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24176 Rezensionen zu 16526 Alben von 6435 Bands.
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Bark Psychosis

HEX

(Archiv-Tipp 10/2008)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: Postrock
Label: Caroline Records
Durchschnittswertung: 12.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Daniel Gish Keyboards, Piano, Hammond
John Ling Bass, Samples, Percussion
Mark Simnett Drums, Percussion
Graham Sutton Vocal, Guitars, Piano, Melodica, Hammond, Samples

Gastmusiker

Peter Beresford Vibraphon
Phil Brown Flute
Del Crabtree Trumpet
Dave Ross Djembe
The Duke Quartet Strings

Tracklist

Disc 1
1. The Loom 5:15
2. A Street Scene 5:35
3. Absent Friend 8:20
4. Big Shot 5:17
5. Fingerspit 8:21
6. Eyes & Smiles 8:30
7. Pendulum Man 9:53
Gesamtlaufzeit51:11


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 3)


Es gibt ein Bandfoto von Bark Psychosis, auf dem man im Hintergrund die 4 Schornsteine der Battersea Power Station sieht (das Gebäude auf dem Cover von Pink Floyd's "Animals"), die von einer vergangenen Zeit der Rockmusik zu künden scheinen. Im Vordergrund dagegen die Band - Post-Rock! Die Legende will es, daß Simon Reynolds in einer Plattenkritik zu Bark Psychosis' "HEX" das Wort Post-Rock erstmals benutzt hat. Er versuchte damit die Musik von Bands zu beschreiben, die, wie Bark Psychosis, jenseits des Rock, einen erfundenen, unwirklichen akustischen Raum erschaffen ("fictional acoustic space", etwas schwer, das schön zu übersetzten), um darin ihre Geschichten zu erzählen und ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Nun, eine eigenartig melancholischen Raum erschaffen Bark Psychosis hier! Die Musik fließt langsam dahin, getragen vom Strom der Keyboardinstrumente und leisen Samplerklängen, der mitunter gar zu einem schwachen Rinnsal wird. Dazu gibt es den unirdischen, sparsamen Gesang von Sutton, Lings warmen und satten Bass, entspannte Pianoläufe, dezentes Schlagzeug von Simnett und perlende, bisweilen schräg dazwischenfahrende Gitarrenklänge. Das Ganze scheint zuerst irgendwie unaufdringlich zu sein, gräbt sich dann aber tief in die Gehörgänge ein - wenn man sich darauf einläßt. Selten einmal wird es heftiger, kommt es zu schrägen Ausbrüchen. Mitunter kommt der Soundfluß auch ganz zum Erliegen, so in "Fingerspit", wo nur Bass, Gitarre, Piano und Schlagzeug die kargen, aber intensiven Klänge erzeugen. Für Farbtupfer und Abwechslung sorgen auf einigen Stücken Streichquartett, Flöte, Trompete und Vibraphon. Mit dem fast ambientartigen,10-minütigen Instrumental "Pendulum Man" klingt die CD aus, der Soundstrom schwillt noch einmal an, fließt weiter und entschwindet, bis nur noch Gitarre und Piano zurückbleiben und den Hörer in die Stille entlassen.

Eine faszinierende Scheibe! Lee Harris wird im Booklet als Helfer erwähnt und in der Tat: Der Vergleich zu den letzten beiden Werken von Talk Talk liegt nahe. Beide Bands bewegten sich wohl im selben unwirklichen, akustischen Raum, doch ist ihre Musik verschieden. Bark Psychosis klingen etwas wärmer und ruhiger, der Sound ist etwas voller, dafür vielleicht nicht ganz so abwechslungsreich - anders eben. Für mich gehören "Spirit of Eden", "Laughing Stock" und "HEX" aber alle drei in die oberste Kategorie progressiven ArtPops/Post-Rocks.

Ein Jahr lang haben Bark Psychosis gebraucht, um dieses Teil aufzunehmen. Danach war die Band erst einmal am Ende. Graham Sutton tauchte noch als Gitarrist bei O.Rang auf (dem Talk Talk-Nachfolgeprojekt von Lee Harris und Paul Web) und betätigt sich seitdem mehr oder weniger solistisch. Alle, denen die späten Alben von Talk Talk zusagen, sollten (müssen) hier zugreifen. Eine wunderbare Scheibe!

Anspieltipp(s): egal
Vergleichbar mit: späte Alben von Talk Talk
Veröffentlicht am: 25.5.2003
Letzte Änderung: 8.11.2008
Wertung: 14/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


"Fictional acoustic space" ist eine treffende Beschreibung für die wunderlichen Klänge, die Bark Psychosis hier erzeugen. Die Musik hat durchweg etwas eigenartig weltentrücktes, wird manchmal nur noch zu einer Art entferntem Raunen, so vorsichtig werden die Töne gesetzt. Dazu der Gesang, der eigentlich mehr eine Art Murmeln oder Flüstern ist und die surreale Atmosphäre noch verstärkt. Und aus diesem ruhigen Fluss heraus gibt es dann doch den ein oder anderen heftigen Ausbruch wie den schrillen Trompeteneinsatz in Eyes & Smiles.

Der Vergleich mit dem Spätwerk von Talk Talk ist völlig zutreffend, es sind im Prinzip die gleichen Ingredienzen, die hier verwendet werden, freilich auf ganz eigene Art und mit ganz eigenständigem Ergebnis. Da kann ich mich Achim nur anschließen: Pflichtkauf für Fans der späten Talk Talk!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.7.2006
Letzte Änderung: 13.7.2006
Wertung: 13/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Dass Lee Harris bei HEX als Geburtshelfer fungierte ist unüberhörbar. Und dass Graham Sutton gleichenjahrs und später auf den Alben von O.Rang mitwirkt, überrascht beim Vergleich der Musik der beiden Post-Rock-Bands auch kaum. Stilistisch sind sich die Outputs der späten Talk Talk und Bark Psychosis` sehr ähnlich. Wo Talk Talk aber eine Spur mehr Dissonanz und Schrägheit einstreuen, da glänzen Letztere mit Wärme, sind zugänglicher und runder, vielleicht auch im melodiöseren Sinne "schöner". Spontan fiel mir der Vergleich zwischen Pictures und Movin' On ein: Brüder im Geiste und doch verschieden.

Man mag einwenden, dass HEX zu sehr nach Talk Talk bzw. O`Rang klingt, dass Bark Psychosis bloss eine gutgemachte Kopie sei. Oder man sieht diese Platte unter Berücksichtigung der personellen Verflechtungen der Bands als ein weiteres beeindruckende Werk aus dem Dunstkreis der erwähnten Musiker; egal unter welchem Namen sie nun gerade wirken.

Der Klasse der Stücke tut dies keinen Abbruch. Wer Talk Talk und O`Rang liebt, wird wie ich auch von HEX begeistert sein.

Eine höhere Note als bei Laughing Stock mag ich aber nicht vergeben.

Anspieltipp(s): durchhören
Vergleichbar mit: Talk Talk, teilweise O`Rang
Veröffentlicht am: 9.11.2009
Letzte Änderung: 9.11.2009
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Bark Psychosis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Independency 12.00 1
1997 Game Over 11.00 1
2004 Replay 10.00 1
2004 ///CODENAME:dustsucker 12.00 1

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