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24644 Rezensionen zu 16863 Alben von 6564 Bands.
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Björk

Homogenic

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label:
Durchschnittswertung: 13/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Björk vocals, keyboards
Mark Bell keyboards, drum programming
Guy Sigsworth keyboards, clavichord, pipe organ
Markus Dravs drum programming
Trevor Morias Electronic Drumkit
Yashuhiro "Coba" Kobayashi accordion
Alasdair Malloy glass harmonica
The Icelandic Octet strings

Tracklist

Disc 1
1. Hunter 4:13
2. Joga 5:05
3. Unravel 3:21
4. Bachelorette 5:12
5. All neon like 5:53
6. 5 years 4:29
7. Immature 3:06
8. Alarm call 4:19
9. Pluto 3:19
10. All is full of love 4:32
Gesamtlaufzeit43:29


Rezensionen


Von: Piotre Walter @ (Rezension 1 von 2)


Björks drittes Album ist eine gefühlvolle bis schräge kleine Sinfonie. Ein Ensemble von Streichern rundet diesen Eindruck ab. Diese Platte ist sehr vielschichtig, sehr dicht, perfekt komponiert und arrangiert, nichts dem Zufall überlassen. Und natürlich ist wieder ein starker Schuß Trip Hop-Atmospähre drin.

Sie bezieht eine eigentümliche aber sehr eindringliche Spannung aus dem Kontrast von einer kühlen synthetischen Rythmik und Keyboardsounds gegenüber einem sehr gefühlvollen Gesang kombiniert mit vielen akkustischen Instrumenten (die ganze Streicherpalette, Bläser und Akordeon). Björk experimentiert wirklich mit Klängen und Tönen und trotzdem ist sie sehr erfolgreich. Ich bin immer wieder erstaunt daß sich ihre Musik gut verkauft. Denn leicht zugänglicher Stoff ist das nicht. Ich habe im TV ein Feature über sie gesehen, daß bei den Aufnahmen zu diesem Album aufgenommen wurde. Ich bin kein Musiker, aber ich war fasziniert davon wieviel, Gedanken sich diese Frau über Musik macht, da war so was wie Forscher-Athmosphäre im Studio.

Es beginnt noch recht eingängig mit "Hunter" einem spannungsaufbauendem Opener im Ravell-Bolero-Stil. "Joga" hat etwas film-musik-artiges und die Streicher spielen ebenfalls eine starke Rolle neben Björks getragenem eindringlichem Gesang. Dann "Unravel" das die melodischen Pfade langsam verläßt. Manchmal jazzig, aber eher verstörend, sakral mit Kirchenorgel und schrägen Bläsern. Dann "Bachelorette" dessen Melodie der von Hunter ähnelt und klingt wie ein typischer James Bond-Song vom Raumschiff Orion-Orchester gespielt. Dann das minimalistische, schräge "All Neon Like". Dies wird auf "5 Years" fortgesetzt, dessen Rythmus klingt als hätte man ihn durch Maltretieren eines Mikros erzeugt. Dann das drum and bass-mässige "Immature". "Alarm Call" sehr rythmisch und tanzbar. Gefolgt von dem brettharten Technosong "Pluto". Ein beruhigendes "All is full of Love" ist danach wirklich nötig und klingt spacig aus.

Das Ganze hat mit klassischem Prog Null zu tun, aber für Freunde des Elktronischen und Experimentellen sicher dem ein oder anderen ein großer Genuß.

Anspieltipp(s): Hunter, Bachelorette, Alarm Call
Vergleichbar mit: nix
Veröffentlicht am: 19.5.2003
Letzte Änderung: 19.5.2003
Wertung: 13/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Waren das Debutalbum und das zweite Paket noch recht zugänglich und songorientierter, die Alben als Ganzes uneinheitlicher und irgendwie noch "suchender", so kommt Homogenic deutlich experimenteller und, der Name scheint Programm, homogener und geschlossener, aber dadurch nicht weniger vielfältig daher. Das Spektrum reicht von gefühlvoll gesungenen Balladen über mal pumpende, mal knarzend-kratzende Beats und wohldosierte Synthesizer-Sounds bis zur Auslotung der Grenzen der menschlichen Stimme.

Was Björk aus Computern, Synthesizern und nicht zuletzt aus ihrer begnadeten Stimme für Klänge, Geräusche, Töne, Quieker und Krächzer, Juchzer und Klagelaute hervorbringt und dies dann auch noch in hörbare Kompositionen zu kondensieren vermag, ist einfach atemberaubend und beeindruckend.

Piotre hat die einzelnen Stücke kurz, prägnant und treffend beschrieben. Irgendwo habe ich mal gelesen, dieses Album höre sich an, wie Island aussehe. Wie Erdplatten, die aneinander stossen, schroff, rauh, urtümlich, nach Vulkan und Geysir (Ende Zitat). Treffender könnte ich die Musik auf Homogenic nicht beschreiben.

Anspieltipp(s): Unravel, Bachelorette, All is full of Love
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.12.2009
Letzte Änderung: 17.7.2015
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Björk

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Debut 10.33 3
1995 Post 8.50 2
1996 Telegram 10.00 1
2000 Selma Songs 13.00 2
2001 Vespertine 15.00 3
2002 Greatest Hits (Volumen 1993-2003) 11.00 1
2002 Vespertine live at the Royal Opera House 2001 (DVD) 14.33 3
2003 Post live 12.00 1
2003 Homogenic live 12.00 1
2004 Medulla 12.75 4
2004 The Music From Drawing Restraint 9 12.00 1
2007 Volta 11.00 2
2011 Biophilia 12.50 2
2015 Vulnicura 15.00 1
2015 Vulnicura Strings 12.00 1
2016 Vulnicura Live 12.00 1
2017 Utopia 13.00 1

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