Baby James Harvest
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Harvest |
| Durchschnittswertung: |
8.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| John Lees |
Guitar, Vocals |
| Les Holroyd |
Bass, Vocals |
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| Mel Pritchard |
Drums |
| Stewart Wooly Wolstenholme |
Keyboards, Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Crazy (Over You)
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4.17
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| 2. |
Delph Town Morn
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4.48
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| 3. |
Summer Soldier
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10.28
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| 4. |
Thank You
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4.24
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| 5. |
One Hundred Thousand Smiles Out
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6.05
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| 6. |
Moonwater (Poco Adagio)
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7.30
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| Gesamtlaufzeit | 37:32 |
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Rezensionen

Das nächste Projekt von BJH sollte eigentlich ein Doppelalbum werden, auf dem jeder der vier Bandmitglieder eine Seite für eigenes Material haben sollte. Der schlechte Verkauf ihres dritten Albums und die daraus resultierende Nichtdeckung der Orchesterkosten machten diesem ambitionierten Plan einen Strich durch die Rechnung. Eine weitere Konsequenz betraf den Produzenten, der nämlich an die Luft gesetzt wurde. BJH produzierten hier erstmals selbst.
"Crazy Over You" ist eigentlich ein recht schönes Liebeslied, dessen Gitarrenriff leider am Ende unerträglich oft wiederholt wird. Auf "Delph Town Morn" kommt mal kein großes Orchester zum Einsatz, sondern lediglich ein Blechbläserensemble, das den Sound unterstützt. Und wenn am Ende das Saxophon zum Solo ansetzt, ist früh und spät vorbei. "Summer Soldier" ist wieder mal ein Antikriegslied aus der Feder von John Lees. Es beginnt als Hörspiel mit den Glockenschlägen von Big Ben, dann rollen Panzer an, Soldaten stürmen das Schlachtfeld, man hört den Schlachtruf "Kill", dann eine marschierende Snaredrum. Nach zwei Minuten beginnt der eigentliche Song mit akustischer Gitarre und Gesang, dann ein aggressives Gitarrensolo. Nach sechs Minuten wird der Song ausgeblendet und es schließt sich ein bombastischer dritter Teil an, mit viel Mellotron und einem getragenen Gitarrensolo klingt der Song aus. Mit "Thank You" bedankt sich Les Holroyd bei allen, die bei der Entstehung der Platte geholfen haben. Mag eine nette Idee sein, aber braucht man sowas wirklich? "One Hundred Thousand Smiles Out" handelt von der Einsamkeit des Astronauten. Insgesamt sehr betulich. David Bowie hat das Thema mit "Space Oddity" wesentlich besser umgesetzt. "Moonwater" ist Woollys Verbeugung vor Gustav Mahler. Ganz im Geiste der Romantik nur mit 60-köpfigem Orchester und ohne Band aufgenommen (was ursprünglich nicht so geplant war, aber sich aus Zeitgründen zum Glück so ergeben hat).
Kurz nach Erscheinen der Platte trennten sich BJH und das Harvest-Label. Dies markiert auch den Endpunkt der Zusammenarbeit von BJH mit großen Orchestern. Ein Stilwechsel stand kurz bevor.
| Anspieltipp(s): |
Summer Soldier, Moonwater |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
10.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
10.6.2003 |
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Flotte Scheibe. Und sauber produziert. Der Stil von Once again wird bereinigt fortgeführt. Die folkigen Elemente wurden dabei wieder reduziert. Baby James ist quasi das Missing Link zwischen Once again und Everyone is everybody else. Also irgendwie eine Mischung aus Supertramp und Pink Floyd. Aber auf ganz eigene Art.
Im Programm: Einige griffige Ohrwürmer mit jubilierender Gitarre (Crazy, Thank you) oder ohne (One Hundred Thousand Smiles out), ein "Supertramp-Stück" mit Saxofon (Delph Town Mom), ein ambitionierter Protestsongzyklus (Summer Soldier). Und zum Schluss wird noch mal ordentlich das Orchester ausgefahren, damit sich's auch gelohnt hat... unsäglich. Und tschüss BJH Orchestra!
Mir persönlich gefallen die cleveren Ohrwürmer am besten. Der Rest ist mir zu gewollt prätentiös. Zum Glück besinnen sich BJH nach diesem Album auf ihre Stärken.
Die Remaster-Ausgabe bietet auf 10 Bonus-Tracks v.a. jede Menge Single-A- und B-Seiten, die auch auf diversen Best ofs wie der Best of von 1977 oder der CD The Harvest Years veröffentlicht worden sind. Außerdem gibt es noch Alternate Takes von Thank You und Moonwater sowie die BBC-Session-Version der Single Child of Man vom 3. April 1972.
| Anspieltipp(s): |
Crazy, One hundred thousand Smiles out |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.11.2009 |
| Letzte Änderung: |
6.3.2012 |
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1972 erschien mit "Baby James Harvest“ bereits das vierte Album der Briten Barclay James Harvest. Die vier Musiker waren Anfang der 70er Jahre wahrlich produktiv - Erfolg, den man an verkauften Platten hätte ausmachen können, der stellte sich allerdings noch nicht so richtig ein. Zudem war das Produzieren von Platten mit dem „Barclay James Harvest Symphony Orchestra“, welches die Instrumentierung der orchestralen Parts übernahm, eine überaus kostspielige Sache geworden, sodass dieses Album hier auch einen Einschnitt bedeutete. Zum einen trennten sich nach der Veröffentlichung der Platte die Wege Barclay James Harvests und ihrer damaligen Plattenfirma Harvest, zum anderen sollten die künftigen Veröffentlichungen deutlich weniger orchestral instrumentiert sein. Das „Barclay James Harvest Symphony Orchestra“, welches ursprünglich „The London Symphonia“ hieß, gab es nach dieser Veröffentlichung nicht mehr.
Allerdings hat es auf „Baby James Harvest“ auch irgendwie nicht mehr funktioniert. Konnte man sich auf „Barclay James Harvest And Other Short Stories“ noch an vielen Ideen und klasse Melodien begeistern, so schienen auf dem vierten Album der Band die Ideen ausgegangen zu sein. Zumindest was diese überaus eingängige Musik betrifft, die mit ihren tollen Harmonien und Melodien immer ein Markenzeichen der Band war.
Das Album beginnt mit “Crazy Over (You)”, einem Titel, der von Les Holroyd geschrieben wurde. Und damit startet die Platte eigentlich richtig gut. Das Lied ist eine schöne Nummer, abwechslungsreich und auch eingängig. Zudem hört man hier zum ersten Mal den Gitarrensound, der für Barclay James Harvest auf den nächsten Veröffentlichungen so unverwechselbar werden sollte. Weiter geht es mit „Delph Town Morn“ von John Lees. Und bei diesem Titel zeigt sich auch gleich das Manko von „Baby James Harvest“. Das Lied ist ganz nett, lebt von den Bläser-Einlagen und vor allem vom Saxophon gegen Ende des Stücks. Das Ganze erinnert dabei ein wenig an Supertramp. Irgendwie nett, aber das war es dann auch schon. Da ist nichts mehr, was so richtig begeistern kann.
„Summer Soldier“ ist das Hauptstück der Platte und stammt ebenfalls wieder von John Lees. Ein Antikriegslied, welches ein bisschen wie ein Hörspiel beginnt, wenn auch nur das Wort „Kill“ fällt. Ansonsten bekommt man Big Ben zu hören, neben Kampfgeschrei, Gewehrsalven, marschierenden Soldaten und Trommelwirbel. Dann startet das Lied nach etwa zwei Minuten erst so richtig. Eine Akustik-Gitarre und John Lees‘ Gesang stehen nun im Vordergrund. Schließlich wird es rockiger mit einer unterstützenden E-Gitarre. Es folgt ein etwas schrägerer Teil mit Glockenläuten. Dann wird es ganz ruhig und das Lied startet erneut. Auch hier gilt wieder mal, das ist wahrlich alles nicht schlecht, packt einen aber auch nicht wirklich. Die Nummer wirkt ein wenig zusammengestückelt auf diesen zehneinhalb Minuten und dabei wird das Stück noch minutenlang ausgeblendet.
Es folgt mit „Thank You“ eine rockige Nummer, auf der John Lees allen möglichen Leuten dankt, die anscheinend an der Entstehung des Albums mit beteiligt waren. Erwähnenswert dabei lediglich, dass das Lied auch die Zeile „Wo issn das?“ enthält. Ansonsten wird hier jede Menge gedudelt. “One Hundred Thousand Smiles Out” stammt aus der Feder Les Holroyds und ist einer der wenigen Höhepunkte des Albums. Schöne Melodie und ein etwas in die psychedelische Ecke gehendes Gitarrensolo machen das Stück überaus hörenswert.
Bliebe noch der letzte Song, „Moonwater”. Hierfür zeigt sich nun Woolly Wolstenholme verantwortlich. Was ihm allerdings auf „Barclay James Harvest And Other Short Stories“ mit „The Poet“ überaus gelungen ist, das geht hier mächtig in die Hose. „Moonwater“ beginnt mit einem leisen Brummen und nach etwa dreißig Sekunden kann man etwas differenzierte Töne wahrnehmen. Rein klassisch instrumentiert singt Woolly Wolstenholme wieder sehr zurückhaltend, der Funke will allerdings nicht so recht überspringen. Dieses erneute Kammerstück gestaltet sich überaus langweilig und es bleibt festzuhalten, dass nicht jedes Pop- oder Rock-Lied, welches klassisch instrumentiert wird, auch etwas Spezielles, Gutes oder Besonderes darstellt.
Sage und Schreibe zehn Bonustitel wurden auf die remasterte Ausgabe aus dem Jahr 2002 gepackt. Und darunter gibt es durchaus Interessantes zu hören. „Child Of Man“ ist eine rhythmische Popnummer, die ganz ordentlich groovt. John Lees zeichnet sich für diesen Titel verantwortlich, genau wie für das nächste Stück: „I’m Over You“. Dieses Mal ein ruhiger Poptitel, bei dem allerdings die Zeile „I’m Over You“ ein wenig zu häufig wiederholt wird. Interessant wird es dann mit den nächsten beiden Stücken. „When The City Sleeps“ und „Breathless“ wurden nicht von Barclay James Harvest selbst geschrieben. Das skurrile daran ist allerdings nicht dieser Umstand, sondern dass die Band die beiden Stücke einspielte, um sie dann unter dem Bandnamen „Bombadil“ zu veröffentlichen. Klingt der erste der beiden Songs schon sehr nach Barclay James Harvest und wurde mit Eric Stewart von 10cc am Bass eingespielt, so ist „Breathless“ eine instrumentale Glam-Rock-Nummer, die mit Barclay James Harvest so viel zu tun hat wie der Mond mit kalten Füßen.
Die alternative Version von „Thank You“ macht das Lied auch nicht besser. „Medicine Man“ ist natürlich ein Klassiker und stammt vom Vorgängeralbum „Barclay James Harvest And Other Short Stories“. Und auch diese Version hier ist gelungen. „Rock And Roll Woman“ ist wie der Name schon sagt ein Rock’n’Roll. Einer der langsameren Sorte, überzeugen kann das allerdings kaum Bei „The Joker“ klingt die Band bereits wie in späteren Jahren und der nächste Titel ist eine alternative Version des ersten Bonustracks. Bliebe noch die letzte Zugabe „Moonwater“. Eine andere Version als die Offizielle, allerdings muss man da schon sehr genau hinhören, um die Unterschiede feststellen zu können.
Fazit: Auf “Baby James Harvest” hört man die für Barclay James Harvest typische Musik. Allerdings kann diese dieses Mal nicht so richtig packen. Alles ganz nett, mit nur wenigen Ausnahmen, zum Teil aber auch langweilig und fast schon uninspiriert. Da wird „Moonwater“ zum Beispiel im beiliegenden Booklet als „dramatisches Finale“ des Albums angekündigt. Diese Dramatik sucht man jedoch lange – wenn nicht sogar vergeblich. Nein, das haben die vier Briten schon deutlich besser hinbekommen. Das Album ist in seiner Gesamtheit allerdings noch guter Durchschnitt, was auch an den Bonus Tracks liegt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.3.2013 |
| Letzte Änderung: |
17.3.2013 |
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