Soundtracks
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Spoon |
| Durchschnittswertung: |
11.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Holger Czukay |
Bass |
| Michael Karoli |
Guitars |
| Jaki Liebezeit |
Drums, Percussion, Flute |
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| Irmin Schmidt |
Keyboards |
| Damo Suzuki |
Vocals (Tracks 1,2,4,6) |
| Malcolm Mooney |
Vocals (Tracks 5,7) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Deadlock
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3:25
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| 2. |
Tango Whiskeyman
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4:02
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| 3. |
Deadlock (Titelmusik)
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1:40
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| 4. |
Don't Turn The Light On, Leave Me Alone
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3:42
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| 5. |
Soul Desert
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3:46
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| 6. |
Mother Sky
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14:30
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| 7. |
She Brings The Rain
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4:04
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| Gesamtlaufzeit | 35:09 |
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Rezensionen

"Soundtracks" ist die 2. Veröffentlichung von Can, jedoch nicht - wie ausdrücklich auf dem Cover vermerkt - ihr 2. Album. Trotzdem sollte man diese Scheibe nicht übersehen, enthält sie doch durchaus hochkarätige Musik, die den anderen frühen Werken der Band in nichts nachsteht! Wie der Titel des Albums schon vermuten läßt, handelt es sich um eine Sammlung von Stücken, die Can, hauptsächlich auf Betreiben von Irmin Schmidt (der übrigens bis heute viel Filmmusik komponiert), für diverse Filme der Jahre 1969/70 geschrieben haben. Wer jetzt auf dieser Scheibe irgendwelche eher langweilige Hintergrundmusik erwartet, wird überrascht sein!
"Deadlock" ist eine Art getragene Ballade mit absolut schrägem und gequälten Gesang von Suzuki. "Tango Whiskeyman" ist - Überraschung ! - ein Tango, aber à la Can, sehr relaxed und cool. "Don't Turn The Light On, Leave Me Alone" ist fast ein Pop-Song mit Tralala-Melodie, dafür aber mit einem Flötensolo von Liebezeit. "Soul Desert" dagegen ist eines der depressivsten Stücke von Klang, welches mir je unter die Ohren gekommen ist! Zu minimalistischer Begleitung von Bass, Schlagzeug und ein wenig Gitarre "singt" Malcolm Mooney so kaputt und verzweifelt, daß einem Angst um seinen Geisteszustand wird (und so unbegründet wäre dieser Gedanken nicht, hat Mooney doch kurz nach dieser Aufnahme die Band auch wegen "psychischer" Probleme verlassen). "She Brings The Rain" wird auch von Mooney gesungen, ist aber das gerade Gegenteil zu "Soul Desert", ist jazzig entspannt mit sehr ruhigem, "normalem" Gesang.
Das Stück aber, weswegen man sich diese Scheibe unbedingt zulegen sollte, ist "Mother Sky"! Hier gibt es den "ureigensten" Can-Stil in Reinstform: Kompromisslos, radikal, schräg, repetitiv-maschinenartig-rhythmisch, ekstatisch, grelle Gitarre, treibender Bass, Metronomperkussion und bizarrer Gesang. Dazu ist das Stück für Can-Verhältnisse erstaunlich abwechslungsreich! Für mich gehört "Mother Sky" zum Besten, was Can je auf Platte haben pressen lassen! Angeblich war das Stück 1970 ein Discohit in Berlin ... das waren noch Zeiten! Zur Bewertung: "Mother Sky" 15, der Rest 10. Da "Mother Sky" fast die Hälfte der Scheibe ausmacht, nehme ich doch einfach die Mitte und runde ab!
| Anspieltipp(s): |
Mother Sky |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
10.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
14.8.2007 |
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Neben Future Days dürfte Soundtracks den leichtesten Zugang zu Can bieten, da es eine hübsche Sammlung hochmelodischer Pop-Songs mit dem gewissen Can-Appeal darstellt, also quasi Pop mit Anspruch bzw. Anspruch goes Pop. Es findet sich hier auch schon ein gewisser "Worldmusic"-Einschlag, den die Band in späteren Jahren noch sehr vertiefen sollte.
Dass Mother Sky ein Disco-Hit gewesen ist, überrascht nicht so sehr, wenn man bedenkt, dass Can mit ihrer starken Rhythmusorientierung Mitte der 70er auch Anschluss an die Disco-Szene gefunden hatten und in den 90ern eine Inspiration für Techno-Musiker waren. 1997 gab es dann auch das Album Sacrilege mit Remixen der Can-Songs u.a. von Westbam und U.N.C.L.E.
Dabei darf man sich die Rhythmusorientierung von Can keinesfalls als billiges Gekloppe vorstellen, auch wenn es tanzbar ist. "Ich spiele immer natürliche Rhythmen," wird Jaki Liebezeit im Can Book von Pascal Bussy zitiert. "Manchmal fingen die Leute an Mitzuklatschen, als wir One more Night oder Splash spielten, obwohl sie den Rhythmus nicht verstanden. Sie merkten nicht, dass es ein 7/8 Rhythmus war."
Obwohl hier verschiedene Sänger zu hören sind und die Songs aus ganz unterschiedlichen Filmzusammenhängen stammen, entwickelt das Album doch eine recht stimmige Gesamtatmosphäre.
| Anspieltipp(s): |
Mother Sky, She brings the Rain |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.2.2010 |
| Letzte Änderung: |
6.3.2012 |
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