replik eines handschriftliches Blattes von Waters, auf dem er die Idee, verschiedene Personen über Tod und Gewalt zu befragen, notiert hat
9 Karten mit Skizzen von Storm Thorgerson

War das schon alles? Oh ja, ich vergaß:
Repliken der Eintrittskarte und eines Backstage-Passes
Schal
3 Murmeln mit Beutel


..."Grab that cash with both hands and make a stash."
Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.9.2011
Letzte Änderung: 4.10.2011
Wertung: 11/15
Das Spielzeug und den schieren Müll weglassen, das Essenzielle für die Hälfte verkaufen, und ich bin begeistert. Aber so...

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Von: Henning Mangold @ (Rezension 6 von 7)


Wie das Leben so spielt: da äußere ich neulich erst meine Begeisterung über Roger Waters' Wall-Aufführung 1990 in Berlin und werde postwendend von einem Rezi-Kollegen darüber aufgeklärt, was für'ne Abzocke das in Wirklichkeit war (alles wie gewohnt auf diesen Seiten nachzulesen). Und nun erscheint mit der "Immersion-Box" der "Dark Side of the Moon" eine Abzocke, wie sie die Prog-Welt wohl noch nicht gesehen hat. Was soll ich denn nun zu so was sagen?

Ich habe nach der Lektüre vieler kritischer Meinungen etwas gelernt: dass mir diese wirtschaftlichen Kritikpunkte inzwischen egal sind. Sollen die doch alle soviel absahnen, wie sie können - ich gönne ihnen ihren Reichtum, sie scheffeln ihn ja doch, wenn sie können, ob nun wer dagegen ist oder nicht, und auch Pink Floyd leben nur einmal. Das hatte ich schon bei meinen Worten zu Waters so gesehen, aber jetzt ist es eindeutig zu einer Erkenntnis geworden, die ich einerseits den Kritiken anderer und andererseits meinem Alter verdanke. Im Ernst - so was kann im Kern nur eine Alterserscheinung sein, aber eine, die ich genieße! 'Altersweisheit' will ich das nicht nennen (denn der Kommerz-Rummel ist wirklich Mist, darüber habe ich früher auch gelästert und will mich keineswegs davon distanzieren), eher nenne ich es 'kontemplative Gelassenheit': das ist eine bewusst naive Haltung, die letztlich nur darauf abzielt, dass ich intensiver zuhöre, wenn mir was gefällt, egal, wie teuer es nun ist und war.

Tja, und was ich nun höre, ist überraschenderweise Pink Floyds "Dark Side of the Moon", welch Wunder! Aber habe ich diese Scheibe schon mal SO gehört?

Nun sollte ich dazu sagen, dass ich die knapp 100 Euronen für die Immersion-Box auch nicht ausgegeben habe - mir war die "Experience-Edition" mit den zwei CDs völlig ausreichend. Die ist in einer Sleeve-Digipak-Edition zu einem erschwinglichen Preis erschienen und enthält neben dem Remaster des Originals eine 74er Live-Version desselben. So weit, so gut.

Aber: habe ich diese Scheibe schon mal SO gehört?

Das Verrückte ist: Nein, habe ich nicht! Dabei haben Pink Floyd sich am Bisherigen schon mehrfach dumm und dämlich verdient: wenn ich mal gar nicht an die ursprünglichen LP-Verkäufe denke, dann gab es da die einfache CD-Ur-Version, dann den Remaster 1994, dann die Hybrid-SACD in 5.1.-Mix, außerdem die komplette Live-Version auf "Pulse" und wer weiß was noch: Ignoranten wie ich kennen ja nur das, was in den Läden zu sehen war ;-).

Und nun kommt das Teil wieder einmal auf den Markt und bringt Millionen ein. Natürlich kann und sollte man da skeptisch sein! Aber: SO habe ich diese Scheibe wirklich noch nicht gehört! Und wenn jetzt wer denkt, ich kriege Prozente für solche Sätze, dem kann ich versichern: ich bin nicht mal halb so wichtig, wie ich gern wäre ;-)!

Aber: Irgendwas sagt mir, dass alle bisherigen Editionen der Scheibe Abzocke gewesen sind, nur diese eine, die ist es nicht - zum ersten Mal im floydschen Leben! Dieser brandneue Remaster klingt so, als hätten Pink Floyd erst jetzt bemerkt, was sie mit dem Album geschaffen hatten: nämlich den song-orientierten Vorläufer ihrer Spät-Alben nach Waters' Ausstieg. Der wurde hier klanglich (nicht textlich!) schon unbewusst vorweggenommen, und deshalb klingt das Album jetzt endlich so, wie es ihm zukommt: nämlich wie der bessere und ältere Vorfahre von "A momentary lapse of reason". Erst jetzt scheint mir der 'Flow of Sound' wirklich zu fließen und im Ohr zu münden, erst jetzt kommt er richtig voll rüber, und das schon auf einer ganz einfachen Anlage. Fast bin ich geneigt, die neue Abmischung als 'heavy' zu bezeichnen (und ich bin da normalerweise begrifflich sehr vorsichtig, denn mein alter Prog-Kumpel, der "Crimson King", macht mich fertig, wenn ich hier was Falsches von mir gebe ;-)). Aber das, was ich zu hören bekomme, ist wirklich phänomenal in meinen Ohren - ein altes Album in der Form, in der es immer hätte sein sollen! Mit ausgeglichener Balance zwischen lauten und leisen Stellen, mit fetten Bässen, mit virtuoser Transparenz an jeder Stelle!

Und dann ist da ja auch noch die Live-Version von Wembley 1974 mit im Digipak. Sie war übrigens der Grund für mich, die "Experience Edition" überhaupt zu kaufen. Zuerst war ich auch etwas skeptisch und dachte: Wenn die wirklich gut ist, wieso gibt es sie dann erst jetzt und nicht schon immer? Tja, das weiß ich auch nicht; die Frage ist vielleicht verwandt mit der, wieso es so lange auch keine Floyd-Original-Live-Version der Wall gegeben hatte. Jedenfalls liegt es definitiv nicht an der Qualität: diese Wembley-Version wird in bestmöglicher klanglicher Pracht vorgestellt, sie ist mit hörbarer Spielfreude dargeboten, sie lässt sich die nötige Zeit, sie bietet sogar "expanded versions" einiger Tracks (vor allem in "Any colour you like" - also dort, wo es sich am meisten lohnt, wenn man es psychedelisch betrachtet), kurzum: wer schon öfter mal gedacht hat, das Dark-Side-Album ist zwar toll, könnte aber gern noch etwas länger sein, kommt hier mehr auf seine Kosten, als er es sich bisher erträumt haben dürfte - 55 Minuten sind schon was für ein Album einer Band, die ihre frühen Erfolge nicht zuletzt ihren ausgedehnten Improvisationen zu verdanken hatte.

Ach ja, ich habe etwas vergessen. Dies alles ist natürlich wirklich Abzocke, reiner Kommerz-Rock! Dass die größte Verarsche eigentlich schon in der Vergangenheit liegt, macht es ja fast noch schlimmer: die hätten das gleich so herausbringen sollen! - Logisch! "But better late than never"! könnte man auch sagen, und ich sag das jetzt mal so. Wünschenswert wäre es natürlich, wenn Pink Floyd auch noch andere gut erhaltene Live-Aufnahmen herausbrächten - eine 30-Minuten-Version von "Echoes" wär mal was (die es sicherlich irgendwann für den einen oder anderen Hunderter geben wird ;-)), so dass die Kommerz-Kritiker wieder alle Recht haben - wie schon immer! Nur ändert das nichts daran, dass diese Neu-Edition doch richtig geil klingt...

Anspieltipp(s): Irgendwas sagt mir, dass wir das Original alle kennen. Also empfehle ich die Live-Version von ´74 – und zwar ganz!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.10.2011
Letzte Änderung: 27.3.2013
Wertung: 13/15
Ob man's mag oder nicht: wer kommt an diesem Album schon vorbei?

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 7 von 7)


Was kann man zu einem Album noch sagen, zu dem bereits alles gesagt wurde? Das als vielleicht der Klassiker der modernen Musik schlechthin gilt? Oder zumindest zu den Top Drei?

Ich hab "Dark Side of the Moon" in den 80ern als MC-Version kennengelernt. MC? Ja, das waren diese kleinen Plastikteile mit einem aufgewickelten braunen Band drin. Je nachdem, wie lang die Kassette dauerte, war das Band 90 oder 135m lang; bei "Dark Side of the Moon" waren`s bloss so um die 60m. Ich habs aber nicht nachgemessen...

MCs (Musikkassetten) sind echt cool. Man schaue sich nur den Film "High Fidelity" an..., aber ich schweife ab. Ein Nachteil hatten diese MCs; der Klang war nicht immer so dölle, wie man das von LPs oder CDs gewohnt war. Das lag manchmal auch daran, wer die MC zuvor in den Händen hatte und wie das Teil behandelt wurde. Andererseits machte das mitunter auch den Charme einer Aufnahme aus. Egal.

Damals war mir so was wie "Klang" aber total egal, denn die Musik beeindruckte mich unabhängig von der Soundqualität. Anno 1995 kam dann die "P.U.L.S.E."-Live-Version dazu. Cool. Aber eben nicht das Original.

Das habe ich mir nun endlich gegönnt, auf CD. Nicht die Experience-Version, nicht das Immersion-Boxset (heisst Immersion nun "das Eintauchen" oder "die Versenkung"; irgendwann kann man schliesslich alles und jedes zu Tode reiten); nein, mir reichte, Purist der ich bin, die Discovery-Version.

Was soll ich sagen. DSOTM ist und bleibt ein Meilenstein. Das Album ist als Ganzes einfach ein zeitloses Meisterwerk. ThomK meint, dass die Scheibe nur als als Ganzes Sinn macht. Das trifft es genau. Ein Meilenstein ist nun mal was Ganzes. Und ja: das Album gehört in jede Sammlung. Es ist eines der wenigen, die man wirklich kennen muss.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.9.2013
Letzte Änderung: 13.9.2013
Wertung: 14/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pink Floyd

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1967 The Piper at the Gates of Dawn 9.50 5
1968 A Saucerful Of Secrets 10.00 6
1969 More 9.75 4
1969 Ummagumma 11.33 4
1970 Atom Heart Mother 11.33 4
1971 Meddle 12.00 3
1971 Relics 9.00 2
1972 Obscured By Clouds 9.67 4
1974 Masters Of Rock - 1
1975 Wish You Were Here 11.00 8
1977 Animals 13.00 6
1979 The Wall 8.40 7
1980 Is there anybody out there? - The Wall live 1980/81 7.00 1
1983 The Final Cut 8.75 8
1987 A Momentary Lapse of Reason 6.75 4
1988 Delicate Sound of Thunder 9.00 2
1989 Delicate Sound of Thunder (Video) 4.00 1
1994 The Division Bell 5.40 5
1995 London '66-'67 - 1
1995 P.U.L.S.E. 9.00 3
2003 Live at Pompeii (DVD) 12.00 4
2003 The Pink Floyd & Syd Barrett Story (DVD) 7.00 1
2005 London 1966/1967 (DVD) - 1
2006 P.U.L.S.E. (DVD) 10.00 2
2011 Discovery - 1
2014 The Endless River 10.00 5

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