Vemod
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Virta |
| Durchschnittswertung: |
11.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jan Erik Liljeström |
bass, voice |
| Nicklas Berg |
guitar, Mellotron, voice |
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| Peter Nordins |
drums, percussion |
| Anna Sofi Dahlberg |
Mellotron, keys, cello, voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Karelia
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7:20
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| 2. |
The Old Man & The Sea
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7:50
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| 3. |
Where Solitude Remains
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7:20
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| 4. |
Thoughts In Absence
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4:10
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| 5. |
The Flow
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6:58
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| 6. |
Longing
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4:50
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| 7. |
Wheel
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7:50
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| Gesamtlaufzeit | 46:18 |
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Rezensionen

OK, das ist tatsächlich klassischer "King Crimson"-Sound in die Neunziger transportiert (vgl. Rezi zu "Nucleus"): Mellotron-Streicher, schräge Gitarren-Arpeggios, kraftvoller Baß. Schon das erste Stück, "Karelia", stellt all diese Ingredienzien bereit. Es gibt ruhig fließende Stellen und krachend rockiges. Und wie bei "Nucleus" ist hauptsächlich Bassist Jan Erik Liljeström mit seinem krachigen, verzerrten Spiel zusammen mit Schlagzeuger Peter Nordin für die Power verantwortlich. Gitarrist Nicklas Berg setzt Gitarrentupfer und sorgt für volleren Sound, teils auch am Mellotron. Schön ist, daß man auf "Vemod" das Cello von Anna Sofi Dahlberg etwas deutlicher und öfter hört als auf der Nachfolgerplatte, aber auch hier scheint es mir nicht wirklich essentiell für den Sound. Viel mehr ist sind dies die schwellenden Mellotron-Streicher und -Flöte, die extensiv genutzt werden. "Starless" oder "Fracture" (siehe den Anfang von "The Flow") von den Crimsos stehen soundmäßig an einigen Stellen Pate. Und das Kornett/Flügelhorn auf "Wheel" hat man auch schon auf "Red" und "Islands" gehört.
Natürlich erreichen "Anekdoten" nicht ganz die Komplexität, Virtuosität und Klasse der Vorbilder. Weiterhin ist der Gesang doch etwas arg wacklig-schwachbrüstig. Daß die Platte dennoch unterhaltsam bleibt und Spaß macht, liegt an zweierlei Dingen: zum einen an der unbestreitbaren Energie und Spielfreude, mit der die Band agiert, zum anderen daran, daß sie den abgekupferten Sound durch eine gehörige Portion 'schwedischer' Melancholie und Düsterheit anreichern, die so in den manchmal eher technokratischen Crimson-Sachen (wie "Fracture", auch "Larks' Toungues In Aspic 2") nicht vorhanden war. Außerdem gefällt mir, daß die Stücke viel Dynamik entwickeln: die Kontraste zwischen ruhigen Stellen und plötzlichen Baß/Gitarre-Eruptionen sorgen für einige nette Momente.
"Vemod" ist nicht unbedingt die orignellste Prog-Platte aller Zeiten, aber Liebhaber des Siebziger-Jahre-"King Crimson"-Klangs kommen sicher auf ihre Kosten. Ein ordentliches Debut einer talentierten Band, und auf "Nucleus" haben sie sich dann ja auch schon ein Stück weit von Fripp & Co. abgenabelt.
| Anspieltipp(s): |
The Old Man & The Sea, The Flow |
| Vergleichbar mit: |
King Crimson |
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| Veröffentlicht am: |
4.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
7.7.2003 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 2 von 3)

Dies ist die optimale Platte für Herbststürme.
Wenn das Cello knarzt, die Gitarren jaulen, die unwesentlichen Sangesdarbietungen vor sich hin jammern und das Mellotron dazu hymnische Akkorde spielt - dann hört man die ungemütliche Jahreszeit.
Originell ist das nicht, Crimso stand Pate und das ist auch jedem Ton zu entnehmen, aber der Frust, die Melancholie kurz: das skandinavische Lebensgefühl (zumindest im Winter) kommt einfach perfekt rüber.
Vertonte Stimmung, vertontes Gefühl - wie Ihr wollt. Für mich die optimale Herbststurmscheibe.
Für Crimso-Fans und Skandinavien-Progger...
| Anspieltipp(s): |
The Old Man & The Sea |
| Vergleichbar mit: |
King Crimson, Landberk |
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| Veröffentlicht am: |
7.7.2003 |
| Letzte Änderung: |
7.7.2003 |
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Der Titel der Platte ist Programm. Vemod bedeutet soviel wie "zarte Traurigkeit", wie "ernste Melancholie". Die entsteht zum einen durch das gefühlvolle, berührende Mellotronspiel von Anna Sofi Dahlberg und Nicklas Berg, zum anderen durch die zerbrechliche Stimme von Jan Erik Liljeström, die ich in diesem Kontext gar nicht als so unwesentlich beurteilen würde. O.K., manchmal ist die Intonation nicht ganz sattelfest (z.Bsp. "thoughts in absence"), aber die meisten anderen Stimmen hätten wahrscheinlich die "Veamood" zerstört. Die ruhigen Stücke versprühen diese Traurigkeit und selbst die rockig-krachig-scharrenden parts sind dergestalt gefärbt. Dazu gibts eine gute Portion Schrägheit, wie wir sie auch von Änglagård kennen. Unter dem Strich ist Vemod bzw. sind Anekdoten nicht so komplex und schräg wie Änglagard, aber mindestens ebenso düster-traurig.
| Anspieltipp(s): |
durchhören |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.4.2004 |
| Letzte Änderung: |
15.4.2004 |
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