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Barclay James Harvest

Baby James Harvest

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Rock / Pop / Mainstream
Label: Harvest
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

John Lees Guitar, Vocals
Les Holroyd Bass, Vocals
Mel Pritchard Drums
Stewart Wooly Wolstenholme Keyboards, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Crazy (Over You) 4.17
2. Delph Town Morn 4.48
3. Summer Soldier 10.28
4. Thank You 4.24
5. One Hundred Thousand Smiles Out 6.05
6. Moonwater (Poco Adagio) 7.30
Gesamtlaufzeit37:32


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 1 von 2)


Das nächste Projekt von BJH sollte eigentlich ein Doppelalbum werden, auf dem jeder der vier Bandmitglieder eine Seite für eigenes Material haben sollte. Der schlechte Verkauf ihres dritten Albums und die daraus resultierende Nichtdeckung der Orchesterkosten machten diesem ambitionierten Plan einen Strich durch die Rechnung. Eine weitere Konsequenz betraf den Produzenten, der nämlich an die Luft gesetzt wurde. BJH produzierten hier erstmals selbst.

"Crazy Over You" ist eigentlich ein recht schönes Liebeslied, dessen Gitarrenriff leider am Ende unerträglich oft wiederholt wird. Auf "Delph Town Morn" kommt mal kein großes Orchester zum Einsatz, sondern lediglich ein Blechbläserensemble, das den Sound unterstützt. Und wenn am Ende das Saxophon zum Solo ansetzt, ist früh und spät vorbei.
"Summer Soldier" ist wieder mal ein Antikriegslied aus der Feder von John Lees. Es beginnt als Hörspiel mit den Glockenschlägen von Big Ben, dann rollen Panzer an, Soldaten stürmen das Schlachtfeld, man hört den Schlachtruf "Kill", dann eine marschierende Snaredrum. Nach zwei Minuten beginnt der eigentliche Song mit akustischer Gitarre und Gesang, dann ein aggressives Gitarrensolo. Nach sechs Minuten wird der Song ausgeblendet und es schließt sich ein bombastischer dritter Teil an, mit viel Mellotron und einem getragenen Gitarrensolo klingt der Song aus.
Mit "Thank You" bedankt sich Les Holroyd bei allen, die bei der Entstehung der Platte geholfen haben. Mag eine nette Idee sein, aber braucht man sowas wirklich?
"One Hundred Thousand Smiles Out" handelt von der Einsamkeit des Astronauten. Insgesamt sehr betulich. David Bowie hat das Thema mit "Space Oddity" wesentlich besser umgesetzt.
"Moonwater" ist Woollys Verbeugung vor Gustav Mahler. Ganz im Geiste der Romantik nur mit 60-köpfigem Orchester und ohne Band aufgenommen (was ursprünglich nicht so geplant war, aber sich aus Zeitgründen zum Glück so ergeben hat).

Kurz nach Erscheinen der Platte trennten sich BJH und das Harvest-Label. Dies markiert auch den Endpunkt der Zusammenarbeit von BJH mit großen Orchestern. Ein Stilwechsel stand kurz bevor.

Anspieltipp(s): Summer Soldier, Moonwater
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.6.2003
Letzte Änderung: 10.6.2003
Wertung: 10/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Flotte Scheibe. Und sauber produziert. Der Stil von Once again wird bereinigt fortgeführt. Die folkigen Elemente wurden dabei wieder reduziert. Baby James ist quasi das Missing Link zwischen Once again und Everyone is everybody else. Also irgendwie eine Mischung aus Supertramp und Pink Floyd. Aber auf ganz eigene Art.

Im Programm: Einige griffige Ohrwürmer mit jubilierender Gitarre (Crazy, Thank you) oder ohne (One Hundred Thousand Smiles out), ein „Supertramp-Stück“ mit Saxofon (Delph Town Mom), ein ambitionierter Protestsongzyklus (Summer Soldier). Und zum Schluss wird noch mal ordentlich das Orchester ausgefahren, damit sich's auch gelohnt hat... unsäglich. Und tschüss BJH Orchestra!

Mir persönlich gefallen die cleveren Ohrwürmer am besten. Der Rest ist mir zu gewollt prätentiös. Zum Glück besinnen sich BJH nach diesem Album auf ihre Stärken.

Die Remaster-Ausgabe bietet auf 10 Bonus-Tracks v.a. jede Menge Single-A- und B-Seiten, die auch auf diversen Best ofs wie der Best of von 1977 oder der CD The Harvest Years veröffentlicht worden sind. Außerdem gibt es noch Alternate Takes von Thank You und Moonwater sowie die BBC-Session-Version der Single Child of Man vom 3. April 1972.

Anspieltipp(s): Crazy, One hundred thousand Smiles out
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.11.2009
Letzte Änderung: 5.11.2009
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Barclay James Harvest

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Barclay James Harvest 6.50 2
1971 Once Again 11.00 1
1972 Barclay James Harvest & Other Short Stories 9.50 2
1974 Everyone Is Everybody Else 10.50 2
1974 Live 12.33 3
1975 Time honoured ghosts 11.50 2
1976 Octoberon 11.00 2
1977 Gone To Earth 9.00 2
1978 XII 8.20 5
1978 Live tapes 10.50 2
1979 Eyes of the Universe 6.67 3
1981 Turn of the Tide 5.00 1
1982 Berlin - A concert for the people 10.00 2
1983 Ring of Changes 6.50 2
1984 Victims of Circumstance 4.00 1
1991 Best of Barclay James Harvest - 1
1993 Caught In The Light 7.00 1
1997 River of Dreams 8.00 1
2000 Revival 9.00 1
2002 ...BBC Live in concert 1972 10.00 1
2002 Caught Live (DVD) 10.00 1
2005 All is safely gathered in - An anthology 1967-1997 11.50 2
2007 Legacy - Live at The Shepherd´s Bush Empire (DVD) 12.00 1
2007 Legacy - Live at The Shepherd´s Bush Empire 8.00 1
2008 After the day - The Radio Broadcasts 1974-1976 10.00 1
2009 Sea of Tranquility. The Polydor Years 1974-1997 11.00 1

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